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mc_east

Unfallmaschine als unfallfrei verkauft

Empfohlene Beiträge

Moin Zusammen!

 

Meine 1098S macht mich momentan nicht gerade glücklich... nach dem ich einen Pleuellagerschaden hatte, habe ich beim Umbau heute feststellen müssen, dass die Maschine nicht unfallfrei ist. So wurde sie aber verkauft. Bilder im Anhang.

Mit dem Händler (gekauft vor 12 Monaten, Maschine war 8 davon weg zwecks der Pleuellagerreperatur) spreche ich am Montag. Gezahlt habe ich 8300 km mit 28 000 km.

 

Welchen Wertverlust schätzt ihr? Welche Summe würdet ihr als Erlass verlangen?

Rücktritt vom Kaufvertrag fällt für mich aus, ich habe bereits soviel an dem Teil umgebaut...

 

Viele Grüße

IMG-20180414-WA0022.jpg

20180414_144008.jpg

20180414_105332.jpg

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...also diese Schäden wären mir auch bei oberflächlicher Besichtigung der Maschine recht schnell aufgefallen. Sowas als unfallfrei zu verkaufen wäre schon etwas dreist. Gibt es auch noch Kampfspuren am Rahmen (verbogener Lenkanschlag, verbogene bzw. sichtbar gerichtete Fussrastenaufnahmen für die Fahrerrasten)? Achte z. B. auf deutlich unterschiedlich eingestellte Lenkanschlagschrauben an der unteren Gabelbrücke obwohl der Lenker links und rechts gleich weit einzuschlagen ist, nicht genau rechtwinklig sitzende Fussrasten usw.. Auch nach Dellen am Rahmen suchen die vom Anschlagen der Gabelrohre stammen könnten.

Womöglich ist hier auch gleich die Ursache für den Pleuellagerschaden zu suchen - die Maschine ist noch zu lange gelaufen als sie auf der Seite lag. Kein Öldruck mehr, Pleuel vorgeschädigt. Sollten am Rahmen Unfallspuren sein ist der gemäß Ducati-Richtlinien theoretisch schrottreif weil Ducati Richtarbeiten am Rahmen grundsätzlich ablehnt.

Das Problem sehe ich allerdings darin, dem Händler nach so langer Zeit nachzuweisen das die Maschine beim Verkauf schon so aussah.

Viel Glück dabei...

Kai

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Telefonier mal mit einem Sachverständigen oder Anwalt.

Da gibt es Richtwerte was Du als Wertminderung geltent machen kannst. Wie lunschi schon sagt ist das Problem das Du das dem Händler nachweisen musst.
Das könnte evt. problematisch werden. Ich würde mal mit dem Vorbesitzer sprechen - evt. kannst Du Dir die Schäden von Ihm bestätigen lassen.

Falls ja hast Du die Wahl die Maschine zurück zugeben oder eine Wertminderung zu verlangen.
Die entscheidung trifft der Kunde - nicht der Händler.

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Darf ich fragen, wie du diese Schramme an der WaPu übersehen hast? Oder hast du die Blind gekauft und liefern lassen?

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Mich wundert es eher, dass ich die Schränke an der Rastenunterseite übersehen habe. Aber da das Moped vom Händler kam, habe ich nicht 100% drauf geschaut. Dumm von mir. Die WaPu sitzt unter der Verkleidung, ich hab keinen Röntgenblick :D

 

Umgebaut habe ich Hebel, Kupplung, Termikomplettanlage, KZ-halter, Blinker, LuFi und Carbonteile... teilweise keine original Teile mehr da :-(

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der vorbesitzer bzw wer auch immer die karre weggeworfen hat, wird hier wohl dreh und angelpunkt werden.

nach einem jahr zu beweisen, dass nicht du der werfer warst, wird ohne ihn schwer bis fast unmöglich werden. auch ist die frage, ob du die aussage des händlers zur unfallfreiheit belegen kannst? gibt es zeugen oder noch besser einen vertrag?

war die verkleidung unter spannung, beim demontieren? schau wie dir oben geraten auch nach anderen anzeichen eines sturzes.

um fristen brauchst du dir erstmal keine sorgen machen, die beginnt mit entdeckung, also am samstag(?).

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Im Vertrag steht Unfallfrei. Das Moped war ja bis letzte Woche 8 Monate beim Schrauber des Händlers, dieser hat auch schon "zugegeben", den kaputten WaPu Deckel gesichtet zu haben. Also was das angeht bin ich etwas entspannt... habe nochmal drüber geschlafen - das Moped behalten - wie blöd bin ich eigentlich? So eine Wundertüte für über 8 Scheine stell ich mir doch nicht in die Garage!

Am Samstag war der Händler schon mal sehr einsichtig, habe ihm die Bilder per Whatsapp geschrieben und er hat sich sofort gemeldet. Alles weitere klären wir heute... wünscht mir Glück :D

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viel glück und nimm dir irgendwen mit, der ein wenig zuhört. egal wen.

was den rest angeht, naja, abwarten und was immer dir im laden angeboten wird, erstmal nach mindestens 10 minuten, alleine, vor dem laden entscheiden.

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Oh man, dann ist ja nun auch klar woher der Pleuellagerschaden kam. Das Motorrad lief wohl noch zu lange im liegenden Zustand. 

Was mich aber echt wundert, wenn man schon so abgefuckt ist und ein Motorrad als unfallfrei verkauft, dann muss man zumindest die defekten Teil austauschen. Ganz ehrlich, so blöd kann man doch nicht sein....! 

Wünsche dir viel Glück heute. Würde mich freuen wenn du uns berichtest wie es weitergeht. 

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Hatte den Händler soeben am Telefon. Er war sehr "kleinlaut" und einsichtig, auch als ich ihm sagte, dass ich vom Kaufvertrag zurücktrete. Er kontaktiert jetzt nochmal den Ducatihändler (ein Bekannter von Ihm) von dem er immer die Maschinen bekommt. Habe ihn dazu auch mal den Namen des Vorbesitzers gegeben. Er meldet sich nachher nochmals bei mir.

Bis jetzt bin ich immer noch entspannt :D

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Huch, das ist ja im Auspuffbereich gelandet. Bitte verschieben :-)

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Servus! Hätte ja auch so ein ähnliches Thema, nur die Schäden glücklicherweise nicht halb so schlimm wie bei dir und konnte mich da auch mit dem gleich einsichtig zeigenden Vorbesitzer einigen und das Moped gegen eine Preisminderung behalten. Worauf ich aber eigentlich hinaus will: habe natürlich auch erstmal eine Zeit lang gegoogelt usw. und habe dabei heraus gefunden das ein als unfallfrei verkauftes Unfallfahrzeug ein arglistig verschwiegener Mangel ist. Bei sowas verjährt die Frist NICHT! Zumindest bei einem Händler geht die deutsche Rechtsprechung davon aus, dass soviel Fachkenntnis und auch Möglichkeiten vorhanden sind, um einschätzen bzw. feststellen zu können, ob es sich um ein Unfallfahrzeug handelt oder nicht. Wenn der Händler dir vertraglich zusichert, dass das Fahrzeug unfallfrei ist, dann haftet/bürgt er automatisch für alle vorherigen Besitzer und sichert zu, dass das Fahrzeug NIE einen Unfall hatte.

Also, sollte sich der Händler doch noch quer stellen, Google am besten nochmal ein bisschen und wirf ihm Aktenzeichen um die Ohren(ok) 

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vor 2 Stunden schrieb mc_east:

Huch, das ist ja im Auspuffbereich gelandet. Bitte verschieben :-)

Habe es verschoben in Allgemeines

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vor 9 Stunden schrieb Kalevra:

Servus! ... Bei sowas verjährt die Frist NICHT! ...

dem würde ich widersprechen.

wobei man anspruch und durchsetzbarkeit unterscheiden muss und ich meine nach 10 jahren ist finito.

ich meine aus dem kopf 1 jahr für die anfechtung der we, aus dem kopf § 123 ivm §124 BGB. kommt aber noch meine ich der §438 dazu und der §199...

ganz ehrlich, ist mir wumpe und ich mag nicht nachschauen, die wichtigste frist ist gewahrt und damit läuft das ganze sowieso. alles andere, wenn soweit und dann macht das einer, der dafür geld bekommt! :::::)

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vor 2 Stunden schrieb VauZwo:

dem würde ich widersprechen.

wobei man anspruch und durchsetzbarkeit unterscheiden muss und ich meine nach 10 jahren ist finito.

ich meine aus dem kopf 1 jahr für die anfechtung der we, aus dem kopf § 123 ivm §124 BGB. kommt aber noch meine ich der §438 dazu und der §199...

ganz ehrlich, ist mir wumpe und ich mag nicht nachschauen, die wichtigste frist ist gewahrt und damit läuft das ganze sowieso. alles andere, wenn soweit und dann macht das einer, der dafür geld bekommt! :::::)

Richtig, das wichtigste ist, es passt alles noch, auch wenn es nur 1 Jahr sein sollte. Ich meine aber von einem Fall gelesen zu haben, bei dem es dem Besitzer erst nach mehreren Jahren aufgefallen ist, dass es ein Unfallfahrzeug war. Bei sowas sind es dann meine ich nochmal 1 Jahr oder sowas ab Feststellung ?

aber egal, die Hauptsache ist, dass der mc_east seine Kohle wiederkriegt!

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Man, sowas ist doch echt zum Kotzen! Da freut man sich auf sein Bike und dann kommt so etwas dabei heraus. Ich hatte selber so einen Fall, arglistige Täuschung, Kilometerstand manipuliert usw.! Hatte ich monatelang mit zu tun, durfte das Bike nicht verkaufen usw.! Hoffe das dein Fall schnell abgewickelt wird und du die Saison mit einem neuen Bike genießen kannst.

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So, die Entspannung ist verflogen. Der Händler hat mit der Ducatiwerkstatt sowie seinem Mitarbeiter gesprochen, der mir das Moped verkauft hat, und beide bestätigen dass das Ding keinen Unfall hatte. Die Raste z.B. hätte Mitarbeiter des Händlers sofort bemerkt, das könnte nicht sein. Beides langjährige Kollegen des Händlers, daher "glaubt" er ihnen das auch.

Nach der Theorie würde das jetzt folgendes bedeuten: Ich hätte das Moped im April letztes Jahr gekauft, bin binnen drei Monaten damit auf die Fresse geflogen, habe alles bis auf WaPu Deckel und Raste (das größte Indiz überhaupt!!!) reparieren lassen, hätte es dann mit Motorschaden von Ihm holen lassen, hätte 8 Monate (!!!) auf das Ding gewartet und würde nun kommen und ihm 'ne Unfallmaschine unterstellen. Wie Gaga wäre denn sowas?

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vor 27 Minuten schrieb Kalevra:

Richtig, das wichtigste ist, es passt alles noch, auch wenn es nur 1 Jahr sein sollte. Ich meine aber von einem Fall gelesen zu haben, bei dem es dem Besitzer erst nach mehreren Jahren aufgefallen ist, dass es ein Unfallfahrzeug war. Bei sowas sind es dann meine ich nochmal 1 Jahr oder sowas ab Feststellung ?

aber egal, die Hauptsache ist, dass der mc_east seine Kohle wiederkriegt!

ah, daher weht der wind!

mein fehler, du mußt zwischen zwei fristigkeiten unterscheiden. zum einen, die generelle frist, in der du den arglistigen mängel quasi finden mußt, um noch was tun zu können. ich meine das sind 10 jahre, nach dem § 124 (3) und dann auf der anderen seite die frist, in der du quasi nach kenntnisnahme des mangels handeln mußt, um deine rechte zu wahren.

 

@mc_east: man könnte auch fragen, ob du z.b. den deckel gegen einen gebrauchten getauscht hast...

der "mitarbeiter" der dir das ding verkauft hat, ist er auch der letzte fahrer, halter, eigentümer? wenn ja, gab es andere vor ihm?

du brauchst eine lückenlose historie der kiste.

man kann das moped auch vermessen lassen, dann würden sich rahmen oder sonstige schäden ebenfalls finden lassen. wenn das teil hinter der verkleidung liegt, muss es ja doch mehr als ein "umfaller" gewesen sein.

btw, wie sieht denn die verkleidung aus?

der aufwand wird halt immer höher. deswegen, erstmal besitzer suchen und erfragen.

hast du eine frau, kann die bestätigen, dass du die drei monate keinen unfall hattest? nicht viel, aber je mehr man hat, desto besser kann man ein bild zeichnen.

das blöde ist hier, dass die beweislastumkehr greift, auch wenn zu klären wäre, wie es sich hier verhält, da du nur drei monate zugriff auf die kiste hattest.

ganz ehrlich, grade mit so einer nummer würde ich schon aus prinzip weiter bohren. wenn es teuer wird, kannst du immer noch aufstecken.

was die andere aussage angeht:

wenn ich glauben will, geh ich in die kirche.

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Mal ne blöde Frage bzw Idee:

Du hast des Ding von nem Händler gekauft, bedeutet du hast 1 Jahr Gewährleistung! Das erste halbe Jahr muss er dir ja beweisen, dass der Mangel nicht schon vorher da war, das zweite halbe Jahr ist das ja umgekehrt.

wenn du aber die Kiste nach 3 Monaten schon zu ihm gebracht hast und in den nächsten 8 Monaten ja eben gar keinen Zugriff darauf hattest, ist das damit nicht eigentlich schon bewiesen und die Beweislast geht theoretisch wieder auf den Händler zurück?

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Hervorragender Einwand! Das nächste Bier geht auf mich!

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Hallo Zusammen.

Nochmal eine kurze Frage zur Datierung eines Unfalls - wird denn nichts im Steuergerät festgehalten ? Neigungssensor o.Ä.? Oder wäre das wenn dann nur mit KM Stand und nicht mit Datum?

 

Viele Grüsse

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Nein, das Steuergerät speichert da nichts. Die 1x98 (ohne DTC) hat keinen Neigungs- oder Beschleunigungssensor und könnte einen Unfall daher auch gar nicht detektieren.

Du kannst höchstens ein angeschrammtes Stahlteil suchen und dort anhand der Korrosion der blanken Metalloberfläche versuchen nachzuvollziehen wie lange der Crash wohl schon her ist. Wobei die ganze Geschichte ja jetzt sowieso schon ewig läuft...

Vermutlich kannst Du nur versuchen den Motorschaden bezahlt zu bekommen und der Rest geht dann doch auf Deine Kappe weil es denke ich unmöglich sein wird zu beweisen das der Crash wirklich schon vor dem Kauf da war. Oder hast Du dafür Zeugen? Nein, hast Du nicht, Du hast ja selbst den Crash erst so spät bemerkt...

Also ohne jetzt die juristischen Details zu kennen würde ich vermuten dass Du da nicht wirklich durchkommst. Sei froh wenn der Motorschaden noch übernommen wird...
Kai

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warscheinlich wird auch der motorschaden von dem unfall her kommen weil sie auf der li seite lag und kein öl mehr bekommen hat..

.

 

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vor 5 Minuten schrieb Gegi:

warscheinlich wird auch der motorschaden von dem unfall her kommen weil sie auf der li seite lag und kein öl mehr bekommen hat..

.

 

Ja, die Wahrscheinlichkeit ist groß.

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Das Thema ist für mich bereits schon durch, mir kam der Gedanke nur nebenher. Geht das Moped dann gar nicht aus, wenn es auf der Seite liegt? Wäre ja auch ein Armutszeugnis, für 2008?!

 

Motorschaden hat er anstandslos übernommen. Kurbelwelle und Pleuel getauscht, Lager neu, Zahnriemen neu. Wenigstens etwas :-p

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Nein; die Elektronik weiß davon nichts. Solange noch Druck auf der Benzinleitung ist und wenn nicht noch ein Gang drin ist und das Hinterrad irgendwie blockiert blubbert der brav im Leerlauf weiter (wenn nicht auch noch der Gasgriff irgendwo festhängt). Und das kann eine ganze Weile sein... .

Bei meinem Crash hats zum Glück den Kupplungsdeckel eingedrückt so dass der die Kupplung blockiert und damit den Motor angehalten hat. Glück im Unglück sozusagen...

Ich glaube übrigens das dies immer noch Stand der Technik ist, irgendwelche Gixxer ausgenommen die ab Werk einen Crash-Sensor haben.

Kai

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vor 3 Stunden schrieb mc_east:

Das Thema ist für mich bereits schon durch, mir kam der Gedanke nur nebenher. Geht das Moped dann gar nicht aus, wenn es auf der Seite liegt? Wäre ja auch ein Armutszeugnis, für 2008?!

 

vor einer Stunde schrieb lunschi:

Nein; die Elektronik weiß davon nichts. Solange noch Druck auf der Benzinleitung ist und wenn nicht noch ein Gang drin ist und das Hinterrad irgendwie blockiert blubbert der brav im Leerlauf weiter (wenn nicht auch noch der Gasgriff irgendwo festhängt). Und das kann eine ganze Weile sein... .

Ich glaube übrigens das dies immer noch Stand der Technik ist, irgendwelche Gixxer ausgenommen die ab Werk einen Crash-Sensor haben.

Kai

Armutszeugnis trifft es ziemlich genau :(

Von Honda, Suzuki, Yamaha, Triumph und sogar an meiner Buell XB werden/wurden sogenannte Sturzsensoren verbaut, so daß bei 90° Schräglage wenigstens der Motor keinen weiteren Schaden genommen hat.

An meiner Renn EVO habe ich diesen Sensor nachgerüstet, um einen Motorschaden zu verhindern:

DSCN5186.thumb.JPG.80010bee76dbc96253b42

Gruß

Uli

 

 

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Na doll...

 

Und was macht man nach einem kleinen Rutscher, wenn der Motor noch 10 - 20 Sek. lief, bis man den Killswitch aus macht?

Gleich den ganzen Motor revidieren, um zu sehen ob die Lager einen haben? Wäre ja Wahnsinn

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vor einer Stunde schrieb E-Duc:

 

Armutszeugnis trifft es ziemlich genau :(

Von Honda, Suzuki, Yamaha, Triumph und sogar an meiner Buell XB werden/wurden sogenannte Sturzsensoren verbaut, so daß bei 90° Schräglage wenigstens der Motor keinen weiteren Schaden genommen hat.

...

Nanana... Ich bin halt Ducati-Fahrer und nicht Reiskocher-Bändiger! Hätteste auch etwas kompatibler formulieren können. Nicht immer gleich die dicke Peitsche rausholen!

Kai

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Ich wiederhole nochmal meine Frage, weil mich das sehr interessieren würde: 

 

"Und was macht man nach einem kleinen Rutscher, wenn der Motor noch 10 - 20 Sek. lief, bis man den Killswitch aus macht?

Gleich den ganzen Motor revidieren, um zu sehen ob die Lager einen haben? Wäre ja Wahnsinn"

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Na ja, das ist dann immer eine Frage der jeweiligen Situation. Ein Motorschaden ist wesentlich teurer als eine unnötige Motorrevision. Allein eine neue Kurbelwelle kostet ein kleines Vermögen. Sollte ein Pleuel abreißen kannste den Motor mehr oder weniger komplett wegwerfen. Willst Du das Risiko eingehen? Viele würden vermutlich das Ding eher früher als später verkaufen und damit das Problem verlagern.

Wenns mein Motorrad wäre würde ich möglicherweise entscheiden tatsächlich den Motor aufzumachen. Ich hatte jetzt das Glück das mein Motor beim Sturz ausgegangen ist weil der eingedrückte Kupplungsdeckel die Kupplung blockiert hat :(

Gruss

Kai

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Ich hatte ja auch einen rutscher mit meiner 848, ich habe das Motorrad ca. 10 Sekunden nach dem Sturz aufgehoben und die Maschine war aus.

Wenn ich es richtig verstanden habe, hat die 848 keinen Sensor der den Motor ausschaltet wenn ein gewisser Neigungsgrad erreicht wurde, also wie konnte meine aus sein?

 

Muss ich jetzt eine Motor Revision machen oder wie soll ich das verstehen?

Meine Werkstatt hat davon nichtmal ansatzweise geredet bisher, also das man das machen sollte/müsste.

 

Was kostet so eine Motor Revision in der Regel?

 

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Hallo, Fakt ist erstmal, das auch diese Motoren sehr empfindlich auf Stürze , vor allem auf die linke Seite, reagieren. Mir sind 3 Mal die Dinger nach solchen Stürzen mit Pleuellagerschaden kaputtgegangen. Quasi auf Ansage so ca 150-300 km später. Aber eben bei Rennbetrieb. Es kann auch sein, daß nix passiert! E-Duc hier aus dem Forum hatte solche Schäden z.B. wohl nicht. Ich würde bei einem Straßenmoped+ nachweisbar kleinem Rutscher erstmal nix machen. Wenn ich aber nicht weiß, ob+wie lange die Kiste weiter im liegen gelaufen ist: Zerlegen+Kontrolle! Weil sonst richtig teuer! Gruß, Ulli

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vor 24 Minuten schrieb pectoralismajor:

Ich hatte ja auch einen rutscher mit meiner 848, ich habe das Motorrad ca. 10 Sekunden nach dem Sturz aufgehoben und die Maschine war aus.

Wenn ich es richtig verstanden habe, hat die 848 keinen Sensor der den Motor ausschaltet wenn ein gewisser Neigungsgrad erreicht wurde, also wie konnte meine aus sein?

 

Muss ich jetzt eine Motor Revision machen oder wie soll ich das verstehen?

Meine Werkstatt hat davon nichtmal ansatzweise geredet bisher, also das man das machen sollte/müsste.

 

Was kostet so eine Motor Revision in der Regel?

 

Hallo, Deine 848 hat keinen solchen Sensor.

Ich meine, Du brauchst Dir keine Revisionsgedanken machen. Erstens war das Mopped nach dem Rutscher sowieso aus und zum Anderen ist noch  "Notlaufreserve" durch den verbliebenen Ölfilm. Solange im Moment des Sturzes der Motor nicht auf Volllast lief und anschliessend noch mit hoher Drehzahl weiterläuft, ist wohl so schnell nix zu befürchten.

Wenn man an einen Kaltstart denkt, braucht man ja auch nicht gleich ne Motorüberholung, weil der Öldruck ist auch nicht sofort in üblicher Grössenordnung vorhanden und nach längerer Standzeit (Winterpause) ist z.B. der Ventiltrieb auch nicht komplett furztrocken.

Im Renneinsatz kann ein Neigungssensor Sinn machen. Aber wenn ich an die Zweitaktzeit denke, wurde beim Sturz, der Gasgriff möglichst lange (fest-)gehalten, damit der Motor nicht ausgeht, bzw. gleich wieder Gas gegeben werden kann.

Revision je nach Umfang und Modell und viell. Eigenleistung, ca. 1.500 - 4.000 €.....

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vor 23 Minuten schrieb pectoralismajor:

Ich hatte ja auch einen rutscher mit meiner 848, ich habe das Motorrad ca. 10 Sekunden nach dem Sturz aufgehoben und die Maschine war aus.

Wenn ich es richtig verstanden habe, hat die 848 keinen Sensor der den Motor ausschaltet wenn ein gewisser Neigungsgrad erreicht wurde, also wie konnte meine aus sein?

...

@pectoralismajor :

Du hattest ja vermutlich beim Sturz irgendeinen Gang eingelegt. Da gibt es schon eine gewisse Chance dass dabei das Hinterrad irgendwie blockiert und damit der Motor abgewürgt wird.

Selbst wenn jetzt der Motor auf der Seite liegend noch wenige Sekunden im Leerlauf gelaufen ist würde ich mir auch an Deiner Stelle erstmal keinen Kopf machen. So viel Notlaufreserve sollten die Pleuellager schon haben. Da brauchst Du nicht gleich den Motor komplett zu revidieren.

Kai

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Meines Erachtens solltest du beim nächsten Ölwechsel einfach genauer hinschauen, ob Anzeichen für einen Lagerschaden (im Öl) vorliegen.

Wenn nicht, hat er auch nichts abbekommen. 

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Letzte Woche ist es mir passiert... Ich hab echt nur Pech mit dem Teil.

Pleuellager, Kurbelwelle und Pleuel wurden erst vor 2000 km getauscht. Meint ihr, damit ist sie vielleicht etwas robuster? :D

Länger als 15 Sek lief sie definitiv nicht, mein erster Griff ging glücklicherweise zum Kill Switch. Lag aber auf der linken Seite ;-(

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vor 26 Minuten schrieb mc_east:

Letzte Woche ist es mir passiert... Ich hab echt nur Pech mit dem Teil.

Pleuellager, Kurbelwelle und Pleuel wurden erst vor 2000 km getauscht. Meint ihr, damit ist sie vielleicht etwas robuster? :D

Länger als 15 Sek lief sie definitiv nicht, mein erster Griff ging glücklicherweise zum Kill Switch. Lag aber auf der linken Seite ;-(

Sog ging es mir auch. 500 km später hatte ich einen Motorschaden.

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Warum ist es relevant auf welcher Seite lag? Sind die empfindlichen Teile auf der rechten Seite oder wieso?
Meine lag auch auf der linken Seite.

 

Kann mir aber echt schwer vorstellen das wegen den paar Sekunden irgendwas kaputt gegangen sein soll im Motor.

Werde beim nächsten Ölwechsel darauf achten.

 

 

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vor 13 Minuten schrieb amade:

Sog ging es mir auch. 500 km später hatte ich einen Motorschaden.

Sag doch sowas nicht (sweat)

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...na ja "paar Sekunden" ist ja auch ein dehnbarer Begriff.

Also ich denke 15 Sekunden ist schon was, 5 Sekunden dagegen ist wenig. Irgendwo da würde ich vermutlich die kritische Zeit einsortieren...

Schwieriges Thema...

Kai

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vor 1 Stunde schrieb mc_east:

Sag doch sowas nicht (sweat)

Das Witzige ist, ich habe nach jedem Renntraining einen Ölwechsel gemacht. Nur hatte ich nach dem Rutscher nur einen Tag gebucht und dacht mir, ich lasse das Öl drin.

Beim nächsten Termin war dann nach 4 Turns schluss mit Leistung :o. Also einfach ein Auge drauf werfen.

vor 30 Minuten schrieb lunschi:

...na ja "paar Sekunden" ist ja auch ein dehnbarer Begriff.

Also ich denke 15 Sekunden ist schon was, 5 Sekunden dagegen ist wenig. Irgendwo da würde ich vermutlich die kritische Zeit einsortieren...

Schwieriges Thema...

Kai

Das Thema ist ja, dass einem der Sturz sehr kurz vorkommt. Vorallem bei einem Vorderradrutscher. Ich bin auch während ich gerutscht bin aufgestanden und hingelaufen um den Notaus zu drücken. War aber anscheinend zu spät.

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vor 10 Stunden schrieb bassman:

 Aber wenn ich an die Zweitaktzeit denke, wurde beim Sturz, der Gasgriff möglichst lange (fest-)gehalten, damit der Motor nicht ausgeht, bzw. gleich wieder Gas gegeben werden kann.

 

Beim Zweitakter gibt es das Problem mit dem Öldruck ja auch nicht. Da wird doch das Öl mit dem Gasgriff zugeführt...

Ralf

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Macht mir keine Angst, hatte letztes Jahr auch nen rutscher in ner Linkskurve in Brno.

kiste war aus im Kies. Seit dem aber nicht mehr gefahren. 

Wo gäbe es denn so n killschalter der die Kiste aus macht im Falle?

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vor 1 Stunde schrieb V2 Leitwolf:

Wo gäbe es denn so n killschalter der die Kiste aus macht im Falle?

Habe meinen Sensor seinerzeit von MCET gekauft, er hat ihn aber nicht mehr im Angebot. Den wohl gleichen Sensor habe ich bei Ebay hier gefunden:

https://www.ebay.de/sch/i.html?_from=R40&_trksid=m570.l1313&_nkw=MERCURY+SWITCH+-+HEAVY+DUTY+ALT%2FMS18308&_sacat=0

Gibt aber im Netz genügend gebrauchte Sensoren von japanischen Motorrädern, die einen Sturzsensor serienmäßig verbaut haben.

vor 20 Stunden schrieb Ulli848:

Hallo, Fakt ist erstmal, das auch diese Motoren sehr empfindlich auf Stürze , vor allem auf die linke Seite, reagieren. Mir sind 3 Mal die Dinger nach solchen Stürzen mit Pleuellagerschaden kaputtgegangen. Quasi auf Ansage so ca 150-300 km später. Aber eben bei Rennbetrieb. Es kann auch sein, daß nix passiert! E-Duc hier aus dem Forum hatte solche Schäden z.B. wohl nicht. Ich würde bei einem Straßenmoped+ nachweisbar kleinem Rutscher erstmal nix machen. Wenn ich aber nicht weiß, ob+wie lange die Kiste weiter im liegen gelaufen ist: Zerlegen+Kontrolle! Weil sonst richtig teuer! Gruß, Ulli

Bevor ich meinen Sturzsensor verbaut hatte, bin ich dreimal auf der linken Seite gelegen. Konnte aber immer rechtzeitig den Killschalter betätigen (einmal war sogar der Streckenposten so helle und hat ihn sofort betätigt), bevor die Ölpumpe Luft gezogen hat und so einen Motorschaden verhindern. Wollte mein Glück aber nicht überstrapazieren und daher der Einbau des Sturzsensors.

Gruß   Uli

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