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Da mein Steuerkopf beim bremsen seltsame Geräusche von sich gegeben hat und merklich Spiel vorhanden war, habe ich letztes Wochenende an meiner Streetfighter 1098S mein Lenkkopflager (Kugellager) gegen ein Kegelrollenlager getauscht. Bei der anschließenden Probefahrt hatte ich das Gefühl, dass der Bock seltsam einlenkt. Fühlt sich an als wäre der Lenkungsdämpfer komplett zugedreht.

Im WHB sind 30 Nm für die Steuerkopfmutter zum Vorspannen angegeben. Kann es sein, dass Kegelrollenlager weniger Vorspannung benötigen als Kugellager?

 

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Vergiss in dem Fall das WHB, stell es nach Gefühl ein. Spielfrei und relativ leichtgängig. Zuerst etwas strammer und dann immer bisschen aufdrehen bis es sauber nach links und rechts läuft. Die 30 Nm sind zuviel, hab letzten Winter auch gewechselt. Mach es aber nicht zu leichtgängig sonst läust Du Gefahr das Du nach ein paar hundert KM nachjustieren musst sollte sich noch etwas setzen, was jedoch selten der Fall ist wenn die Lagerschalen sauber sitzen..

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Ich habe mal in der Ausbildung gelernt, dass man Kegelrollenlager anziehen soll, dann 1/4 auf und 1/8 Umdrehungen zu. Das ergibt idR ein gutes leichtgängiges und dennoch steifes Lagerpaar. Ich würde es auch nicht mit dem Drehmomentschlüssel anziehen sondern per Hand. Beim Anziehen merkst Du, dass sich das Lager schwerer dreht, wenn du den Punkt erreichst ist es zu fest. 

Das WHB nimmt Bezug auf eine Art Axial-Rillenkugellager, das ist für die Einstellung eines Kegelrollenlagers unbrauchbar.

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@schedde :

Kegelrollenlager brauchen fast keine Vorspannung! Das ist ein großer Unterschied zu den Kugellagern die ohne kräftige Vorspannung nicht funktionieren.

Du hast jetzt ganz sicher die Lager gut eingebettet; Du solltest jetzt in der Vorspannung in Stufen soweit runter gehen bis das Motorrad bei niedriger Geschwindigkeit ohne zu "eiern" fährt. Das heißt im Grenzfall dass Du beim Rollen den Lenker loslassen und nur durch Gewichtsverlagerung lenken kannst.

Der Versuch bei aufgebocktem Motorrad den Lenker aus der Mittellager leicht anzustupsen von wo er ohne zu haken oder stehen zu bleiben an den Anschlag fallen soll ist erstmal ein erster Anhaltspunkt aber maßgeblich ist immer der "Fahrversuch". Das Motorrad muss bei niedriger Geschwindigkeit ohne zu schlingern geradeausfahren und in langsame Kurven (z. B. beim Abbiegen) ohne zu Kippeln kontrolliert einlenken.

Gruss

Kai

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vor 44 Minuten schrieb schedde:

Ich habe mit einer Vorspannung der Steuerkopfmutter von 30 Nm gestartet (Angabe WHB), aktuell bin ich bei 25 Nm und meine das dies immer noch zu fest ist. Ich werde nun mal auf 20 Nm herunter gehen und dann erneut berichten.

Leg den Drehmomentschlüssel einfach bei Seite und machs nach Gefühl :::::;)

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Danke Jungs, ihr hab mir jedenfalls geholfen. Fakt ist, aktuell ist die Steuerkopfmutter zu fest vorgespannt.

Ich wollte nur ein Drehmoment herausfinden, was für alle andren mit dem selben Problem hilfreich sein kann.

 

Original Rillenkugellager >>> 30 Nm

Kegelrollenlager >>> 20 Nm

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Also ich habe die Steuerkopfmutter nun gelöst und mit Gefühl angezogen. Anschließend habe ich mit dem Drehmomentschlüssel aus Neugier überprüft wie viel es waren. 

16 Nm

Die Probefahrt hat gezeigt das der Karren nun wieder wie gewohnt einlenkt. Es ist kein Spiel festzustellen und kein Geräusch zu hören. Gehe also davon aus das die 16 Nm wohl ziemlich perfekt sind. 

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