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Durban


Olli m 155

Empfohlene Beiträge

  • 1 Jahr später...

Also „geben“ tut es ihn  schon noch, jedoch macht er wohl nur noch was für „alte Bekannte“.

Hier mal ein Statement von ihm von Anfang März aus dem VTR1000 Forum

Zitat

Erstmal möchte ich einen großen Dank diesem Forum aussprechen, welches bezüglich des geschriebenenen Austausches von Gedanken in Hinsicht auf die Verbesserung von Eigenschaften eines speziellen Motorrades für lange Zeit mein Heimatforum war - vielen Dank auch nochmal nachträglich und unbekannterweise (?) an den Betreiber, welcher diese Platform erstellt hat, und vielleicht noch immer betreibt.
Dass ich jetzt hier schreibe, ist aufgruind eines Telefonates, welches ich vor etwa einer Stunde geführt hatte, und welches mich wieder erinnerte an so manches, was man "da draussen" so sagt. In der Recherche stiess ich dann hier im Forum sehr aktuell darauf, ob es mich ider die "Firma" noch "gibt", was eine relativ philosophische Frage ist, wie ich finde.
Wer die "alten Zeiten", beginnend 2001 noch kennt, der weiß, dass ich mitunter weit ausholen konnte, was mir auch stets ein Anliegen war, Dinge nicht so strikt einseitig, sondern eben umfänglich zu sehen.

Aber um halt mal direkt zum Thema zu kommen, ich bin noch da.
Nur eben nicht in der gewöhnlichen Art und Weise, wie man jemanden ansieht, welcher professionell, also von einer Profession aus in einem "Gebiet" unterwegs ist. Denn heutzutage werden zwei Dinge in denselben Topf geworfen, nämlich "Profession" und "Geschäft". Man geht automatisch davon aus, dass die Leidenschaft eines Menschen für einen Bereich auch gleichzeitig sein "Geschäft" ist, sein muss, sein sollte, sein dürfte. Doch eben das war nie mein Fall. "Geld" war nie mein Fall. Es ist klar, dass wir alle dieses Zeugs (noch) benötigen. Aber es war nie der Mittelpunkt für mich, denn sonst wäre ich jetzt schon garantiert im Materialismus fest gefangen.

 

und weiter

 

Und ich wußte bis vor ein paar Tagen garnicht, dass dieses Forum maßgeblich von Higgens gestaltet wird und wurde 🙂
Also nochmals dicken Dank an ihn, und dass er meine Eskapaden damals so gut "ertragen" hat, denn wer sich noch an die "alten tage" erinnert, der weiß, wie es hier mitunter zuging, und das ich einfach nicht "hinter dem Berg" halte, wie man es so schön sagt.
Wie ich es damals nicht gemacht hatte, nämlich "hinter dem Berg" zu halten, was Sinnigkeit wie Unsinnigkeit von Umbauten an Motorrädern, und im Speziellen hier an der SP1 und 2 anging, und vielleicht noch angeht, so tue ich dieses heute auch nicht im gesamtgesellschaftlichen Zusammenhang.

"Du Kräftiger, sei nicht so still,. Wenn auch sich andere scheuen.« Wer den Teufel erschrecken will,. Der muß laut schreien" Goethe, zahme Xenien

Ich erzähle jetzt einfach einmal, wie die Wandlung in meinem Leben zustande kam, es wird ja viel kolportiert.
Es war so, dass ich zurück kam von einem 14 tägigen Job in Abu Dhabi, ich war bereits das zweite Mal dort, Rennboote der al Mansooris, eines Scheichs der Königsfamilie dort zu programmieren. Ich kann euch erzählen, dass es schlimmeres gibt, als unter gemäßigter Sonne in warmem Wasser Daten zu analysieren, Daten zu interpretieren, und vom Butler hin und her gefahren zu werden. Es gibt wirklich schlimmeres.
Und ich kam zurück nach Hamburg, eigentlich war alles gut, der Hochpunkt: Sex, Drugs and Rock'n Roll, Annerkennung zuhauf, die Magazine schrieben "thorsten, hat du was für uns", etc., doch - ich entwickelte eine Gürtelrose.
Ich hab dann meinen Kollegen, einen Doc angerufen, dass er zu einer Apotheke ein Fax schickt, für ein Rezept dagegen. Er hat's gemacht, ich habe das Zeugs eingenommen.
ER meinte noch: "Gürtelrose, du fühlst dich nicht wohl in deiner Haut".
Und das habe ich dann auch realisiert, nach dem vierten Tag, habe die Antibiotika (Anti-Bio!) abgesetzt, und mich ganz klar entschieden: "jetzt beginnt Leben 2.0".
Was passierte ?
Die Gürtelrose verschwand einfach, sauschnell.
Alles war also eingeleitet. Der Wechsel von Leben 1.0 in 2.0.

Wer sich darunter nichts vorstellen kann, der denke etwa an die Yogis, oder ähnliche, die sind vielleicht bei 5.0. Oder, wer Cineast ist, der erinnere sich an den Film "Inception", wo sie in verschiedenen Traumebenen sind. In Ebene 7 (Lost in Limbo, verloren in der "Bullshit-Realität") hängt man vollkommen fest im Traum, und denkt, es ist echt ..

However, dann begann es, dass ich mir kompolett neu die frage stellte: "was willst du eigentlich hier, worum geht es eigentlich".
Andere die Position genossen, so weiter gemacht, dieses "Business" im Motorradbereich, neue Ideen, auf Dinge zu kommen, auf die sonst keiner kommt - all das fiel mir leicht. Doch es war einfach nicht mehr dasjenige, was ich wollte. 
Und ich kann nur machen, was ich will. Ich bin durch "Geld" nur in Härtefällen zu motivieren.
Und so ging ich den Weg, den ich gehen mußte, hin zu etwas, von dem ich mich immer schon, seit den etwa achten Lebensjahr angezogen fühlte: Wahrheit. Ich hatte das lange unterdrückt, aber langjährige Freundinnen (Partner) meinten oft zu mir: "es kann nicht deine Bestimmung sein, Motorräder zu verbessern". Und so kam es dann schließlich auch, und Auslöser, und vielleicht letzter Wink mit der Zaunlatte, war eben: die Gürtelrose. Dort begann es.

Und ja, ihr wißt es wahrscheinlich besser als ich, was dann für Spekulationen einsetzten. Von einigen beksm ich irgendwann Kenntnis, vieles ist mir wahrscheinlich verborgen geblieben.
Nur soviel für jetzt, etwa ein Hundertstel der gesamten Geschichte konnte ich hier aufgrund der Kürze der Zeit hier darlegen, weit, weit mehr ist noch darin.

Doch wie Higgens schon schrub, ich bin noch da.

Und ich bin auch immer noch der Alte.
Nur in einem anderen Sinne 01.gif

Nur kurz also, und ich werde es vielleicht hier auch noch näher beschreiben - die Leidenschaft für Motorräder ist das Eine, die Verantwortung zu übernehmen (den kleinen Teil, den man immerhin übernehmen kann) für die Entwicklung der "Mensch"heit an sich (sorry für die Anführungszeichen) ist das Andere. Ihr seid nicht geboren als Motorradfahrer, sondern als Mensch. 

Ergo liegt dort eure Verantwortung.

Es mag sich das Alles jetzt hochtrabend anlesen, doch ist es das nicht. Jeder von euch spürt, das irgendwas nicht in Ordung ist. Die Wälder werden abgeholzt wie blöd, die "Nahrung" wird immer giftiger, das Wasser immer untrinkbarer, Alzheimer, Kinderkrankheiten und auch sonstige Krankheiten explodieren zahlenmäßig, die Menschen fallen immer früher um - und sterben.

Für mich jedenfalls ging es irgendwann nicht mehr, ich konnte den DE FAKTO Zustand der "Welt" nicht mehr ignorieren. Ind das begann eben 2010, was in verschiedenen Foren mündete in "Bunkertheorien".
Ich möchte nun nicht abstreiten, dass ich in einem starken Verwirrunmgsgrade mich übergangsweise befand, was allerdings auch einfach dem Umstand geschuldet ist, dass man sich aus der künstlichen Realität entfernt.


Letztens besuchte mich einer der immernoch Größten aus der Motorradbranche, erzählte mir davon, wie er nun dieses oder jenes machen würde, für mehr Leistung, etc., und ich meinte nur zu ihm : "für mich seid ihr alle verrückt".

Es gibt einen gesunden und sinnvollen Level innerhalb des Motorrad-Tunings, aber der ist zumeist indiividuell. Allgemein sinnvolle Änderungen an der Honda SP1 und SP2 möchte ich für euch demnächst hier nochmal zusammenfassen.


Und vielleicht auch noch manch Anderes ...

 

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vor 1 Minute schrieb 9to10:

Wenn ich ehrlich bin, dann kann ich sein Position zum Teil nachvollziehen - liegt wohl am Alter 😉

Ich kann es schon auch nachvollziehen so ist es nicht.

Der Unterschied ist nur das ich mich dieser Realität nicht hingebe, zumindest noch nicht. Wenn man das nämlich tut wird man auf keinen Fall glücklicher, weil man nun mal in nem Umfeld lebt indem man quasi der einzige ist der so denkt und handelt und somit auch absolut keinen Impact hat, ob man sich das einredet oder nicht ändern daran nichts. Nicht umsonst sagt man gerne das dumme Leute glücklicher sind, da steckt schon Wahrheit drinnen, wenn man weniger über alles nachdenkt dann ist das ganze nunmal erträglicher, wenn man einmal die rote Pille geschluckt hat dann wird es sehr schwer das ganze positiv zu betrachten... aber geht vielleicht etwas zu weit in diesem Thread.

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Hi,

in Teilen ist die Stellungnahme wirr. Aus der Sicht des Mainstreams. Mich erinnert das an die Stelle in Matrix wo die Menschen in Energiekapseln am Leben gehalten werden um als Batterie zu fungieren. Eine interessante Theorie, die ich nicht glaube. Meine "Wahrheit" ist das nicht.  Interessanterweise, und das empfinde ich wiederum als philosophisch, ist in einer Folge ein Verräter, der wieder zurück in die Matrix will. Nichts sehen, nichts hören, nichts wissen.

Oder anders gesagt: Wenn ich mir Reportagen anschaue von irgendwelchen Naturvölkern die im Lendenschurz durch die Gegend hüpfen und das Leben mit dem befriedigen der Grundbedürfnisse verbringen, gemeinsam, in Ruhe ohne äußere Zwänge, ohne zu wissen was es sonst noch so gibt auf der Welt, diese Menschen wirken alles andere als unglücklich. Die müssen nicht erreichbar sein und jeden Tag irgendwelche Katastrophen regeln, entscheiden weil es sonst keiner kann, sind entspannt, fröhlich, im Grunde glücklich. Ich habe das Gefühl, da werde ich nie hinkommen. Weil ich das nicht will, ich will den Kommerz, Sachen erleben und machen. Die Kohle aus dem Fenster feuern wenn mir danach ist. Und dafür hänge ich an der Eieruhr, drehe ich das Hamsterrad nicht mehr ist Feierabend, da ist das erreichte in Rekordzeit weg. 

Ich weiß das, ich lebe damit. Meinen Mittelweg habe ich noch nicht gefunden. Aber den Weg der Urvölker werde ich nie beschreiten können, weil anders als die Urvölker. habe ich gesehen was es in der Welt gibt. Habe am Lolli schon geleckt. Mehrfach. Und der kann süß und lecker sein. Für mich sehr lecker

David 

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@Flotter Otto  Sehr gut beschrieben, das war auch mein Anfangsgefühl beim Lesen. Aber das änderte sich abrupt, als er damit anfing, Krankheit ins Spiel zu bringen. Ich will es so sagen, wir alle sind keine Maschinen und egal was man will und anpackt, es gehört eine Priese Leidenschaft und Glück dazu, dass man aus der Nummer immer wieder unbeschadet herauskommt und weitermachen kann, als würde die Anstrengung und der Stress an uns, ohne Spuren zu hinterlassen, abprasseln. Fehlt der Gegenpol, wie ich denke, dass es beim Durbahn so war, macht der Kopf und der Körper irgendwann nicht mehr mit.

Ich finde es gut, dass er sich umorientiert hat, denn man lebt nur einmal und es gibt soviele Dinge die man außerhalb der motorisierten Zweiradwelt erleben und exzessiv verfolgen kann. Das Schwerste ist halt, einen Strich zu ziehen, wenn man schon soviel aufgebaut hat. Ich hätte warscheinlich versucht, das Ganze unter einem anderen Geschäftsführer weiterlaufen lassen und mich unter Zuhilfenahme der ja weiterhin eintrudelnden Lorbeeren erholt und andere Betätigungsfelder gesucht.

Je mehr man !privat! besitzt und je mehr man Verantwortung für andere(s) übernimmt, desto lenkbarer in einer Gesellschaft wird man. Siehe Hausbesitz, Familie, Kinder, teure Motorräder, etc... 

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Ich finde da ist gar nichts wirr, er hat nur auf Warnsignale reagiert, und das konsequent. Der Körper lügt nie, der hat ihn eben mal raus genommen aus seinem Leben, und die Gürtelrose wird nicht das erste Anzeichen gewesen sein. Da wird ihm jemand erzählt haben was eine Gürtelrose bedeuten kann (waeum man die bekommt)! Der wird richtig alle gewesen sein.

Eine Freundin von mir ist gerade auf Reha, die hat von der Gürtelrose eine  Virale Hirnhautentzündung bekommen, Koma usw. Keine körperlichen Schäden, Psyche kann ich noch nicht einschätzen.

Mein langjähriger Freund Jockel ist gerade auf Reha, bakterielle Hirnhautentzündung, Koma, war komplett  taub, rechtes Bein taub, rechte Gesichtshälfte hängt. Auf einem Ohr kann er jetzt ganz schwach hören, und geht in einem Gehgestell.

So schnell gehts!

Denke der Durban hat sich einfach nur genullt oder nullt sich gerade, nachdem er realisiert hat, dass er nicht sein Leben lebt. Das Leben wird für ihn nicht schlechter, nur anders. Und er wird auch mit Mopeds irgendwie weitermachen, hat er ja auch geschrieben. Das ist seine Leidenschaft, er wird nur einen anderen Weg gehen.

Ein besonderer und im guten Sinne radikaler Typ ist er ja immer gewesen, da wundert mich der radikale Umschwung nicht. Er redet ja auch nichts schlecht, im Gegenteil.

Der versucht nur das zu machen wozu er meint wirklich da zu sein. Das kann jeder für sich selbst entscheiden, solange es ihm gut tut. Der Durban befindet sich in einem laufenden Prozess der Findung, meine Meinung.

Zu dem Thema kann ich das Buch „Das Cafe am Rande der Welt“ empfehlen. Gut geschrieben. Ist nur ne Geschichte nichts Esoterisches o.ä.

Ab einem gewissen Alter kommen die Einschläge eben näher und werden heftiger, da ist es nicht unklug mal umzudenken!

Gruß, Klausi!

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