Zum Inhalt springen

2500 Km einfahren - Ducatis Empfehlung oder Pflicht?


Pancake899

Empfohlene Beiträge

Tach' zusammen,

da meine 899 endlich fast eingefahren ist (es fehlen noch rund 110 Km) und ich mich wirklich in dieser Zeit extrem darüber geärgert habe, dass Ducati noch im Jahre 2015 bei der 1299 immer noch vorgibt, 2500 Km lang nur max. bis 7000 rpm zu drehen, wollte ich mal genau wissen, ob dass denn überhaupt einer merken würde, wenn man den Bock mal ab und an, bei warmer Maschine bis 9000 rpm z.B. dreht?

Da es mich schon in der Freude etwas einbremst, wenn ich daran denke, dass ich die 1299S dann ja auch noch einfahren muss.

Es geht mir nicht darum es nach dem Motto "ride it, like you stole it" zu fahren... aber ohne Witz, die ersten 1000 Km waren auf meiner 899 schon extrem anstrengend (nur 6000 Touren erlaubt) und bis 2500 Km darf man nur 1000 rpm dazulegen... man schaut ständig aufs Dashboard vor dem Schalten und macht es nicht nach Gefühl, es nervt einfach, besonders wenn man fließend durchs Bergische fahren möchte.

Andererseits, was mich noch mehr nerven würde, zum Beispiel einen Motorschaden bei 2347 Km und Ducati sagt "Hmnö, Pech gehabt, wir haben das St.gerät ausgelesen und du hast bei Km 1987 bis 7167 rpm gedreht... ne ne... deswegen schaut jetzt der Pleuel da anna Seite raus. (wait)"

Kann Ducati denn jederzeit alles an der Maschine auslesen und Frau ist so absolut gezwungen, wirklich die entsprechenden Drehzahlen nicht zu überschreiten, wenn man nicht auf Kosten sitzen bleiben will, obwohl der Hersteller doch eigtl. versagt hat?

Oder reagiert Ducati eher mit Verstand (wovon ich nicht ausgehe, da Audi mit im Boot sitzt) und sagt "das hätte nicht passieren dürfen, natürlich kommen wir dafür auf", weil es ja nur geringfügig drüber ist... und ich den Motor nicht direkt nach dem Anlassen in den Begrenzer laufen lassen hab?

http://fs1.directupload.net/images/150402/ltlsnxws.jpg

http://fs1.directupload.net/images/150402/w6cieuvs.jpg

Vielleicht weiß es hier ja einer ganz genau... oder hatte schon die eine oder andere Erfahrung...

Beste Grüße

Link zu diesem Kommentar

Macht wohl jeder anders.

bis 1000km ! Viel Wechseldrehzahl fahren und recht viel schalten, wenig vollgas. Und KEINE Autobahn mit Konstanter Drezahll!

Ich mach nach den 1000km und dem Ölwechsel noch max 500km piano.

Dann gibts knallgas  8)

Hi,

danke für deine schnelle Antwort.

Und du hast mit deiner Einfahrweise keine Bedenken, dass bei der 12.000er Inspektion dann Tadel aus der Ducati-Werkstatt kommt, weil die empfolenen Drehzahlen nicht strickt eingehalten wurden?

Link zu diesem Kommentar

Hi,

danke für deine schnelle Antwort.

Und du hast mit deiner Einfahrweise keine Bedenken, dass bei der 12.000er Inspektion dann Tadel aus der Ducati-Werkstatt kommt, weil die empfolenen Drehzahlen nicht strickt eingehalten wurden?

Nein das kam noch nie vor, und mir ist bis jetzt noch nie ein Motor hochgegangen  8)

Auf der Rennstrecke bin ich wohl noch zu langsam das mir ein Moror kaputt gehen kann.  ::::::D

Aber wie schon gesagt das kann Dir ja hier keiner Versprechen!

Für Dich wird es wohl das beste sein, Du fährst nach Ducati Vorschrift ein  :::::;)

Link zu diesem Kommentar

Danke auch dir, für die Antwort.

Okay, scheint also so, solange man diesen grauen Schwamm, den man zwischen den Ohren hat, benutzt, dass Ducati nichts dagegen hat.

Ich will ja auch nicht direkt nach der 1000er die Gute in den Begrenzer kloppen, aber halt nicht mehr dieses Gefühl haben zu müssen, das ein kastrierter Hund beim Gassigehen wohl auch hat.... immer an der kurzen Leine gebunden zu sein. Wenn's dann mal nach dem Warmfahren statt 7000 mal 8- oder 9000 werden, dass ich nicht befürchten muss, dass dadurch das Mopped nur noch 2 Jahre zu leben hat und bis dahin aus allen Furchen sifft.  :AE40C:

Link zu diesem Kommentar

Was die Frage in der Thread-Überschrift angeht: Ganz klar "Pflicht".

In wieweit das nachgeprüft werden kann ist fraglich. Soweit ich weiß, gibt es bisher keine genaue Aufzeichnung der Drehzahlen im Steuergerät, aber das ist natürlich technisch kein Problem und mit Zusatzgeräten ja auch realisiert.

Einen entsprechenden Schaden auf ein gewisse Drehzahl zurück zu führen ist u.U. auch anhand von der Mechanik möglich. Im Zweifel bleibt einem also nichts anderes übrig.

Jetzt zur Praxis: Die genannten Einfahrvorschriften stammen aus den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts und sind beim Stand der Technik heute so nicht mehr nötig. Das einzige, was sich noch etwas einlaufen muss, bei einer Neumaschine sind die Reifen (ein paar km), die Bremsbeläge (eine paar Bremsungen), die Kolbenringe und vielleicht noch etwas das Getriebe.

Ich habe die Vorschriften noch nie eingehalten. Ich fahre die ersten 200-300 km nach Vorschrift, dann steigere ich die Höchstdrehzahl langsam bis zur 1000km Inspektion. Danach: Feuer frei.

Viel wichtiger als die Höchstdrehzahl ist m.M. nach, dass man in der Einfahrzeit möglichst keine Kurzstrecken fährt und häufige Kaltstarts vermeidet. Natürlich auch höhere Drehzahlen nur nach vollständiger Erwärmung des Motors (kann im kühlen Frühjahr schon mal 20 km dauern bis das Öl auf 70-80 Grad ist), immer wechselnde Drehzahlen und kein Vollgas bei sehr niedrigen Drehzahlen. Dauervollgas ist auf den ersten 1000km auch nicht zu empfehlen.

Mit dieser Methode habe ich jetzt acht neue Ducs eingefahren, keine davon hatte nachher ein Problem und auch keinen nennenswerten Ölverbrauch.

Ralf

Link zu diesem Kommentar

Danke für deine informative Antwort, Ducatist.

Klar, dass jeder Hersteller, bei aufgetretenem Schaden den Motor auseinander nimmt (sogar das Motorenöl wird bei Auto-Herstellern dafür ins Labor geschickt), aber mir ging es wirklich nur darum, ob man halt eine auf'n Sack kriegt, wenn man geringfügig, so gesehen aus Versehen, mal etwas drüber kommt (nix wildes, aber vielleicht kennt ihr das, wenn man paar schöne Kurven vor sich hat und man kann sich nicht ganz so zurückhalten) und dann irgendwann aber, durch Materialfehler oder sonstiges ab Werk, die sich davon drücken können, weil irgendwo alles registriert wurde und man so quasi zu Unrecht für etwas haftbar gemacht wird, was aber auf deren Kappe gehen müsste.

Ich hoffe man versteht jetzt besser, worum es mir genau geht.

@ Idaka

Ja Danke, das klingt auch irgendwie "richtig".  :::::) Und es wird hier wohl oft so gehandhabt.

Link zu diesem Kommentar

...

Jetzt zur Praxis: Die genannten Einfahrvorschriften stammen aus den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts und sind beim Stand der Technik heute so nicht mehr nötig. Das einzige, was sich noch etwas einlaufen muss, bei einer Neumaschine sind die Reifen (ein paar km), die Bremsbeläge (eine paar Bremsungen), die Kolbenringe und vielleicht noch etwas das Getriebe.

Ich habe die Vorschriften noch nie eingehalten. Ich fahre die ersten 200-300 km nach Vorschrift, dann steigere ich die Höchstdrehzahl langsam bis zur 1000km Inspektion. Danach: Feuer frei.

Viel wichtiger als die Höchstdrehzahl ist m.M. nach, dass man in der Einfahrzeit möglichst keine Kurzstrecken fährt und häufige Kaltstarts vermeidet. Natürlich auch höhere Drehzahlen nur nach vollständiger Erwärmung des Motors (kann im kühlen Frühjahr schon mal 20 km dauern bis das Öl auf 70-80 Grad ist), immer wechselnde Drehzahlen und kein Vollgas bei sehr niedrigen Drehzahlen. Dauervollgas ist auf den ersten 1000km auch nicht zu empfehlen.

...

Genau so sehe ich das und habe das auch bisher bei allen Neufahrzeugen die ich in die Finger bekommen habe so gemacht. 1. Ölwechsel bei 300-500 km, Schön warmfahren, dann aber durchaus von Anfang an Vollgas (nicht Dauervollgas!), viel wechselnde Lasten. Also schön genüßlich Landstrassenfahren sozusagen. Ohne groß drauf zu achten bis wieweit ich drehe. Alle Motoren die das absolviert hatten brauchten danach quasi überhaupt kein Öl. Und hatten vergleichsweise (gefühlt) gut Druck. Ohne das jetzt mit Prüfstandsschrieben belegen zu können....

Die 2000 km sind absoluter Käse. Ich habe in der MTZ mal einen Bericht von Opel gelesen, da haben sie das Einlaufverhalten untersucht. Fazit: nach 3 bis 4 Stunden Betriebsdauer ist der "Einlaufvorgang" zu 90 % abgeschlossen. Das sind bei normaler Fahrt etwa 200 Kilometer (!). Gut, das waren Automotoren. Sollte aber nicht grundsätzlich anders sein.

Andererseits: sollte an dem Motor was "faul" sein, dann soll er gefälligst gleich am Anfang der Garantiezeit auseinanderfallen. Nicht erst nach zwei Jahren oder so (nachdem ich eine kleine Ewigkeit nur rumgeschlichen bin).

Gruss

Kai

Link zu diesem Kommentar

Also ich hab den schmu nicht so genau gehalten und meine Bella läuft erste sahne!

Die ersten 600 km waren reine Autobahn.... vom Händler nach hause  :::::)

Hier bin ich die ersten 100km bis maxi 5500

Bis km 250 maxi 6000 touren

Bis km 500 maxi 6500 touren

Und als ich dann endlich zuhause war direkt Ölwechsel bei 650 km.

Dann nochmal 250 km kleine tour bis maxi 8000 touren.

Dann nochmal Ölwechsel und seit dem Feuer frei nur auf Rennstrecke  (rock)

Schon sie nicht zu sehr sonst gewöhnt sie sich dran.... ducatis sind wie Frauen! ::::::D

Link zu diesem Kommentar

Also ich bin meine 899 die ersten 500km sehr entspannt gefahren,dann Öl-Wechsel und danach feuer frei. Wenn am Motor was nicht stimmt, dann fällt es innerhalb der ersten 500km meistens schon auf....

War gerade beim Jahres-Service und das Mäuschen läuft erste Sahne!

Hab jetzt ca. 8000km aufe Uhr... 

Also macht euch nicht immer so ins Hemd

Link zu diesem Kommentar

Hallo,

ich denke mal, dass mit der 1299 keine so hohen Drehzahlen mehr nötig sind und du von ganz alleine niedrigtouriger fährst.

Ist ja auch länger übersetzt, also sollte die bei 6.000min auch schon so um die 160-170 laufen.

Die 1299 ist nicht länger übersetzt als ne 1199 ab Werk, weder in den Gängen, noch im Primär- und Sekundärantrieb (15/39).

Link zu diesem Kommentar

Er Sie hat aber ´ne 899 :::::;)

__________________________________________________________________________

@ Jupp

lesenswerter Artikel. Ich werde mir einfach keen Kopp mehr nach der 1000er-Inspektion machen und so weiterfahren wie ich es für richtig halte.  :::::;)

__________________________________________________________________________

Danke Euch allen für die vielen Antworten.  :AAAE056:

Allzeit knitterfreie Fahrt.

Link zu diesem Kommentar
  • 2 Monate später...

Sieht vielleicht jeder anders.

Ich habe meine 848 Bj.2014 für 250km pinibelst eingefahren. Dann hin und wieder leicht auf 6-8k und ab 500km auch schon mal kurz hochdrehen lassen.

Seit 750km gibts Vollgas.

Nach 2500km 6-7000rpm ist die Kiste ja verrust. ;)

Will jetzt keine Namen nennen aber 2 Ducati Händler in Deutschland zu denen ich Kontakt habe, haben mir auch gesagt das die 2500km absolut Schwachsinn sind.

Meines Erachtens ist nur wichtig das man nach dem einfahren, egal ob 500km oder 5000km ein ordentlicher Ölwechsel gemacht wird. Aber das ist sicher ein Streitthema das jeder anders sieht.

Link zu diesem Kommentar
  • 4 Jahre später...

Ich war einmal anno 2004 in Italien bei Ducati. Während der sehr ausführlichen Werksführung kamen wir auch an den Montagepunkt "Funktionstest". Dort wird die neue Duc in auf einen Prüfstand gefahren. Durch das Panzerglasfenster durfte ich zuschauen. Der Fahrer beschleunigt das Krad durch alle Gänge, wechselt die Drehzahlen die über den imaginären 6000 U/min liegen. Das ganze Test dauert etwa 15 Minuten.

So viel zum Thema. Natürlich kann ich Drehzahlen auslesen, das ging bei Porsche schon vor 30 Jahren. Überdreher sind dann die nicht gewünschten Ergebnisse. 💀

Einfahren, ein Mythos zu dem es ungezählte Meinungen gibt.

Ich finde die ersten 1000 Kilometer verhalten fahren, Öl wechseln, dann langsam steigern oder so.

Gruß O.V.😎

11. Ducati.JPG

Link zu diesem Kommentar
  • 1 Jahr später...

Das Ding hier ist zwar schon etas älter, aber ich lass es nochmal aufleben. Ich habe auch eine neue Streetfighter V4s und lese hier im Forum immer etwas von einfahren bis 2500 km. In meinem Handbuch steht da auch einfahren bis 1000 km max 6000  Umdrehungen mit der Fussnote 1 und dann gibt es noch ein "Einfahren" bis 2500 km mit der Fussnote 2, hier steht aber nichts von einer maximalen Drehzahl. Ich habe eh das Gefühl, dass sich der motor in niedrigen Drehzahlen nicht wirklich wohl fühlt. die Bedienungsanleitung zeigt mir auch was von Rainmodus und andere Dinge die ich bei meiner Mped nicht finden konnte. Ist das evtl. eine Bedienugnsanleitung für alle Ducs mit dem neuen Display :-)? Ich bin auf jedenfall froh wenn ich die 1000er hinter mir habe.. leider erst am 19.8. Termin.

 

Link zu diesem Kommentar

Fahr einfach die ersten 1.000 km mit vielen Gangwechseln und wechselnden Drehzahlen. Ob nun 6.000 oder mal kurz was mehr, das macht nix. Und mal Volllast zwischendurch tut auch gut, damit sich die Kolbenringe besser einlaufen. Nur eben kein Dauervollgas und 14.000/min auf der BAB oder Renne am Anfang.

Danach Öl- und Filterwechsel und dann Feuer frei was so geht, bei der Leistung wirst du sie auf der Landstraße zumindest so gut wie nie im Bereich der Maximaldrehzahl/Maximalleistung bewegen können. Auf Dauervollgas auf der BAB und der Renne kann man ja bis 2.500 km verzichten...

Link zu diesem Kommentar

Erstelle ein Benutzerkonto oder melde Dich an, um zu kommentieren

Du musst ein Benutzerkonto haben, um einen Kommentar verfassen zu können

Benutzerkonto erstellen

Neues Benutzerkonto für unsere Community erstellen. Es ist einfach!

Neues Benutzerkonto erstellen

Anmelden

Du hast bereits ein Benutzerkonto? Melde Dich hier an.

Jetzt anmelden
×
×
  • Neu erstellen...

Wichtige Information

Wenn du dich hier anmeldest hast du die Datenschutzerklärung und die Foren Regeln gelesen!