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Reparatur Limastecker


lunschi

Empfohlene Beiträge

Hallo Forum,

jetzt also die Story zur Reparatur der Lima-Kabelverbindung. Achtung, lang und viele Bilder! Vielleicht bitte ich noch die beste Ehefrau von allen, daraus was in html zu machen und auf die Website zu stellen wenn Sie mal gut drauf ist.

Also - viele Testastretta-Fahrer (und vielleicht auch noch andere) werden es kennen - der Verbindungsstecker zwischen Lima und Gleilchrichter trieft von Motoröl und sieht auch leicht verschmort aus.

1.JPG1.JPG

Aber wo kommt das Öl her? Der Motor an sich ist trocken, genauso wie das Kabel da wo es aus dem Motor rauskommt (Gummistöppel mit drei Bohrungen wo die drei gelben Kabel rauskommen)?!?

Also den Limadeckel runtergerissen...

3.JPG3.JPG

Vorher natürlich Kühlwasser und Öl raus weil sonst gibts Sauerei. Den Deckel vorsichtig abziehen - es gibt an drei Stellen auch Gussnasen an denen man von hinten vorsichtig mit einem Holzstab und einem leichten Hammer gegenklopfen kann um das zu unterstützen. Ist er ersmal gelöst kann man ihn mit einem kräftigen Ruck von Hand abziehen. Dann aufpassen wenn man den neueren Limadeckel hat (ab Bj 2011 glaube ich) bei dem das Zwischenzahnrad vom Anlasser zusätzlich noch im Limadeckel gelagert ist! Dann nämlich kann es passieren dass die Achse vom Zwischenrad im Deckel steckenbleibt und die dicke U-Scheibe die hinter das Zwischenrad gehört fällt dann runter und liegt unten im Öl wie der aufmerksame Beobachter hier sehen kann:

4.JPG4.JPG

Um das wieder reinzufummeln hab ich den Anlassermotor ausbauen müssen. Ich glaub nicht das es geht ohne den Anlasser auszubauen...

So und dann liegt es vor uns das Übel.

5.JPG5.JPG

Die drei Schrauben die den Stator am Deckel halten und die zwei Befestigungsschrauben der Kabelhalterung rausdrehen und dann haben wir den Stator nackt.

6.JPG6.JPG

Jetzt muss man Mut fassen und die drei gelben Kabel abknipsen damit die Isolierschläuche runter gehen (dazu auch die kleine Halteschelle lösen).

7.JPG7.JPG

So und da haben wir die Übeltäter:

8.JPG8.JPG

Das ist die Stelle wo das Öl in die Kabel eindringt!!! Die Crimpteile sind zwar vercrimpt und verlötet aber die Kabelenden sind nicht zusätzlich abgedichtet. Dort dringt Öl zwischen Isolierung und Litzen ein und wandert nach außen bis zum Stecker. Dauert meist ein paar Jahre aber irgendwann ist es soweit... Stecker und Crimpkontakte sehen dann so aus:

10.JPG10

Und weiter gehts! Die Crimpverbinder werden vorsichtig mit einem kleinen scharfen Seitenschneider geöffnet und dann von den Wicklungsdrähten abgelötet:

9.JPG9.JPG

Die Enden der Wicklungen (Kupferlackdraht) werden so gut es geht vom Lötzinn befreit damit sie wieder einwandfrei vercrimpt werden können. Dann werden die neuen Kabel (Bezugsquellen usw. siehe unten!) am Ende abisoliert und an die Wicklungsdrähte wieder angecrimpt:

11.JPG11.JPG

Die Crimpstellen werden dann noch zusätzlich verlötet.

Jetzt kommt aber das wichtigste - die Abdichtung. Ich habe dafür das bewährte Ducati-Threebond genommen. Ich hoffe mal das es hält; vielleicht hat jemand aber auch andere Ideen von dauerplastischen, ölbdeständigen Dichtmassen die man dafür nehmen könnte. Also die Crimpverbindung mit Schmotze eingeschmiert:

13.JPG13.JPG

...und anschließend mit ölbeständigem Schrumpfschlauch (wichtig - muss ölbeständig sein, normaler Schrumpfschlauch ist das nicht!!!) eingeschrumpft.

14.JPG14.JPG

Das natürlich mit allen dreien machen!

15.JPG15.JPG

Das Threebond quillt am Ende etwas heraus, das macht aber nichts. Mindestens 24 Stunden aushärten lassen. Dann die Schutzschläuche wieder aufziehen (passen problemlos über die Schrumpfschläuche) und mit der kleinen Schelle befestigen. Schraube der Schelle mit Loctite einkleben! Nicht zu fest beiziehen, das Statorblech ist weich!

Jetzt kommt das Einpassen in den Limadeckel dran. Also den Stator provisorisch wieder verschrauben und die Kabelhalterung ebenfalls einbauen. Dann wird der Gummistöppel (der vorher mit Bremsenreiniger gründlich entfettet wurde) auf die drei Kabel aufgezogen und positioniert.

16.JPG16.JPG

17.JPG17.JPG

Am Austritt aus dem Gummi habe ich die Kabel dann mit Sekundenkleber im Gummi fixiert

18.JPG18.JPG

Und auf der Innenseite (nachdem der Stator wieder vom Limadeckel getrennt wurde) mit Threebond abgedichtet.

19.JPG19.JPG

Jetzt kann (wenn das Threebond ausgehärtet ist) der äußere Schutzschlauch wieder aufgezogen werden und die Kabel gleichmäßig abgelängt und mit den dazugehörigen Crimpkontakten (siehe auch ganz unten) versehen werden.

21.JPG21.JPG

Weil Kabel und Crimpkontakte auf der Reglerseite auch nicht mehr wirklich gut aussahen habe ich die Kabel gekürzt und mit Crimp-Stoßverbindern und neuen Kabeln wieder verlängert. Die Stoßverbinder habe ich wegen der hohen zu erwartenden Ströme noch zusätzlich verlötet. Dann die Kabel wieder abgelängt und mit den passenden Crimpkontakten versehen.

20.JPG20.JPG

Dann noch die Steckergehäuse drauf und - voila! Die Zuordnung der Stecker zu den Steckplätzen ist übrigens völlig wurscht, funktioniert immer.

22.JPG22.JPG

Zum Abschluss den Stator wieder im Deckel verbauen (Schrauben mit Loctite sichern!), den Gummischnussel mit Dichtmasse einschmieren:

24.JPG24.JPG

...an seinen Platz und mit der Kabelhalterung befestigen. Wie man auf den Bildern sieht hat sich zwischendurch die Dichtfläche von Limadeckel und Motorgehäuse wie durch Zauberei von alten Dichtmasseresten befreit (Bremsenreiniger und viel Geduld...). Daher kann (und sollte) der Deckel auch gleich wieder an seinen Platz. Das Thema mit der Starter-Zwischenwelle war ja geklärt, die U-Scheibe an ihrem Platz und die Dichtfläche des Deckels mit neuer Pampe eingschmiert.

25.JPG25.JPG

Also dran, alle Schrauben wieder rein und fertig. Vorher muss aber die Welle der Wasserpumpe mit dem Mitnehmer auf der Zwischenwelle ausgerichtet werden damit der Deckel problemlos drangeht.

26.JPG26.JPG

Erfahrungs- bzw. Haltbarkeitsbericht folgt...

Das Kabel habe ich bei Conrad gekauft (Lapp Ölflex 205 SC, bis 205°C geeignet und ölbeständig). Der Kabelquerschnitt ist 2,5 mm2, genau wie beim Serienkabel. Leider hatte Conrad das Kabel nicht in gelb, daher habe ich weiß genommen. Stecker und Crimpverbinder habe ich von X-Mas aus Wien bezogen. Die hier gezeigten Stecker sind leider nicht genau die richtigen (also wie die originalen) - die gibts aber auch beim X-Mas, man muss nur bissl weiter nach unten scrollen als ich Depp. Auch die Stoßverbinder sind von X-Mas.

Ach so, ganz wichtig - zum Vercrimpen der Kabel mit den Wicklungs-Lackdrähten habe ich halbierte Stoßverbinder genommen, geht einwandfrei! Man sollte halbwegs professionelle Crimpwerkzeuge zur Verfügung haben, mit Baumarktzeug würde ich sowas nicht machen.

Zum Schluss noch eine Bemerkung: natürlich braucht man nicht wie ich das halbe Moped zu zerlegen um diese Reparatur zu machen (also Auspuff ab und so weiter) aber ich habe das hier im Zuge einer großen Inspektion mit anderen Arbeiten gemacht daher also die Großbaustelle.

Und: wer das hier an seinem Moped nachmacht arbeitet selbstverständlich auf eigene Gefahr. Ich zeige nur was ich gemacht habe, ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit.

Kai

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Hallo Kai,

Klasse Bericht ,vielen Dank für die Mühe.

Noch eine kleine Ergänzung: Auch beim SF verschmoren die Kabel am Reglerstecker.(ohne das da Öl rankommt).

Ursache sind vermutlich Kontaktprobleme/Wackler.

Darum sollte diese Stelle auch beim SF im Auge behalten werden , ich musste in ähnlicher Weise wie Du vorgehen, Stecker erneuert

Gruss

 

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Super Dokumentation! Werd ich vielleicht etwas anders machen. Da der Stecker wie schon erwähnt etwas locker sitzt, mache ich vielleicht eine andere Verbindung rein.

Steht aber noch in den Sternen.

Vielleicht kann man eine härtende Flüssigkeit in den Stecker mit einer dünnen Nadel einspritzen. Damit wäre auch ein Durchfluss des Öls wenigstens gestopt.

Wer eben nicht murksen will, machts richtig (ok)

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  • 1 Monat später...

"Schöner" Zufall. Gestern bei der Saisonvorbereitung gesehen, das mein Stecker hin ist und das Kabel Richtung Gleichrichter auch.

Die Superseal Stecker waren mit zu klein. Der normale Superseal Stecker ist für 2,5mm^2 Kabel ausgelegt. Maximal sollten da 14A drüber gehen dürfen. Das könnte möglicherweise knapp werden, die Lichtmaschine müsste 290 Watt haben.

Ich hab mir daher stattdessen den AMP Seal 2,8 Stecker gekauft:

http://www.ebay.de/itm/321654134173

 

So kann man zumindest davon ausgehen, dass die fließenden Ströme passend sind. Zudem sollte der Stecker deutlich besser gegen Vibrationen halten, als die normalen 3 Poligen Verbinder.

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@Jace25:

290 Watt? Das war mal vor 20 Jahren oder so. Heutige Limas haben in der Größenordnung von 450 W. Mein Tipp: der 2,8er Stecker ist zu klein, der wird auch abrauchen. Vibration ist hier gar nicht das Thema. Das Thema sind 30 A und mehr und dann noch das Öl was aus dem Kabel tropft.

Gruss

Kai

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  • 4 Monate später...
  • 2 Monate später...
6 hours ago, lunschi said:

@V2 Leitwolf :

...was fürn Moped? 1X98? Die einzige Stelle die ich da kenne wo so ein Stecker dran ist ist die Antenne der Wegfahrsperre...

Gruss

Kai

Ja 1x98.

öldrucksensor hat auch so nen Stecker.

genauso wie die Geschwindigkeitsensoren. 

Aber wie gesagt, bei mir hab ich keinen fehlenden Stecker gefunden, und gelaufen is die Maschine auch problemlos.

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Im Moment fahre ich gar nicht mehr. Gestern beim Test nach Tausch des Reglers und Steckers ist die Gute beim Überholen bei knapp 150 Km/h mit einem Schlag ausgegangen. Zündung und Dash gehen gar nicht mehr. Alles platt bis auf das Licht der Wegfahrsperre. 

Am allerschlimmsten waren die Kommentare beim aufladen in den Hänger von der Japanerfraktion. Morgen erstmal beim Schilling anrufen.

Sicherungen alle gut. Batterie auch gut. Überbrücken wollte sie auch nicht. Hab vor lauter Verzweiflung sogar mal ne andere Ecu drangeschraubt. 

Das war vielleicht ein :@ Wochenende. 

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  • 1 Monat später...
  • 8 Monate später...

...noch mal ein Nachtrag zu der ganzen Reparaturgeschichte: Leider war die Freude nicht von großer Dauer. Nach kurzer Zeit sabberte schon wieder Öl am Stecker raus. Anscheinend ist es mir nicht gelungen das Kabelende am Stator tatsächlich wirklich dauerhaft öldicht zu bekommen.

Ich hab jetzt das Ganze noch mal gemacht nur diesmal habe ich das Kabel durch nachgelötete Stoß-Crimpverbinder unterbrochen die genau in der Gummidurchführung im Limadeckel mit Silikondichtmasse eingeklebt sind. Das ist bisher absolut dicht. Ob mir da irgendwann mal die gelöteten Kabel abvibrieren muss abgewartet werden.

Kai

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  • 1 Jahr später...
Am 8.1.2018 um 23:09 schrieb lunschi:

Hallo Forum,

jetzt also die Story zur Reparatur der Lima-Kabelverbindung. Achtung, lang und viele Bilder! Vielleicht bitte ich noch die beste Ehefrau von allen, daraus was in html zu machen und auf die Website zu stellen wenn Sie mal gut drauf ist.

Also - viele Testastretta-Fahrer (und vielleicht auch noch andere) werden es kennen - der Verbindungsstecker zwischen Lima und Gleilchrichter trieft von Motoröl und sieht auch leicht verschmort aus.

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Aber wo kommt das Öl her? Der Motor an sich ist trocken, genauso wie das Kabel da wo es aus dem Motor rauskommt (Gummistöppel mit drei Bohrungen wo die drei gelben Kabel rauskommen)?!?

Also den Limadeckel runtergerissen...

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Vorher natürlich Kühlwasser und Öl raus weil sonst gibts Sauerei. Den Deckel vorsichtig abziehen - es gibt an drei Stellen auch Gussnasen an denen man von hinten vorsichtig mit einem Holzstab und einem leichten Hammer gegenklopfen kann um das zu unterstützen. Ist er ersmal gelöst kann man ihn mit einem kräftigen Ruck von Hand abziehen. Dann aufpassen wenn man den neueren Limadeckel hat (ab Bj 2011 glaube ich) bei dem das Zwischenzahnrad vom Anlasser zusätzlich noch im Limadeckel gelagert ist! Dann nämlich kann es passieren dass die Achse vom Zwischenrad im Deckel steckenbleibt und die dicke U-Scheibe die hinter das Zwischenrad gehört fällt dann runter und liegt unten im Öl wie der aufmerksame Beobachter hier sehen kann:

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Um das wieder reinzufummeln hab ich den Anlassermotor ausbauen müssen. Ich glaub nicht das es geht ohne den Anlasser auszubauen...

So und dann liegt es vor uns das Übel.

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Die drei Schrauben die den Stator am Deckel halten und die zwei Befestigungsschrauben der Kabelhalterung rausdrehen und dann haben wir den Stator nackt.

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Jetzt muss man Mut fassen und die drei gelben Kabel abknipsen damit die Isolierschläuche runter gehen (dazu auch die kleine Halteschelle lösen).

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So und da haben wir die Übeltäter:

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Das ist die Stelle wo das Öl in die Kabel eindringt!!! Die Crimpteile sind zwar vercrimpt und verlötet aber die Kabelenden sind nicht zusätzlich abgedichtet. Dort dringt Öl zwischen Isolierung und Litzen ein und wandert nach außen bis zum Stecker. Dauert meist ein paar Jahre aber irgendwann ist es soweit... Stecker und Crimpkontakte sehen dann so aus:

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Und weiter gehts! Die Crimpverbinder werden vorsichtig mit einem kleinen scharfen Seitenschneider geöffnet und dann von den Wicklungsdrähten abgelötet:

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Die Enden der Wicklungen (Kupferlackdraht) werden so gut es geht vom Lötzinn befreit damit sie wieder einwandfrei vercrimpt werden können. Dann werden die neuen Kabel (Bezugsquellen usw. siehe unten!) am Ende abisoliert und an die Wicklungsdrähte wieder angecrimpt:

11.JPG

Die Crimpstellen werden dann noch zusätzlich verlötet.

Jetzt kommt aber das wichtigste - die Abdichtung. Ich habe dafür das bewährte Ducati-Threebond genommen. Ich hoffe mal das es hält; vielleicht hat jemand aber auch andere Ideen von dauerplastischen, ölbdeständigen Dichtmassen die man dafür nehmen könnte. Also die Crimpverbindung mit Schmotze eingeschmiert:

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...und anschließend mit ölbeständigem Schrumpfschlauch (wichtig - muss ölbeständig sein, normaler Schrumpfschlauch ist das nicht!!!) eingeschrumpft.

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Das natürlich mit allen dreien machen!

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Das Threebond quillt am Ende etwas heraus, das macht aber nichts. Mindestens 24 Stunden aushärten lassen. Dann die Schutzschläuche wieder aufziehen (passen problemlos über die Schrumpfschläuche) und mit der kleinen Schelle befestigen. Schraube der Schelle mit Loctite einkleben! Nicht zu fest beiziehen, das Statorblech ist weich!

Jetzt kommt das Einpassen in den Limadeckel dran. Also den Stator provisorisch wieder verschrauben und die Kabelhalterung ebenfalls einbauen. Dann wird der Gummistöppel (der vorher mit Bremsenreiniger gründlich entfettet wurde) auf die drei Kabel aufgezogen und positioniert.16.JPG

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Am Austritt aus dem Gummi habe ich die Kabel dann mit Sekundenkleber im Gummi fixiert

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Und auf der Innenseite (nachdem der Stator wieder vom Limadeckel getrennt wurde) mit Threebond abgedichtet.

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Jetzt kann (wenn das Threebond ausgehärtet ist) der äußere Schutzschlauch wieder aufgezogen werden und die Kabel gleichmäßig abgelängt und mit den dazugehörigen Crimpkontakten (siehe auch ganz unten) versehen werden.

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Weil Kabel und Crimpkontakte auf der Reglerseite auch nicht mehr wirklich gut aussahen habe ich die Kabel gekürzt und mit Crimp-Stoßverbindern und neuen Kabeln wieder verlängert. Die Stoßverbinder habe ich wegen der hohen zu erwartenden Ströme noch zusätzlich verlötet. Dann die Kabel wieder abgelängt und mit den passenden Crimpkontakten versehen.

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Dann noch die Steckergehäuse drauf und - voila! Die Zuordnung der Stecker zu den Steckplätzen ist übrigens völlig wurscht, funktioniert immer.

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Zum Abschluss den Stator wieder im Deckel verbauen (Schrauben mit Loctite sichern!), den Gummischnussel mit Dichtmasse einschmieren:

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...an seinen Platz und mit der Kabelhalterung befestigen. Wie man auf den Bildern sieht hat sich zwischendurch die Dichtfläche von Limadeckel und Motorgehäuse wie durch Zauberei von alten Dichtmasseresten befreit (Bremsenreiniger und viel Geduld...). Daher kann (und sollte) der Deckel auch gleich wieder an seinen Platz. Das Thema mit der Starter-Zwischenwelle war ja geklärt, die U-Scheibe an ihrem Platz und die Dichtfläche des Deckels mit neuer Pampe eingschmiert.

25.JPG

Also dran, alle Schrauben wieder rein und fertig. Vorher muss aber die Welle der Wasserpumpe mit dem Mitnehmer auf der Zwischenwelle ausgerichtet werden damit der Deckel problemlos drangeht.

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Erfahrungs- bzw. Haltbarkeitsbericht folgt...

Das Kabel habe ich bei Conrad gekauft (Lapp Ölflex 205 SC, bis 205°C geeignet und ölbeständig). Der Kabelquerschnitt ist 2,5 mm2, genau wie beim Serienkabel. Leider hatte Conrad das Kabel nicht in gelb, daher habe ich weiß genommen. Stecker und Crimpverbinder habe ich von X-Mas aus Wien bezogen. Die hier gezeigten Stecker sind leider nicht genau die richtigen (also wie die originalen) - die gibts aber auch beim X-Mas, man muss nur bissl weiter nach unten scrollen als ich Depp. Auch die Stoßverbinder sind von X-Mas.

Ach so, ganz wichtig - zum Vercrimpen der Kabel mit den Wicklungs-Lackdrähten habe ich halbierte Stoßverbinder genommen, geht einwandfrei! Man sollte halbwegs professionelle Crimpwerkzeuge zur Verfügung haben, mit Baumarktzeug würde ich sowas nicht machen.

Zum Schluss noch eine Bemerkung: natürlich braucht man nicht wie ich das halbe Moped zu zerlegen um diese Reparatur zu machen (also Auspuff ab und so weiter) aber ich habe das hier im Zuge einer großen Inspektion mit anderen Arbeiten gemacht daher also die Großbaustelle.

Und: wer das hier an seinem Moped nachmacht arbeitet selbstverständlich auf eigene Gefahr. Ich zeige nur was ich gemacht habe, ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit.

Kai

Oh nein... wo sind die Bilder hin???

So ein toller Beitrag, aber die Bilder zeigt es nicht mehr an!

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vor 2 Stunden schrieb duc4eva:

Oh nein... wo sind die Bilder hin???

So ein toller Beitrag, aber die Bilder zeigt es nicht mehr an!

Tja... Ich muss leider zugeben meine tolle Reparatur hat auch nicht ewig gehalten. Dann kam doch wieder Öl am Stecker raus. Man bekommt das Kabel am Ende wo es mit dem Stator verlötet wird irgendwie nicht vernünftig abgedichtet. Ich vermute dass die Silikonpampe an der Kabelisolierung nicht ordentlich haftet und da das Öl drunterkriecht.

Inzwischen bin ich eine Stufe weiter - ich habe da wo die Kabel durch die Gummidurchführung im Limadeckel gehen verlötete Crimpverbinder eingefügt. Das ist dann zwar dicht aber wenn man neuere Limaregler verbaut (keine Kurzschlussregler sondern die neuere Schaltreglervariante) dann verschmoren immer die Gummidurchführungen nach kurzer Zeit weil das Gummi durch den Rußanteil anscheinend leitend ist und nicht richtig isoliert.  Da gibt es dann Kurzschlüsse. Als Zwischenlösung habe ich aktuell wieder original-Statore mit öligem Stecker drin; ich arbeite aber an einer Endlösung die dicht und isolierend ist.

Die Bilder habe ich noch irgendwo auf dem Rechner glaub ich also wenn Du sie wirklich noch brauchst dann lade ich sie nochmal hoch.

Gruss

Kai

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vor 59 Minuten schrieb duc4eva:

Danke für die Rückmeldung!

die Bilder würden mich interessieren da ich es auch so durchführen wollte.

allerdings schade das es nicht hält.

aber die Bilder nehm ich trotzdem und grübel dann mal ein wenig mit ob ich evtl auch eine Idee dazu habe!

danke 👍

So ich hab den Anfangspost für Dich restauriert und die Bilder wieder eingefügt. Aber wie gesagt - dauerhaft funktionieren tut es so auch nicht...

Meine aktuelle Idee ist das Gummiteil durch eins aus Plastik zu ersetzen. Ich will das Gummi abformen und dann aus Epoxy (UHU Plus, das ist ölbeständig) neu abgießen. Dort dann Crimpverbinder mit Threebond einkleben. Das sollte gehen.

Kai

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  • 1 Monat später...

Ich habe mir auch mal ein paar Gedanken dazu gemacht. Also, das Öl läuft durch den Isoliermantel des Kabels an den Litzen vorbei zum Stecker. D.h. am besten entfernt man den Isoliermantel und die Litzen🤣. Wenn man das jetzt tatsächlich tut, aber nur in einem Bereich wo es nicht "weh" tut, dann müßte es funktionieren.

Man könnte nur durch den Gummiaustritt drei Messingstifte legen. An diese ließen sich die Kabel anlöten bzw. anstecken oder crimpen. Dann ginge das Öl durch das Kabel nur noch bis zum Messingstift, was ja egal wäre. Jetzt müßten nur noch die Messingstifte im Gummaustritt durch Threbond abgedichtet werden. Ich würde die Messingstifte bevor ich sie in den Gummiaustritt stecke an das Kabel anlöten, da die Löthitze ja wahrscheinlich das Gummi beschädigt. Von außen würde ich dann Steck/Crimpverbinder nehmen. So könnte es funktionieren.

Leider habe ich jetzt vor einer Woche meinen Limadeckel wieder zugemacht. Mal sehen, ob ich ihn wieder aufmache.

Die Reste der alten Dichtmasse piddel ich mit den Fingern ab. Für den letzten Rest nehme ich ein altes Frottierhandtuch. Ging bei mir wunderbar.

Wilfried

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Auch wenn das ja vielleicht ne ganz hübsche akademische Debatte ist. 
Ich möchte mal folgende Frage aufwerfen:

Warum ist es denn bei 1.000en serienmäßigen Mopeds dicht?

Und wenn das so ist, warum macht man‘s dann nicht genauso?

 

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  • 9 Monate später...

Muss das Thema leider mal hervorholen. Bei meiner 998 kommt ebenfalls Öl aus besagtem Lima Kabel und der Stecker zum Gleichrichter ist verölt und auch leicht angeschmort.

Das führte bei mir zu Problemen mit dem Drehzahlmesser, der ausfiel, wenn ich Licht einschaltet.

Ich habe mir daher zuerst mal eine neue Masseverbindung an der Abblendlichtlampe gelegt, und danach ging der DZM auch dann, wenn das Licht eingeschaltete war.

Danach allerings fiel der DZM aus, wenn ich zusätzlich zum Abblendlicht den Blinker einschaltete. Nach Ausschluss von Masseproblemen am Licht-/Blinkerschalter kam ich auf die Idee, dass das evtl. ein Problem der Stromlast sein könnte.

Alos habe ich die eh schon alte Batterie gegen eine neue getauscht. Prblem blieb.

Jetzt habe ich das Ganze mal gereinigt und auch einen neuen Gleichrichter verbaut. Alle Fehler sind erst mal weg.

Allerdings ist ja das Grundproblem nicht behoben, das heißt, es wird auch in Zukunft wieder Öl aus dem Lima Kabel in den Stecker laufen.

Meine Frage ist nun, ob das zu einem erhöhten Widerstand in dem Stecker und somit zu neuen Elektro-Problemen führen wird.

Und natürlich, gibt es eine Lösung wie man das dauerhaft dicht bekommt?

Gruß
Roland

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vor 10 Stunden schrieb RolandH.:

...

Und natürlich, gibt es eine Lösung wie man das dauerhaft dicht bekommt?

Gruß
Roland

...neue Lima kaufen? Ich hab das Thema schon mal angegangen aber bisher waren meine Bemühungen leider nicht von langer Haltbarkeit gekrönt... Bin da noch dran.

Kai

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vor 1 Stunde schrieb lunschi:

...neue Lima kaufen? Ich hab das Thema schon mal angegangen aber bisher waren meine Bemühungen leider nicht von langer Haltbarkeit gekrönt... Bin da noch dran.

Kai

Ich habe an meinem Aprilia Flutopferroller feststellen müssen dass auch andere Hersteller das Problem haben. Sogar noch schlimmer weil der Stecker an der tiefsten Stelle hängt, was dazu führt dass der Stecker unter Öl steht. Ist zwar nicht ganz so wild weil es zu keinem Kurzschluss kommt weil es ein gekapselter Stecker ist, aber das Problem selbst, nennen wir sie Lunschi'sche Dochtthematik, ist ebenso vorhanden. 

Ich würde mal gerne wissen wie andere Hersteller das machen. Es muss ja eine Lösung geben...

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Was wäre denn wenn man die Teile der Kabel und Lima die mit Öl in Kontakt kommen verharzt? So wie die Lima selbst ja auch verharzt wurde und dicht ist...

Der Schwachpunkt kann ja nur am Anschluss Limawindung an Kabel sein, auch wenn man es da mit Schrumpfschlauch versucht abzudichten. Du hast normalen Schrumpfschlauch genommen @lunschi? Es gibt ja auch Schrumpfschlauch mit Schmelzkleber

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Am 23.8.2021 um 23:28 schrieb Flotter Otto:

Was wäre denn wenn man die Teile der Kabel und Lima die mit Öl in Kontakt kommen verharzt? So wie die Lima selbst ja auch verharzt wurde und dicht ist...

Der Schwachpunkt kann ja nur am Anschluss Limawindung an Kabel sein, auch wenn man es da mit Schrumpfschlauch versucht abzudichten. Du hast normalen Schrumpfschlauch genommen @lunschi? Es gibt ja auch Schrumpfschlauch mit Schmelzkleber

Ja das ist sicher die Schwachstelle. Ich hatte den Übergang von den Lima-Drähten zum Kabel mit Silikondichtmasse eingeschmoddert und das anschließend in chemikalienbeständigen Schrumpfschlauch eingeschrumpft. Normaler Schrumpfschlauch qillt im Öl auf und löst sich irgendwann komplett auf geht also nicht. Schrumpfschlauch mit Schmelzkleber haben wir in der 4ma; die dort verwendeten Kleber sind aber sehr zähflüssig und würden sicher nicht in die Kupferlitzen reindiffundieren. Ich bin mir sicher das es damit nicht geht; außerdem sind die Schrumpfschläuche mit Kleber die ich bis jetzt gesehen habe nicht ölbeständig.

Leider war das mit dem Silikonzeugs auch nicht dauerhaft dicht. Ich vermute dass die Haftung auf dem Kunststoff der Kabelisolierung nicht ausreicht und auf die Dauer (bzw. recht schnell) Öl durchlässt.

Ich hatte dann probiert die Kabel da wo sie durch den Gummistöppel im Limadeckel gehen zu verlöten (um den "Dochteffekt" zu blockieren) und hatte die in dem Gummi mit Threebond eingeklebt. Das war zwar dicht aber irgendwie ist mir zweimal nach recht kurzer Zeit das Gummi so verschmort das es einen Kurzschluss gab. Ich vermute dass der Gummi bei hoher Temperatur leitfähig wird und es dann einen Kurzschluss gibt. War also auch nichts.

Mein Plan ist jetzt den Gummi durch einen ölfesten Kunststoffstopfen zu ersetzen in den ich die Kabel dann mit Silikonmasse einklebe. Ich wollte versuchen das Gummiding abzuformen und aus Epoxy (also UHU plus) neu abzugießen. Das ist aber ein Winterprojekt...

Kai

p.s.: Im übrigen empfehle ich einen Lima-Regler aus den neueren Modellen zu verbauen weil die keine Kurschluss-Regler sind sondern echte "Abschaltregler". Das bedeutet dass in den Kabeln viel weniger Strom fließt mithin werden die auch längst nicht so warm. Ich hab jetzt in einer 1198 einen Silent-Hektik-Regler drin (leider werden die nicht mehr produziert...), in der anderen einen von der Suzuki V-Strom. Wenn man Regler kauft muss man darauf achten keine China-Nachbauten zu kaufen sondern "echte" Neuware, also als Ersatzteil beim Freundlichen. Die Nachbau-Regler bringen speziell LiFePo's relativ häufig zum Aufgeben weil die Ladespannung wohl oft zu hoch ist. Außerdem (das empfiehlt auch Silent Hektik auf der Website) ist es sinnvoll direkt am Reglerausgang einen dicken Elko anzuschließen der Spannungsspitzen wegfiltert bevor sie den Akku erreichen.

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  • 2 Monate später...

Grmmml… nun ist es bei meine 848 auch soweit. Knapp 7 tkm runter, Moped ist 8 Jahre alt. Über den Winter muss ich da wohl mal ran. Denke ich baue mir die Lima parallel auf Gebrauchtteilbasis trocken auf und tausche dann nur noch. Gibt wohl zwei verschiedene Teile: 26420103A für Evo und 26440523A für normale 848. So hab ich ein Back-up falls was schief geht.

541AAF92-4962-4968-A319-6A1938835BA9.jpeg

 

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@lunschiKai, also heißt das, wenn es am Gummistopfen auch dicht ist, ist das Problem wohl gelöst? Ggf. könnte man auch einadrige (massive) Kupferkabel verwenden, oder spricht da etwas dagegen? Dann hätte man das Thema mit der Leitfähigkeit des Gummi auch nicht.

Ggf. ist eine Kombination aus der hier geposteten Lösung und dieser Lösung von @RolandH. vielversprechend.

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Am 25.8.2021 um 18:13 schrieb lunschi:

. Außerdem (das empfiehlt auch Silent Hektik auf der Website) ist es sinnvoll direkt am Reglerausgang einen dicken Elko anzuschließen der Spannungsspitzen wegfiltert bevor sie den Akku erreichen.

welchen Elko würdest du da empfehlen ??

Danke 

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  • 2 Jahre später...

Also ich hole das Thema aus aktuellem Anlass noch mal hoch nämlich um interessierten Leuten die (funktionierende) Lösung vorzustellen die ich am Ende gefunden habe.

Also im Prinzip habe ich nichts geändert nur das Gummidurchführungsteil was bei mir immer Probleme gemacht hatte habe ich ersetzt und zwar gegen sowas hier:27.JPG

Ich habe das mit einer etwas umständlichen Prozedur zunächst als 3D-Druck-Teil erzeugt, abgeformt und mit UHU-Plus als Epoxy-Formmasse ausgegossen und zum Schluss die Bohrungen angebracht und das Ganze etwas versäubert. Darauf will ich hier jetzt aber nicht im Detail eingehen.

So und in dieses Teil kommen dann die verlöteten Crimp-Stoßverbinder zu sitzen die verhindern sollen das Motoröl seinen Weg zum Limastecker findet.
28.JPG

Die Verbinder werden dann in der Durchführung mit Threebond-Silikondichtmasse eingeklebt.
29.JPG

Das Ganze wird dann ganz normal im Limadeckel eingebaut.
30.JPG

31.JPG

Das habe ich so erstmal aushärten lassen und dann zum Anbau des Limadeckels am Motor noch mal wieder gelöst und wiederum mit Threebond am Deckel eingedichtet.

So funktioniert das jetzt an zwei Motorrädern; bei einer 1198 seit zwei Saisons Ohne Anzeichen von Ölleckage oder auch nur Schwitzen und bei meiner diese Saison auch ohne Probleme.

Kai

Bearbeitet von lunschi
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  • 3 Wochen später...

@lunschi Ich bin gerade davor mein Anlasser-Zwischen-Zahnrad auf die Version ab 2011 umzubauen. Sprich von einseitig gelagert auf zweiseitig gelagert.

Muss dazu der Stator-Magnet zwingend demontiert werden oder kann ich die Welle (grün) des rot markierte Zahnrads auch ohne Demontage des blau markierten Stator ausbauen?

 

image.thumb.png.585f53bebf012512f452c1d649ddbcc1.png

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@schedde :

Wenn Du von der fliegenden Lagerung umbauen willst muss sowieso erst der Limarotor runter weil Du sonst die Achse vom Zwischenrad gar nicht rausbekommst. Also in der Reihenfolge:

- Limarotor ausbauen
- Zwischenrad ausbauen
- Achse vom Zwischenrad ausbauen

Zum Zusammenbau kannst Du Dir dann aussuchen ob Du den Limarotor oder den Anlasser ausbaust. Weil Du aber zum Zerlegen den Rotor sowieso schon gezogen hast geht es also so weiter:

- neue Achse vom Zwischenrad provisorisch in die Gehäusebohrung stecken
- Zwischenrad einbauen
- Limarotor auf die Kurbelwelle stecken
- Achse vom Zwischenrad wieder rausziehen weil die sonst im Weg ist
- Mutter vom Limarotor festziehen (330 Nm!)

So und wenn Du jetzt vermeiden willst den Anlassermotor auch noch auszubauen dann musst Du

- einen kleinen Drahthaken basteln und den Distanzring hinter dem Zwischenrad irgendwie reinfummeln und
- die Achse vom Zwischenrad wieder reinfummeln.

Alternativ kannst Du natürlich den Anlasser ausbauen dann ist es wesentlich einfacher das Zwischenrad mit dem Distanzring und der Achse einzubauen. Danach den Anlasser wieder einbauen.

Ich empfehle für die Demontage und Montage des Schwungrads den Gegenhalter von BGS Tools zu verwenden der ist gar nicht soo teuer (70 Euro) und man braucht den doch ab und an mal und damit ist es echt easy auch ohne Schlagschrauber und irgendwelche Klimmzüge die Mutter zu lösen und auch wieder auf das korrekte Drehmomente von 330 Nm festzuziehen. Das Drehmoment sollte man auch unbedingt einhalten weil es echt blöd ist wenn sich die Mutter im Betrieb löst weil nicht genug festgezogen. Noch blöder ist es wenn der Kurbelwellenstumpf abreißt weil man es mit dem Festziehen mit dem Schlagschrauber ohne das zu merken übertrieben hat. Das ist tatsächlich schon mehrfach vorgekommen! Die Mutter soll auch mit Loctite-Buchsenkleber eingesetzt werden das sollte man auch tun.

Pass aber unbedingt auf die blöde Anlaufscheibe des Nadellagers vom Anlasserfreilauf auf!! Die unbedingt bei der Montage mit zähem Fett am Primärantriebszahnrad festkleben weil wenn die beim Montieren unbemerkt auf die Welle runterfällt hat man fast sicher nach einer Weile teure Kollateralschäden.

Kai

 

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