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Super, Super+ oder Ultimate 102


Dennis 82

Empfohlene Beiträge

Also bei hochdrehenden oder Leistungsmotoren, was Motorradmotoren sind, würde ich schon versuchen den Ethanol-Anteil im Sprit so gering wie möglich zu halten. Das hat auch nix mit dem Marketing der Ölmultis zu tun, sondern lernt jeder Maschinenbauer in Thermodynamik. 
Freigegeben heißt ja auch nicht automatisch, dass es das bestmögliche ist. Freigegeben heißt, dass die Hersteller mit E10 Tests gemacht haben und keine gravierenden Schäden auf 50.000km (ist glaube die Dauererprobung bei Motorrädern, Autos 100.000km) aufgetaucht sind, trotzdem verrußen Bauteile stärker, je höher der Ethanol-Anteil ist. 
 

Ich persönliche verzichte daher auf E10 und nutze meistens E5 oder Super Plus. Die ganzen V-Power/Ultimate/Excellium/etc. sind dagegen schon eher Marketing. Oder sagen wir es besser so, man kann keinen klaren messbaren Effekt raustesten. Aber wie bei vielen, jeder wie er es am liebsten mag und sich wohl fühlt, die gesteigerte Klopffestigkeit braucht’s aber nicht wirklich. 

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Was bei unserem Hobel relevant sein kann ist dass der Verbrauch etwas geringer und die Reichweite damit etwas größer ist mit E0 vs. E5 vs. E10.

Macht sicherlich keinen Liter auf 100km aus, aber kann einen vorm 'zu Fuß gehen' bewahren 😉 

Eine höhere Oktanzahl kann je nach Auslegung des Motors/Software und Umgebungstemperatur/Fahrweise ebenfalls einen positiven Einfluss auf Verbrauch und Leistung haben. Weiß aber nicht wie leicht man das Mopped in den Bereich bringt.

Längere Standzeiten sind mit E10 nicht empfehlenswert, da es mehr Wasser zieht und Dichtungen, Schläuche etc. eher korrodiert.

Achja bei mir kommt ausschließlich E5 rein.

Bearbeitet von Whitekeeper
Ergänzung
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vor einer Stunde schrieb Whitekeeper:

Was bei unserem Hobel relevant sein kann ist dass der Verbrauch etwas geringer und die Reichweite damit etwas größer ist mit E0 vs. E5 vs. E10.

Macht sicherlich keinen Liter auf 100km aus, aber kann einen vorm 'zu Fuß gehen' bewahren 😉 

Eine höhere Oktanzahl kann je nach Auslegung des Motors/Software und Umgebungstemperatur/Fahrweise ebenfalls einen positiven Einfluss auf Verbrauch und Leistung haben. Weiß aber nicht wie leicht man das Mopped in den Bereich bringt.

Längere Standzeiten sind mit E10 nicht empfehlenswert, da es mehr Wasser zieht und Dichtungen, Schläuche etc. eher korrodiert.

Achja bei mir kommt ausschließlich E5 rein.

Stimmt, das hatte ich bei meinem Beitrag vergessen. Bei längeren Standzeiten ist ein höherer Ethanol-Anteil nicht zu empfehlen, zieht Wasser. 👍

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vor 4 Minuten schrieb Dennis 82:

Im Bordbuch steht, dass 95 bis 98 Oktan vorgeschrieben ist. 

Können Probleme mit 102 (ultimate) auftreten, die sich auch negativ auswirken? 

Verwendet man Benzin mit nicht ausreichender Oktanzahl (Klopffestigkeit) in einem leistungsfähigen Ottomotor kann es  vorkommen, dass sich nach der regulären Zündung des Gemischs das bis dahin noch unverbrannte Gemisch durch den Druckanstieg unkontrolliert selbst entzündet. Die Flammen breiten sich nicht allmählich über den gesamten Brennraum aus.
Dadurch entsteht ein plötzlicher Druckanstieg und in der Folge eine rasche Schwingung des Drucks. Dies führt zu einem hörbaren Klopfen
 und zu einer Überbelastung des Kolbens und des Kurbeltriebs, damit auch zu erhöhtem Verschleiß des Motors. Also niemals unter ROZ 95. 

 

Eine hohe Klopffestigkeit bedeutet aber auch, dass die gewollte Zündung mithilfe einer Zündkerze schwieriger wird. Bei mit benzinbetriebenen Ottomotoren ist dies aber kein Problem, interessant wird es eher bei Betrieb mit Erdgas (sehr hohe Klopffestigkeit). 

Für Benzinarten reicht eine mäßige Zündenergie für eine zuverlässige Zündung aus, auch bei höherer Oktanzahl des Kraftstoffs.

Also geht höher eigentlich immer, wobei ich dabei nicht die Hand ins Feuer legen möchte, dass sich ein Hersteller bei einem Garantiefall und der Analyse bei Nutzung eines höheren Oktanzahl-Benzins nicht versuchen würde, aus der Verantwortung zu stehlen und eben die Garantie ablehnt. Ist halt so in der Betriebsanleitung angegeben, obwohl es technisch Quatsch ist. 
 

Kurz: Es gibt normalerweise keinen technischen Nachteil, aber mit der Nutzung gibst Du dem Hersteller im Falle eines Garantieschadens die Möglichkeit für eine Ausrede. 

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vor 1 Minute schrieb MacMunic:

Verwendet man Benzin mit nicht ausreichender Oktanzahl (Klopffestigkeit) in einem leistungsfähigen Ottomotor kann es  vorkommen, dass sich nach der regulären Zündung des Gemischs das bis dahin noch unverbrannte Gemisch durch den Druckanstieg unkontrolliert selbst entzündet. Die Flammen breiten sich nicht allmählich über den gesamten Brennraum aus.
Dadurch entsteht ein plötzlicher Druckanstieg und in der Folge eine rasche Schwingung des Drucks. Dies führt zu einem hörbaren Klopfen
 und zu einer Überbelastung des Kolbens und des Kurbeltriebs, damit auch zu erhöhtem Verschleiß des Motors. Also niemals unter ROZ 95. 

 

Eine hohe Klopffestigkeit bedeutet aber auch, dass die gewollte Zündung mithilfe einer Zündkerze schwieriger wird. Bei mit benzinbetriebenen Ottomotoren ist dies aber kein Problem, interessant wird es eher bei Betrieb mit Erdgas (sehr hohe Klopffestigkeit). 

Für Benzinarten reicht eine mäßige Zündenergie für eine zuverlässige Zündung aus, auch bei höherer Oktanzahl des Kraftstoffs.

Also geht höher eigentlich immer, wobei ich dabei nicht die Hand ins Feuer legen möchte, dass sich ein Hersteller bei einem Garantiefall und der Analyse bei Nutzung eines höheren Oktanzahl-Benzins nicht versuchen würde, aus der Verantwortung zu stehlen und eben die Garantie ablehnt. Ist halt so in der Betriebsanleitung angegeben, obwohl es technisch Quatsch ist. 
 

Kurz: Es gibt normalerweise keinen technischen Nachteil, aber mit der Nutzung gibst Du dem Hersteller im Falle eines Garantieschadens die Möglichkeit für eine Ausrede. 

Ich danke dir für die fachliche Antwort. 

Mir hilft es jedenfalls weiter 👍

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Die Oktanzahl an der Tanke zeigt die MIN. Oktanzahl an.

Somit kann Superplus auch 100 ROZ haben.

Wird für den Hersteller unmöglich sein, Dir nachzuweisen, daß Du bewußt 100 Oktan getankt hast, statt Superplus (min. 98 ROZ).

 

Als jahrelanger Berufspendler weiß ich aus eigener Erfahrung aber, daß nicht jede Tanke die gleiche Suppe verkauft.

Konnte im Fahrtenbuch eindeutig einen Mehrverbrauch von 0,3 bis 0,5 L/100km nachlesen. Täglich gleiche Zeit, gleiche Strecke bei 40tkm/Jahr.

Tanke seither bevorzugt nur noch an Premiumtankstellen.

Auch der Auspuff ist sauberer als bei den freien Tanken.

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vor 2 Stunden schrieb DuK:

Die Oktanzahl an der Tanke zeigt die MIN. Oktanzahl an.

Somit kann Superplus auch 100 ROZ haben.

Wird für den Hersteller unmöglich sein, Dir nachzuweisen, daß Du bewußt 100 Oktan getankt hast, statt Superplus (min. 98 ROZ).

 

Als jahrelanger Berufspendler weiß ich aus eigener Erfahrung aber, daß nicht jede Tanke die gleiche Suppe verkauft.

Konnte im Fahrtenbuch eindeutig einen Mehrverbrauch von 0,3 bis 0,5 L/100km nachlesen. Täglich gleiche Zeit, gleiche Strecke bei 40tkm/Jahr.

Tanke seither bevorzugt nur noch an Premiumtankstellen.

Auch der Auspuff ist sauberer als bei den freien Tanken.

Tankst Du Diesel oder Benzin? 

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Um ehrlich zu sein habe ich bei unserer Gurke oft gar keine Chance zu tanken was ich will. Oft suche ich die nächste Tankstelle, und die ist im ländlichen Raum auf einer Tour selten Aral oder Shell. 

Daher nehme ich immer das beste was gerade in der Nähe ist, also 95 oder besser. Oder plant Ihr Eure Touren genau mit Tankstellenwahl? Das mach ich nie, ich fahre einfach drauf los 😀

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Ich tanke Ultimate 102 bei allen Bikes, wenn verfügbar. 

Neben der höheren Klopffestigkeit sind auch die zugesetzten Additive für Reinigung und Reibungsminderung ein Unterschied. 

Moderne Steuergeräte sind auch in der Lage sich den höheren Oktanzahlen anzupassen und können so theoretisch weiter an die Leistungsgrenze gehen. Dem Klopfen, also dem ungewollten Selbstentzünden des Gemisches, wird so auf jeden Fall vorgebeugt. 

Die sauberere Verbrennung kann man tatsächlich gut am Auspuff erkennen. Inwieweit die Additive helfen, kann man nach Zerlegen des Motors feststellen. Aber auch hier gibt es genug Interpretationsspielraum. 

 

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vor 18 Minuten schrieb fliegenpilz78:

Um ehrlich zu sein habe ich bei unserer Gurke oft gar keine Chance zu tanken was ich will. Oft suche ich die nächste Tankstelle, und die ist im ländlichen Raum auf einer Tour selten Aral oder Shell. 

Daher nehme ich immer das beste was gerade in der Nähe ist, also 95 oder besser. Oder plant Ihr Eure Touren genau mit Tankstellenwahl? Das mach ich nie, ich fahre einfach drauf los 😀

🤣

Tatsächlich mache ich es manchmal so. Ansonsten erstmal Tankstelle und dann los.

Auch ländlich (Bergisches Land)

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Am 17.8.2022 um 19:33 schrieb MacMunic:

Stimmt, das hatte ich bei meinem Beitrag vergessen. Bei längeren Standzeiten ist ein höherer Ethanol-Anteil nicht zu empfehlen, zieht Wasser. 👍

Ist das bei längeren Standzeiten nicht eher ein Vorteil? So kann das Wasser vom Ethanol aufgenommen werden. Wenn das nicht passiert, dann sammelt sich das Wasser am tiefsten Punkt und kann dort Schaden anrichten. Hab ich mal irgendwo gelesen und abgespeichert.

Sonst tanke ich auch meist Aral Ultimate, die Schwimmerkammern bleiben so schön sauber (hab nur eine Spritze). 

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vor 1 Stunde schrieb Klausi:

Mein Nachbar betreibt zwei Markentankstellen, der meinte neulich dass auch in 100 Oktan usw. Alkohol/Ethanol zugemischt ist, weil gesetzlich vorgeschrieben!

Ich bin eigentlich auch immer davon ausgegangen dass in dem >= 100 Oktan Zeug nichts beigemischt ist.

 

vor 43 Minuten schrieb lucky7:

Falsch 😂 BP hat auch nix drin, haben sie mir zumindest geschrieben 😬

Ja was denn nun …. 🤯

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Einfach mal lesen was bzgl. Ethanol an der entsprechenden Zapfsäule steht 😉 - muss ausgewiesen sein.

Ultimate 102 und V-Power Racing wird definitiv kein Ethanol zugesetzt. Entweder erfüllen die ihre Vorgaben bzgl. Ethanol über den Produktmix oder es hängt an den anderen Biokomponenten. Aral (gehört zu BP) verwendet für das U102 ETBE, eine Komponente für deren Herstellung Ethanol verwendet wird, die aber chemisch sehr hochwertig ist und in großer Menge problemlos zugesetzt werden kann. Und daher auch nicht ausgewiesen wird an der Zapfsäule.

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vor 1 Stunde schrieb Fox Romeo:

Ist das bei längeren Standzeiten nicht eher ein Vorteil? So kann das Wasser vom Ethanol aufgenommen werden. Wenn das nicht passiert, dann sammelt sich das Wasser am tiefsten Punkt und kann dort Schaden anrichten. Hab ich mal irgendwo gelesen und abgespeichert.

Sonst tanke ich auch meist Aral Ultimate, die Schwimmerkammern bleiben so schön sauber (hab nur eine Spritze). 

Nein eher nicht weil das Ethanol selbst (erst recht in Verbindung mit Wasser) auch chemisch aggressiv ist. Wenn Du Wasser im Sprit hast, klar, ein Schuss Ethanol dazu dann nimmt der das Wasser auf. Aber dann am besten die Brühe gleich verfahren dass sie weg ist. Hier kannst Du Dich dazu bissl schlau lesen.

Kai

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vor 1 Stunde schrieb lunschi:

Nein eher nicht weil das Ethanol selbst (erst recht in Verbindung mit Wasser) auch chemisch aggressiv ist. Wenn Du Wasser im Sprit hast, klar, ein Schuss Ethanol dazu dann nimmt der das Wasser auf. Aber dann am besten die Brühe gleich verfahren dass sie weg ist. Hier kannst Du Dich dazu bissl schlau lesen.

Kai

Fehlt da ein Link? 😎

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Am 17.8.2022 um 10:10 schrieb Luke_LP:

Nichts für ungut, aber mit E10 würde ich noch nicht mal den Rasenmäher betanken :D

Ich habe ungefähr 10 Jahre lang E10 in alles gekippt was in der Garage stand, weil es in New Jersey nichts anders gab - funzt noch immer alles bestens. Und der Mustang schluckt das Zeugs nun schon seit fast 16 Jahren. Der schnurrt auch noch immer wie am ersten Tag.

Hier in NC gibt es einige Tankstellen, an denen man Ethanolfreien Sprit bekommt -  die Moppeds werden nun dort betankt, weil sie doch etwas geschmeidiger laufen - aber wie bereits oben angemerkt ist es nicht notwendig.

Ausser man hat eine Duc mit Kunstofftank - der kann sich sich schonmal verformen … hatte Ducati aber auf Kulanz ersetzt.

Bearbeitet von jhf
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vor einer Stunde schrieb Helmi:

Ist soweit ich weiß der selbe Laden. BP betreibt seine Stationen in Deutschland unter dem Namen Aral.

An den Aral-Tanksäulen befindet sich in der Regel irgendwo ein kleiner gelb/grüner BP-Sticker.

Zum Glück heißen die bei uns noch Aral - hat Akzeptanzgründe.

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