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Schaltgabel blockiert Schaltwalze


Flotter Otto

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Hallo zusammen,

nachdem gestern meine 1198 stehen blieb sah ich nach der Öffnung des Motors, dass die Schaltgabel gegen die Schaltwalze anstand und blockierte. Ich frage mich

  1. wie das kommt und
  2. wie lässt sich das verhindern.

Meine Theorie zu 1 ist, dass die Rückholfeder der Schaltgabel lahm ist. Mit dem Tausch wäre zu 2. geklärt. Wenn dem so wäre, wäre die Feder bei Stein Dinse sogar lieferbar. Die Schaltgabe hat eine Lieferzeit von 2-8 Wochen, für mich sieht sie aber auch nicht wirklich verschlissen aus, sogar Bearbeitungsspuren sieht man auf der Klinke noch...

Was denkt Ihr, wie wäre mein Problem zu lösen?

Vielen Dank und viele Grüße

David

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@Flotter Otto:

Top Bilder hast Du gemacht - auf der Basis kann man doch arbeiten!

...meine 2 Cents dazu:

Eigentlich sollten zwei Dinge genau das was passiert ist verhindern; nämlich einmal dieser Haken der oben an der Schaltklinke (Schaltgabeln sind für mich die Dinger im Getriebe drin welche die Zahnräder hin- und herschieben...) dran ist, an dem die Stifte in der Schaltwalze hängen bleiben sollten (2. Bild) und dann noch die Anschläge an denen der innere Schalthebel hängen bleiben soll (6. Bild).

Da offensichtlich die Zentrierfeder des Schalthebels und die kleine Feder welche die Schaltklinke auf der Walze halten soll ok sind (die brechen auch gern mal) würde ich folgendermaßen vorgehen:

1. Den Rasthaken an der Schaltklinke geringfügig nach innen in Richtung Schaltwalze biegen so dass weniger die Gefahr besteht dass die Stifte dran vorbeikommen. Er muss aber unbedingt frei gehen und darf keinesfalls in die Bohrung der Walze einhaken können sonst geht nichts mehr!

2. Nach Lösen der Klemmschrauben welche die Lagerplatte mit dem Zentrierstift und den Anschlägen für den inneren Schalthebel halten diese so einstellen das der Hebel mit ganz wenig Spiel am Anschlag ist wenn oben an der Schaltwalze beim Einlegen des Gangs der Stift auf dem Haken der Klinke sitzt. Und zwar vor allem beim Runterschalten weil man da meist mehr Kraft am Hebel hat. Wenn der Anschlag eingestellt ist die Klemmschrauben mit Loctite und dem vorgeschriebenen Drehmoment wieder festziehen. Beide Anschläge prüfen und ggf. ausmitteln. Wenn Du es so nicht befriedigend hinbekommst besteht theoretisch noch die Möglichkeit die Anschläge an der Platte etwas nachzubiegen. Sollte aber eigentlich nicht nötig sein es sei denn die wären bei einem Unfall o.ä. irgendwann mal verbogen worden...

3. Zum Schluss mit dem verstellbaren Stift am inneren Schalthebel die Neutrallage des Hebels so einstellen dass die Strichmarkierung auf der Klinke (Bild 5) möglichst genau mittig zur Schaltwalze steht. Auf dem Bild würde ich sagen steht die ein Stück zu weit links.

Dann sollte es eigentlich wieder funzen. Die Teile an sich sehen für mich jedenfalls ok aus.

Gruss

Kai

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Hallo Kai,

Auf jeden Fall ist etwas Spiel im Schalthebel, die Rückstellfeder des Schalthebel ist auf jeden Fall mau. Beide Federn kosten 6 Euro, wenn ich den Deckel ab habe tausche ich sie gerade. Ich finde auch dass die Feder der Schaltgabel stärker sein sollte. Bin gespannt wie die neue Feder drückt. Ich mache Bilder, nach 7 Jahren kann da schon was passieren...

Vielen lieben Dank nochmals 

David 

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  • 3 Wochen später...

Hallo zusammen,

 

gestern hatte ich zum ersten mal Zeit um die Duc zu fahren, es funktioniert alles Bestens, schaltet wieder knackig und sauber. Das Gefühl hat sich gegenüber vorher deutlich verändert, hat alles in allem keine 30 Euro gekostet mit den Gelenken von @Lentzei. Wenn ich den Deckel das nächste Mal ab habe tausche ich noch die Kontrollgabel, kostet 15 Euro. Man muss ja Ziele haben (party)

Vielen Dank nochmal !!!

David

 

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  • 5 Jahre später...
vor 1 Stunde schrieb Skrillex1327:

Habe vermutlich heute Ähnliches erleiden dürfen. Jetzt heißt es sofort Teile auf Verdacht bestellen, damit ich am Wochenende zusammenbauen kann. 
Denn Ducati4U steht an…

...inzwischen habe ich die Erfahrung gemacht das die "Schaltklinke" wie ich sie weiter oben genannt habe gerne mal verbiegt. Da man aber die Sollwerte nicht genau kennt bleibt eigentlich nur der Austausch gegen ein Neuteil oder ein gutes Gebrauchtteil. Ich hatte damals nach dem Unfall (bei dem es allerdings sogar den kurzen Schalthebel der außen auf der Schaltwelle im Motor befestigt wird verbogen hatte...) Probleme mit der Schaltbarkeit. Ich habe dann die komplette Schaltmimik aus einer Diavel verbaut die ich relativ günstig bekommen konnte. Passt plug-and-play und schaltet wie Butter wenn alles dann richtig eingestellt ist.

Kai

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vor 10 Minuten schrieb lunschi:

...inzwischen habe ich die Erfahrung gemacht das die "Schaltklinke" wie ich sie weiter oben genannt habe gerne mal verbiegt. Da man aber die Sollwerte nicht genau kennt bleibt eigentlich nur der Austausch gegen ein Neuteil oder ein gutes Gebrauchtteil. Ich hatte damals nach dem Unfall (bei dem es allerdings sogar den kurzen Schalthebel der außen auf der Schaltwelle im Motor befestigt wird verbogen hatte...) Probleme mit der Schaltbarkeit. Ich habe dann die komplette Schaltmimik aus einer Diavel verbaut die ich relativ günstig bekommen konnte. Passt plug-and-play und schaltet wie Butter wenn alles dann richtig eingestellt ist.

Kai

Danke für die Info, ich hatte aber schon vermutet das man auch die Schaltklinke tauschen muss. Einfach für die Sicherheit. Mal schauen was mich das kostet, aber wichtiger ist das ich sie für Oschersleben wieder fit bekomme…

weißt du @lunschi ob man noch Dichtungen etc. Braucht? Habe das Handbuch gerade nicht zur Hand. 
würde sonst die Federn und die Schaltzange bestellen. 

Bearbeitet von Skrillex1327
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