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Lenkkopflager SF1098


TheM21

Empfohlene Beiträge

Hi,

ich konnte nichts Genaues im Forum finden, daher hier nochmal um sicher zu gehen: 

Manche Webseiten spucken mit die All Balls 22-1039 für die SF aus, bei manchen Anbietern ist die SF aber nicht aufgeführt unter der Bezeichnung. Passen diese Lager jetzt bei der SF 1098 oder muss ich da andere nehmen? 

Was habt ihr so verbaut? 

Danke und viele Grüße

Marco 

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So, die All Balls Lager sind drin, hab jetzt mal eine Frage um auf Nummer sicher zu gehen. Das untere Lager saßinklusive Gummidichtring so weit unten, dass es auflag. Jetzt hab ich den Lenkstock drin und unten schaut die Gummidichtung raus. Und der Abstand ist bissle mehr als bei meiner 848, die ich genau gegenüber hab. 

Ist das normal weil es andere Lager sind oder muss das noch weiter runter? 

Wenn ich oben die Nutmutter nur mit der Ratsche ansetze, handfest ist das schon leicht schwerfällig. Wenn es leicht gehen soll kann ich die Nutmutter von Hand bewegen und ich bin nicht Popeye 

Besser das untere Lage weiter runter setzen? Muss das bündig sein mit dem dickeren Ende unten? 

20220713_193803.jpg

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Ich schließe mich hier mal an mit Meiner Frage:

Welches Maß darf/muss das Lenkschaftrohr haben. 

Mich habe hier alte/neue Lager mit Innenmaß 34,97. Die Untere Lagerschale sitzt noch auf dem Schaftrohr (ist verpresst) die Obere Schale gleitet mit viel Fingerspitzengefühl auf das Schaftrohr. Ich messe da kein Spiel. 

Jetzt habe ich hier eine IMA Brücke mit Alu Schaftrohr und Außenmaß 35,00 oben/unten. 

Das untere Lager lässt sich natürlich mit Hitze/Kälte/Druck überreden auf das Rohr zu passen, aber das obere Lager darf doch nicht so stramm sitzen, oder?

Wo liegt der Fehler? Meine Lager sind imo innerhalb der Toleranzen. 

Bearbeitet von nilo
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Wälzlager mit Standardtoleranz haben immer ein kleines Untermass am Innenring. Generell müssen die Lager beide stramm sitzen weil jedes Spiel z. B. im oberen Lager sich auf die Radführung auswirkt (mit dem Hebelarm multipliziert).

Wenn sich das obere Lager ohne Widerstand auf die Welle schieben läßt muss es Spiel haben was eigentlich per se nicht gut ist. Herr Emil Schwarz lässt es sich teuer bezahlen das obere Lager auf dem Schaftrohr spielfrei zu machen...
Also wenn auch das obere Lager recht stramm sitzt ist das eigentlich gut. Natürlich darf es nicht so stramm sitzen dass es sich nicht mehr einstellen lässt.

Kann sein dass die IMA-Leute die Toleranzen so abgestimmt haben das die axiale Verschieblichkeit für ein Schrägkugellager (das mit viel mehr Vorspannung eingebaut wird als Kegelrollenlager) gegeben ist, für Kegelrollenlager aber nicht.

Kai

Bearbeitet von lunschi
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vor 22 Stunden schrieb lunschi:

Natürlich darf es nicht so stramm sitzen dass es sich nicht mehr einstellen lässt.

Kann sein dass die IMA-Leute die Toleranzen so abgestimmt haben das die axiale Verschieblichkeit für ein Schrägkugellager (das mit viel mehr Vorspannung eingebaut wird als Kegelrollenlager) gegeben ist, für Kegelrollenlager aber nicht.

Kai

Danke für die Ausführung. Ich muss zugeben dass ich Laie auf dem Gebiet bin. Wie stramm ist „zu stramm“? Es muss ja auch noch montierbar sein? 

Bei den 3/100 differenz stell ich es mir schwierig vor das Lager zu montieren da ich es ja noch fetten muss vor dem Einsetzen. Gleichzeitig müsste es ja erhitzt sein und das Schaftrohr gekühlt….

@lunschi

Den letzten Absatz verstehe ich auf Anhieb gerade nicht. Welchen Unterschied macht es hier ob Kugel oder Kegelrollenlager wenn das Lagerschalen Innenmaß identisch ist? 

Ich Frage morgen mal bei IMA an welche Lager die dafür vorgesehen haben. Hab extra nicht die billigsten Kegelrollenlager gekauft und jetzt komm ich nicht weiter mit der Brücken-Geschichte. :(

 

 

Bearbeitet von nilo
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Geschrieben (bearbeitet)

Ich hab das auch zum ersten Mal gemacht und hat am Ende doch alles recht gut geklappt. Aber das mit Lager kühlen und Schaft erhitzen ist meiner Ansicht nach nicht nötig. 

Das Hauptproblem war den alten Lagerring vom Rohr zu bekommen. Weil man nirgends wirklich ansetzen kann und die Dichtung darunter machts nicht einfacher. Ich hab dann die Schaft vertikal angeflext, so dass ich einen Ansatz hatte um mit nem Meißel den Ring zu lösen, damit er sich erst mal dreht dann kann man ihn mit zwei Schraubenziehern abhebeln. 

Um das Lager auf den Schaft zu bekommen hab ich den alten Lagerring genommen umgedreht und dann in ständigen Drehbewegung mit mittelfesten Hammerschlägen das Lager aufgebracht. 

Oben ist ja ganz easy, das fällt rein. 

Ich bin nur an sich von den Lagern nicht so überzeugt. Hab zuerst gedacht wäre was falsch montiert weil sie bei leichtem Anziehen über handfest schwergängiger werden. Aber es sind die Lager selbst die sich nicht so leicht drehen, gerade das untere. Mir kommt es so vor, als reibt die Dichtscheibe, so dass es dadurch schwerer dreht. 

Ich werds jetzt aber mal testen und sehen wie es läuft.

Jedenfalls habe ich die obere Gabelbrücke nur zusammen mit der Nutmutter aufmontiert bekommen, sonst bekomme ich den Hammer für die Lenkradsperre da nicht vorbei. Oder ich hätte das Zündschloss wegbauen müssen?

Bearbeitet von TheM21
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Dann musste unten alles fertig machen, den Schaft oben ordentlich vorgekühlt machen untere Gabelbrücke rein, gut fixieren und dann oben das heisse Lager aufsetzen.  Fetten wird dann schwierig, vielleicht mit ner dicken Sprite.

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vor 22 Stunden schrieb nilo:

...

@lunschi

Den letzten Absatz verstehe ich auf Anhieb gerade nicht. Welchen Unterschied macht es hier ob Kugel oder Kegelrollenlager wenn das Lagerschalen Innenmaß identisch ist? 

Ich Frage morgen mal bei IMA an welche Lager die dafür vorgesehen haben. Hab extra nicht die billigsten Kegelrollenlager gekauft und jetzt komm ich nicht weiter mit der Brücken-Geschichte. :(

Schrägkugellager brauchen prinzipbedingt eine relativ hohe axiale Vorspannung weil sonst die radialen Kräfte die Kugeln aus der Laufbahn drücken und die Lagerung ihrer primären Aufgabe (nämlich das Vorderrad präzise zu führen) nicht nachkommen kann.

Kegelrollenlager hingegen brauchen (wie @TheM21 ja auch festgestellt hat) nur minimale Vorspannung, gerade so viel das dass axiale Spiel weg ist weil die Lagerung wegen der prinzipbedingt höheren Eigenreibung der Kegelrollenlager schwergängig wird. Trotzdem ist die Lagerung mit Kegelrollenlagern ebenfalls prinzipbedingt spürbar steifer als mit Kugellagern weil die Wälzkörper keine Punktberührung (Kugeln) sondern Linienberührung (Kegel) mit den Laufringen haben. Als Grundregel beim Einstellen von Kegelrollenlagern gilt: erstmal die Nutmutter "mittelfest" anziehen und die Gabel ein paar mal hin- und herschwenken bis sich die Lager gesetzt haben, dann schrittweise in kleinen Schritten soweit lösen bis die freihängende Gabel (ohne Vorderrad), aus der Mittellage leicht angestubst, bis an den Anschlag rechts oder links fällt.

So und weil die Kugellager viel mehr Vorspannung brauchen können die den Innenring eher wieder zurückdrücken wenn das Spiel bzw. die Vorspannung korrigiert werden soll. Sitzt der Innenring recht fest dann kann es schon schwierig werden ein Kegelrollenlager korrekt einzustellen. Notfalls musst Du das obere Lager durch Schläge mit dem Schonhammer auf die Nutmutter davon überzeugen sich wieder ein wenig auf dem Schaft zu bewegen. Also es geht schon ich denke aber es ist fummeliger bei Kegelrollenlagern die Vorspannung korrekt einzustellen wenn der Innenring des oberen Lagers eher stramm sitzt.

Kai

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Ich habe meine V4 im Winter ebenfalls auf die o.a. Kegelrollenlager 22-1039 umgerüstet. 

Was mir auffiel war, dass die Dichtungen der Dichtungsringe zu hoch sind. Bei der Montage würden diese auf das Lager drücken und so ein Einstellen nicht ermöglichen, da immer gegen den Widerstand des Dichtrings gearbeitet würde. Hier muss vor der Montage nachgearbeitet werden.

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Ja genau das habe ich beim unteren Lager auch festgestellt. Die Lager sitzen genau in dem Gummirand der die Lager in der Drehung bremst. Da das Lager aber bereits aufsetzt könnte ich nur den Rand weg schneiden. Ziemlich fummelig

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