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Rennstreckenberichte 2007'


psc

Empfohlene Beiträge

Ciao Ducatisti,

möchte mich an die superspannenden Berichte einiger Kollegen anschließen und meine Erlebnisse zum Besten geben. Dies in der Hoffnung niemanden zu langweilen sondern eher zum Mitmachen zu animieren. Natürlich  *love* aus purem Eigennutz, denn einer 1098 auf der Rennstrecke zuzusehen-/zuhören ist einfach nur geil.

1.     Anneau du Rhin mit Speer-Racing

Gerade noch die 1000 km und damit den ersten Kundendienst geschafft, geht's am Donnerstag mit den Mopeds aufm Hänger, los in Richtung Elsass. Ankunft gegen 20:00 Uhr, Bezug des Zimmers und Verzehr eines richtig guten elsässischen Menüs mit einem netten Weissweinchen aus der Region und Finale mit einem Marc  *prost*.

Rechtzeitig nach Einschreibung in der mittleren Gruppe und Briefing durch den Veranstalter stehe ich vor der Streckeneinfahrt und werde wie alle anderen Kollegen Lautstärke vermessen (die achten wirklich drauf und wiederholen das Procedee insbesondere bei DUC's immer wieder! :-[) und Schutzkleidungsgeprüft (Klaps aufn Rücken). Die ersten paar Runden lasse ichs vorsichtig angehen, stelle aber fest, dass obwohl ich die Strecke bereits kannte ich mich ans neue Moped erst gewöhnen muss. Was auffällt ist, dass kein Wackler, Zicken oder sonstige Unart der bisher gefahrenen Mopeds bei der 1098 festzustellen sind.

Nach der Mittagspause geht's dann etwas engagierter, zwar immer noch mit lebensbejaenden Drehzahlen (Einfahren!) auf die Strecke. Neben einigen Überholern und Überholten laufe ich auf einen Fahrer auf für den ich patu kein Rezept finde diesen in der Kurve zu überholen bzw. wegen der eingeschränkten Drehzahl diesen auszubeschleunigen. Nach ca. 2 Runden versuche ich bei der Schikane (eine von 2 neuen, total vermurksten) relativ dicht dahinter einzubiegen und, so der Plan, am Kurvenausgang an ihm vorbeizuziehen. Was ich nicht kalkulierte war, dass mein Vorausfahrer sich bezüglich seiner Geschwindigkeit wohl verschätzt hatte und aufgrund dessen so dermaßen in die Bremse langte, dass es wirklich nur der super Bremse und dem stoischen Fahrwerk der 1098 zu verdanken ist dass die Sache glimpflich verlief. Mein quietschender Vorderreifen scheint jedoch meinen Vorausfahrer so verunsichert zu haben, dass dieser anschließend problemlos überholt werden konnte.

Resümee am Ende des Tages: Wie immer gute und professionelle Organisation von Speer-Racing. 7*20 min Fahrzeit, 9:00-17:00 Uhr. Die zwei in 2007 neu eingeführten Schikanen sind einfach nur Banane. Moped birgt noch viele Potentiale für mich. Stärkere Berücksichtigung merkwürdiger Bremsmanöver/Fahrverhalten der anderen Teilnehmer reduziert Stress, ein bischen mehr Geduld ist angebracht. Insgesamt jedoch ein heiden Spaß.

2.     Hockenheim Ring, GP-Kurs, Montagstraining mit Speer-Racing. 4*25 min Fahrzeit, 17:00-20:00 Uhr.

Bin mit einigem Respekt nach Hockenheim mit dem Moped angereist. Nach ehrfürchtigem Beobachten der 1sten Gruppe gings dann also los. Die ersten zwei Runden wie immer zum Kennenlernen und warmfahren stellte ich fest, dass die Strecke ggü. Anneau doch einiges mehr hinsichtlich Rhythmus zwischen schnellen und langsamen Passagen bietet. Auch die Streckenbreite bietet deutlich bessere Möglichkeiten zum Überholen. Das durchfahren schneller Passagen wie die Parabolika lässt am Ende eine gute Einschätzung über die Bremspunkte zu bzw. im Notfall sogar humane Auslaufzonen als Notausgang sind fast überall vorhanden. Trotzdem musste ich leider einen 999er Chaoten beobachten, der nach guter MotoGP-Manier einem BMW-Kollegen voll in seine Linie stach, dieser dann aufmachen und den Notausgang nehmen musste  *bad* ... kein guter Stil!

Resümee am Ende des Tages: Hoch effektive Session für überschaubare Knete bei perfekter Organisation und nebenbei eine super Strecke.

3.     Nürburgring GP-Kurs, MOTORRAD action team, 2 Tage, 6*20 Minuten Fahrzeit pro Tag, 9:00-17:00 Uhr

Der Nürburgring bzw. das Wetter in der Region wird seinem Ruf (leider) wieder einmal gerecht. Der erste Turn ist aufgrund Regens buchstäblich ins Wasser gefallen. Im 2ten Turn lerne ich was die Motorradschreiberlinge immer als Rückmeldung vom Vorderrad beschreiben: Zunächst ein kleiner Rutscher am Vorderrad, klein bisschen aufmachen und erneut die Linie gesucht und wieder ein kleiner Rutscher...danach ok-ok weiße Flagge hissen und neue Linie mit reduzierter Geschwindigkeit suchen. Aufgefallen ist ein bei Regen superrutschiges Audis-S/Michael Schuhmacher-Kurve. Die restlichen 1,5 Tage ist die Strecke meist trocken und es gilt für mich 2 Herausforderungen zu packen. Erste ist die bergauf nach der Bit-Kurve und anbremsen der NGK-Schikane. Leider sieht man den NGK-Knick erst sehr spät, sodass ich an dieser Stelle auf Basis der Schilder mich vorsichtig heran bremse. Heißt, volle Segel (9000 U/min) durch den Hatzenbachbogen bis zur 150er Markierung, dann bremsen; alles ist gut; nächster Versuch: volle Segel bis zur 100er Markierung nach etwas Hinterradschlingern ist immer noch alles gut; nächster Versuch: volle Segel über die 100er Markierung hinaus, Kiesbett! Zum Glück ohne Abgang und Blessuren am Moped aber irgendwie doch beeindruckend. Dasselbe Spielchen auf der Start-Ziel-Geraden. Volle Segel an der Boxengasse vorbei, und wieder kann man den Knick ins Castrol-S erst sehr spät einsehen. Der Tipp meines Freundes, "bremsen reicht noch locker nach der Fußgängerbrücke" funzt. Allerdings ist es für mich immer noch sehr ungewohnt ohne Sicht des nächsten Knickes Vollgas stehen zu lassen.

Zwischendurch kam ich am Rande der Strecke in den Genuss einer (kostenlosen) Fahrwerksberatung durch die Fa. Wilbers Suspension. Andre veränderte die Druckstufe der Gabel auf ½ Umdrehung geöffnet, Zugstufe und Federvorspannung blieb in der Werkseinstellung. Die ab Werk etwas verspannt montierte Gabel wurde durch lösen der Klemmschrauben und gutes ein rütteln noch leichtgängiger als zuvor. Beim hinteren Federbein diagnostizierte Andre eine zu harte Federrate/zu wenig negativer Federweg und riet mir die gesamte Feder auszutauschen, den Federweg nicht durch die Entlastung der Feder über die Federvorspannung zu verändern. Dies führt seiner Meinung nach zu einer negativen Veränderung der Fahrzeuggeometrie.

Resümee am Ende des Tages: Anspruchsvolle Strecke; Klasse Leute; kaum zu übertreffende Racing Atmosphäre an und um die Strecke; muss bei schönem Wetter man nochmals "vorsprechen".

Als denn, hoffe ihr hattet Spaß beim Lesen und vielleicht/hoffentlich sieht man sich nächstes Jahr mal auf der Strecke...  *thx*

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super rennstreckenbericht.

kleine story auch von mir:

es muss so ca 1985 gewesen sein. da haben wir am neuen nürburgring an einem 1000km l(oder 6h?) angstreckenWM lauf teilgenommen. der ring war damals ziemlich neu. super strecke, ideale sturzräume, lediglich die zuschauer klagten, dass sie etwas weit weg von der strecke saßen. aber irgendeinen kompromiß muss es wohl immer geben.

wir fuhren eine honda VF 750F. so nach dreiviertel des rennens, fiel mir auf, dass die wassertempanzeige schön langsam gegen rot ging. irgendwie wurde die kiste auch immer müder. in den kurvigen passagen kletterte der zeiger eine halbe stunde vor rennschluß schon weit über den roten bereich, auf der geraden war alles wieder im grünen bereich. runde für runde. die mich überholenden teilnehmer deuteten irgendwas in richtung hinterrad oder heck, eh klar, da gabs sicher schon genug rauchzeichen aus auspuff und motorentlüftung.

beim anbremsen der dunlopkehre gabs vorne kaum mehr bremswirkung. zum glück kam das mit der bremse langsam und schleichend bis vorne irgendwann gar nix mehr ging. das war alles kein problem, die bremspunkte konnte ich ja frei wählen, sozusagen auf die hinterbremse abstimmen. lediglich einmal wurde es problematisch, als ein schnellerer konkurrent später bremste (kunststück :)) und sich direkt vor mir einordnete. irgendwie ging´s sich aber aus.

die honda schleppte sich über die letzten runden um dann direkt nach der zielduchfahrt in der boxenstraße abzusterben. mit dem mitgenommenen schwung nochmal anrennen ging nicht, der motor blockierte.

platzierung weiß ich nicht mehr, irgendwo mittelfeld, vielleicht auch viel weiter hinten?

aber die schönen erinnerungen sind geblieben und werden nie vergessen.

mec

p.s.: für die techniker, zylkopfdichtung hatte sich verabschiedet. im motor muss es recht heiß geworden sein, die pickups der zündung waren geschmolzen und hingen wie tropfen runter.

an der vorderen bremse gabs ein problem mit den belägen, genauer mit der montage der bremszangen. die beläge schauten ein wenig über die bremsscheibe hinaus und standen dort nach längerer benutzung und verschleiß aneinander an (statt an die scheibe zu drücken).

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