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Kupplung 1098s "leichtgängiger" machen


Chris EVO

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Hallo zusammen,

mag sein das dieses Thema schonmal behandelt wurde, aber wer kann mir nen Rat geben wie oder mit welchen Umbaumaßnahmen sich die Kupplung an der 1098s leichgängiger machen lässt.

Also ich meine den Kraftaufwand für die linke Hand zu vermindern.

Habe das Problem das ich wenn die Tour mal über 150km geht (was normal ist) ich tierische Schmerzen vom Kuppeln im linken Handgelenk bekomme.

Mein Orthopäde konnte so nichts feststellen also muß es wohl an der Kupplung liegen denn bei anderen Bikes habe ich das Problem nicht .

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Hallo,

mir geht es bei der 1098 in den ersten Wochen einer neuen Saison auch so. Da schmerzt es recht heftig nach einer längeren Tour. Meine Empfehlung: Erst mal einige kürzere Touren über max. 30-50 km. Nach 2-3 Wochen passt es dann.

Für die Handgelenke ist es bei der Sitzposition auch ein riesen Unterschied, ob Du dich permanent am Lenker abstützt oder ob Du Dir - so oft es geht - den Tank zwischen die Schenkel klemmst.

Zur Kupplung selber – das ist auch so eine Sache. Natürlich kann man über einen anderen Nehmerzylinder den Weg verlängern und so die Kraft reduzieren. Da hast Du dann erst mal Ruhe. Habe das bei meiner 900SS so gemacht.

Bei meiner 1098 fielen mir allerdings noch zwei Probleme auf:

Zunächst ist die Position des Kupplungshebels für Sitzriesen etwas zu flach. Steiler geht nicht, wegen der Verkleidung und den Fixierstiften. Durch diese ergonomisch etwas blöde Position sind Probleme vorprogrammiert. Da hilft eigentlich nur ein etwas höherer Lenker.

Dann neigen die Laschen der Kupplungslamellen bei mir dazu, sich in den Korb einzugearbeiten. Die Laschen sind an den Gleitflächen auch nicht mehr plan sondern leicht ballig. Da bildet sich dann im Korb ein Wellenprofil in dem die Flanken der Lamellen quasi einrasten. Man kann sie zwar noch bewegen und trennen aber es braucht hierdurch deutlich mehr Kraft und zu allen Überfluss auch noch mehr Weg, um die Kupplung sauber zu trennen. Provisorisch habe ich die Flächen im Korb wieder gerade gefeilt und die Lamellen auch wieder geplant. Ist nicht sehr anspruchsvoll, dauert aber etwas. Im Grunde muss die Kupplung erneutet werden, am besten gleich auf 48 Zähne. Ist auch eine der nächsten Aktionen. Selbst bei uralt gebrauchten Teilen sieht man bei den 48 Zahn-Körben innen auf den Zähnen noch die Farbe auf der Eloxierung. Die scheinen für diese Aufgabe einfach das bessere Konzept zu haben.

Grüße

Stefan

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danke für deine ausführliche Schilderung

Das Problem hab ich nur leider nicht nur am Saisonanfang sondern über die gesamte Saison und von der Sitzposition her versuche ich eh schon nicht dauernd auf den handgelenken zu liegen sondern mich mit den Schenkeln am Tank zu halten.

Is eben so das wenn ich n paar tage später mit der 1000RR fahr ich die Probleme nicht hab.

Hatte ich auch früher bei keinem meiner Bikes. Also liegts nicht am Unterarmtraining. :-)

Hallo,

mir geht es bei der 1098 in den ersten Wochen einer neuen Saison auch so. Da schmerzt es recht heftig nach einer längeren Tour. Meine Empfehlung: Erst mal einige kürzere Touren über max. 30-50 km. Nach 2-3 Wochen passt es dann.

Für die Handgelenke ist es bei der Sitzposition auch ein riesen Unterschied, ob Du dich permanent am Lenker abstützt oder ob Du Dir - so oft es geht - den Tank zwischen die Schenkel klemmst.

Zur Kupplung selber – das ist auch so eine Sache. Natürlich kann man über einen anderen Nehmerzylinder den Weg verlängern und so die Kraft reduzieren. Da hast Du dann erst mal Ruhe. Habe das bei meiner 900SS so gemacht.

Bei meiner 1098 fielen mir allerdings noch zwei Probleme auf:

Zunächst ist die Position des Kupplungshebels für Sitzriesen etwas zu flach. Steiler geht nicht, wegen der Verkleidung und den Fixierstiften. Durch diese ergonomisch etwas blöde Position sind Probleme vorprogrammiert. Da hilft eigentlich nur ein etwas höherer Lenker.

Dann neigen die Laschen der Kupplungslamellen bei mir dazu, sich in den Korb einzugearbeiten. Die Laschen sind an den Gleitflächen auch nicht mehr plan sondern leicht ballig. Da bildet sich dann im Korb ein Wellenprofil in dem die Flanken der Lamellen quasi einrasten. Man kann sie zwar noch bewegen und trennen aber es braucht hierdurch deutlich mehr Kraft und zu allen Überfluss auch noch mehr Weg, um die Kupplung sauber zu trennen. Provisorisch habe ich die Flächen im Korb wieder gerade gefeilt und die Lamellen auch wieder geplant. Ist nicht sehr anspruchsvoll, dauert aber etwas. Im Grunde muss die Kupplung erneutet werden, am besten gleich auf 48 Zähne. Ist auch eine der nächsten Aktionen. Selbst bei uralt gebrauchten Teilen sieht man bei den 48 Zahn-Körben innen auf den Zähnen noch die Farbe auf der Eloxierung. Die scheinen für diese Aufgabe einfach das bessere Konzept zu haben.

Grüße

Stefan

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Leichtgängig, leichtgängig....

Das ist eben eine Ducati und keine 1000RR.

Geht es zu schwer, bist Du zu schwach.  ::::::D

(Ich fahre jetzt ja "Naßkupplungs-Ducs", da ist das kaum noch ein Thema. Aber am Saisonanfang muss man sich schon erst gewöhnen. Oder eben Pani/Multi mit Schaltautomat und Blipper kaufen...)

Ralf

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Naja,

nur gut, dass der Tank nicht so groß ist.  :P

Spaß beiseite...wenn es bei der 100RR nicht so zwickt und eigentlich nur bei der 1098, sollte man doch mal sehen, woran es liegt. Ergonomie ist ja alles kein Hexenwerk.

Bei uns werden zufällig auch 2 Ergotherapeuten beschäftigt. Die werde ich mal befragen. Mal schauen, was die zu dem Thema meinen. Wird aber bis Anfang Mai dauern, da meine Saison etwas später beginnt  |-)

Tippe aber, dass die flache Position des Hebels so ca. 50% der Schmerzen erklärt, den Rest besorgt die Kupplung.

VG

Stefan

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Hebel in Standardwerksposition geht eh nicht - bei so gut wie keinem Motorrad. Paßstifte raus und gut.

Da ist bei der 1098 kein Platz bei der Verkleidung. Mit "Stifte raus" habe ich das schon probiert. Sobald man bei steileren Hebel dann etwas einschlägt, bekommt der Hebel/Pumpe Kontakt mit der Verkleidung. Einzig ein gekröpfter Hebel könnte da funzen. Für Jockeys alles kein Problem aber bei Grademass nicht so toll.

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mal ne dumme Frage am Rande, aber wo und wie bitte Stifte raus?

Wenn du mal eine Brems- oder Kupplungspumpe abbaust, siehst du, dass im Lenker Bohrungen sind mit Hohlsplinten. In den Schellen der Armaturen sind entsprechende Bohrungen. So sind die Pumpen immer in gleicher Position montierbar. Eigentlich ist die Position aber meist so, dass die Hebel zu flach stehen und man daher das Handgelenk zu stark abwinkeln muss um sie zu bedienen.

Das ist spätestens wenn du Rennstrecke fährst, das erste was man ändert.

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@Chris:

...probiere doch mal 2 gegenüberliegende Kupplungsfedern auszubauen (komplett, mit Schraube und Federteller). Das reduziert die Handkraft schlagartig um 33%! Sollte die Kupplung dann tatsächlich anfangen zu rutschen (was nicht sehr wahrscheinlich ist) dann musst Du sie wieder einbauen. Bei unserer 1198 rutscht sie jedenfalls nicht. Und ist fast "japanisch" leicht - zusätzlich noch mit größerem Nehmerzylinderkolben...

Gruss

Kai

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