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SPS testastretisieren oder neu lagern?


bergbewohner01

Empfohlene Beiträge

Moin,

meine 25 Jahre alte SPS hat per Spähnesammlung an der Öl-Ablaßschraube ihren Wunsch für neue Lager geäussert. Ich grübel also nun was sinnvollerweise zu tun ist und sammel mal ein paar Meinungen, da ich und mein Kopf alleine zu keinem Ergebnis kommen 🙄

 

- Vorhandenen Motor neu lagern kostet mindestens 2 Mille. Hapert noch dabei ihn raus zu holen, da hat niemand Zeit zu momentan, erst Winter wieder. Mit Ersatzteilen und "...da war noch was..." rechne ich mal mit 3 Mille.

- Nen 1098- oder gar 1200-Motor zu finden ist einfach, ihn da einzupassen scheinbar ein Abenteuer und nur für Experten durchführbar - bin ich definitiv nicht, ich habe extra ein Startnummerfeld an der Maske angemalt um zu wissen wo Vorne ist an dem Bock.

- Zufällig nen 999R für sagen wir mal 2,5 Mille am Flußufer gestrandet gefunden. Leistungsmäßig wären das jetzt keine 10 PS Unterschied, aber ich vermute mal, der geht einfacher reingebastelt und zum Laufen gebracht als ein 1098er? Da war aber was mit Rahmen (Umschweißen, TÜV sieht das net) und CAN-Bus?

 

Somit frage ich verwirrt hier und anderswo: Was rät denn die Gemeinde? Originalität ist mir egal, es geht um Machbarkeit und Value (auch emotional) for Money 🙂

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vor einer Stunde schrieb bergbewohner01:

...

Somit frage ich verwirrt hier und anderswo: Was rät denn die Gemeinde? Originalität ist mir egal, es geht um Machbarkeit und Value (auch emotional) for Money 🙂

Also ich würde vermutlich den vorhandenen Motor "machen". Dann weißt Du was Du hast und vermutlich wieder lange Ruhe.

Wenn Du jetzt auf einen der genannten Testastrettas umrüstest ist das so wie ich verstanden habe auch eine Aktion die nicht rückbaubare Änderungen am Rahmen erfordert. Ob man das wirklich will? Außerdem ist das ja auch nicht so eben mal gemacht; eine vernünftige Prüfstandsabstimmung muss auch eingerechnet werden weil das Mapping ja auf jeden Fall nicht mehr passen wird.

Und jetzt einen gebraucht gestrandeten Motor reinzuhängen ist natürlich auch ein Glücksspiel. Kann gutgehen, muss aber nicht. Gerade die Pleuellager sind bei den Testastrettas auch immer mal wieder Anlass für Verdruss.

Und schließlich - egal welchen Testastretta Du da reinhängst er wird eine andere Charakteristik haben. Nicht mehr die fleischige Mitte sondern mehr oben raus. Muss man überlegen ob man das will. Das Motorrad an sich bleibt ja im Prinzip so alt wie es ist.

Und wenn Du einfach mehr Power möchtest wäre es denke ich sinnvoller eine 1x98 komplett zu kaufen und das Fahrwerk zu optimieren als die alte Dame noch so zu quälen.

Kai

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vor 7 Stunden schrieb bergbewohner01:

Ich hatte irgendwie die Erwartung, dass der 999R, auch als Vertreter einer neueren Generation, auch irgendwelche Vorteile mit sich bringen würde. Da die Kosten fast gleich sind (na ja, nicht wirklich, aber auch nicht so weit voneinander),  hätte ich auf das "modernere" Konzept gesetzt. Hat sich da nix getan, keine Vorteile?

Doch man sagt das der Testastretta mechanisch weicher läuft und höhere Drehzahlen besser verkraftet (weil kurzhubiger). Außerdem ist wohl der Desmoservice weniger aufwändig weil nicht ganz so viel abgeschraubt werden muss und angeblich ist der Ventiltrieb auch robuster.

Wenn man die hohen Drehzahlen nicht regelmäßig nutzt dann ist der Vorteil aber wohl eher akademisch.

Für mich wäre der sattere, dumpfere Sound des Desmoquattro auch noch ein Argument. Das Ding klingt meiner Meinung nach einfach besser. Der beste legale Sound ever den man mit einer Ducati diesseits einer Königswelle mit Conti-Tüten bekommen kann. Die Testas bellen heller, aggressiver. Je jünger desto mehr.

Kai

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Nein, volle Punktzahl, eine 748 Bipo, die zu einer 996 Bipo heranwuchs um im gesetzten Alter eine 996 SPS zu werden. Etwas profaner ausgedrückt: 2 x Motorwechsel. Hat alles was ne SPS hat, ist aber nicht so gebohren worden.

Mir hat man nur eben diesen 999R-Motor angeboten, deshalb fing ich mit dem Grübeln an, ob er die bessere Alternative darstellt, als meinen maladen neu zu lagern.

Der definitiv bessere 1098 oder 1200er verursacht dagegen soviel Anpassungsarbeit, dass dies niemand machen will und auch niemand bezahlen kann, deshalb verfolge ich diesen Zweig auch nicht weiter, das ist was für Schraub-Spezialisten.

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@JoJo Dein Kumpel hatte doch einen Testa (1098?) in die 996 eingebaut. Weißt Du wie wild das war? Unser Box Kumpel in Most 19...

Der 999R Motor ist mir der liebste, ich fahre ihn wirklich gerne. Kaum Schwungmasse, das ist etwas völlig anderes. Der Aufwand den 999R Motor oder einen 1198 Motor einzubauen ist ziemlich derselbe. Aber die Wartung des R Motors ist eine andere Sache, das sind keine Alltagsmotörchen, da kann der 11er mehr, Wartung ist einfach und günstig. 

Ein gebrauchter Motor kann Dich schnell wieder in dieselbe jetzige Situation bringen, mit dem Unterschied dass R Motorteile brutal teuer sind, wenn man sie bekommt. 

Mein 1198 Motor den ich penibel gewartet und jährlich bestes Öl, also vlt alle 1000km, spendiert habe war nach 16000 km tot. Die Revision mit Pistal und Carrilo waren mehr als 5k.

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