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€10,000 für umfassenden Motorservice der 1299S


Sharelock

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Werte Mitstreiter, 

gerne möchte ich mit euch meine Werkstatterfahrung für meine 1299S teilen. Zum einen um eine generelle Einordnung von euch gemäß des angesetzten Arbeitsaufwandes (450 AWs) zu bekommen, zum anderen um ggf. ein etwas "abschreckenderes" Beispiel zum Thema Servicekosten bei den großen Ducati Superbike zu bieten.

EDIT nach Abholung des Motorrads: Es handelt sich bei der Werkstatt / dem Händler um: Ducati Niederrhein - Ulrich Ziehm GmbH

Einleitung:

Grundsätzlich war mir beim Kauf der 1299S bewusst, dass Service Rechnungen durchaus knackig werden können. Schließlich ist die 1299 Reihe der letzte große V2 von Duc - das Ende eine Ära und mit reichlich Charakter. Komplett auf Leistung getrimmt fordert das natürlich gerade beim Motorverschleiß seinen Tribut und erzeugt Kosten. Dennoch würde ich Lügen, wenn mich die Höhe dieser Rechnung nicht überrascht hätte.

Die Maschine selbst ist BJ 2016. Ich habe sie für mit knapp 14,000Km für ~€15,000 vor 2 Jahren aus 1. Hand erworben. Der Privatverkäufer hatte selbst noch eine 1299R als Wohnzimmerdeko sowie eine 1199 für sich und eine MV F4 für die Dame. Generell kein Rennstreckentyp und mehr Liebhaber der großen Italienischen Kunst. All dies gab mir ein gutes Gefühl, dass meine 1299S zuvor nicht jeden morgen kalt bis zum Begrenzer gedreht worden und jedes Wochenende im Renntraining war. Den Fehlerspeicher auslesen zu lassen habe ich damals jedoch leider versäumt. Mittlerweile hat die Maschine 23,000Km

Der Service:

Genug Prämbel, kommen wir nun zum Service selbst. Da ich mit der Werkstatt noch im Diskurs stehe, findet ihr unter meiner Nachricht einen geschwärzten Auszug. Sobald ich dieses Kapitel geschlossen habe, teile ich euch gerne mit, um welchen Vertragshändler es sich im Großraum NRW handelt. 

In den Service gegeben wurde die Maschine Ende Mai 2022. Abholen werde ich sie nächste Woche. Erstmal natürlich stark, quasi eine komplette Saison aufgrund von Service zu verlieren, auch wenn ich Sympathie für Lieferengpässe von Ersatzteilen habe. Der ursprüngliche Arbeitsauftrag war den 24,000Km Desmo Service durchzuführen, neue Schlappen aufzuziehen, sowie den Jahresservice durchzuführen (Ölwechsel, etc.). Beim Abgeben wurde mir noch empfohlen ein neues Kettenkit zu installieren - klar, kein Problem, ist ja schließlich ein Verschleißgegenstand und kommt vor.

Jetzt beginnt aber der Spaß: Während des Service dann die erste Hiobsnachricht: Der stehende Zylinder schafft den Kompressionstest nicht. Es scheint ein Auslassventil offen zu stehen. Jetzt, wo die Maschine schon auf dem Bock stand, natürlich ein Thema dem man sich widtmen sollte. Als der Zylinderkopf demontiert wurde, hat der Mechaniker festgestellt, dass auch die Nasslaufbuchse stark ausgewaschen ist (Bild(er) kann ich gerne noch teilen, falls erwünscht). Somit war klar, dass das ganze Vorhaben etwas teurer werden würde. :(

Warum aber die Servicedauer von 4 Monaten?

Hier setzt mein Störgefühl mit besagter Vertragswerkstatt leider an... Zum einen wurde bei der Diagnose des eventuell offen stehenden Ventils nach Problemen beim Kompressionstest nicht erwähnt, dass es nicht nur das Ventil sein könnte, sondern eventuell auch eine ausgewaschene Nasslaufbuchse, welche einen anderen Kostenrahmen erzeugen würde. Des Weiteren wurde nach Diagnose der ausgewaschenen Nasslaufbuchse am stehenden Zylinder (und zu welchem Zeitpunkt meine Rechnung schon bei > €6,000 war / die Maschine > 2 Monate stand) nicht 1 + 1 zusammengezählt und kombiniert, dass dieser Verschleiß ggf. auch am liegenden Zylinder vorliegen könnte. Dies war natürlich auch der Fall, wodurch sich eine 2 Wochen Verlängerung des Service ergeben hat (weitere Teile mussten im August aus Italien bestellt werden). Gerade dieser Punkt ärgert mich sehr. Als Vertragswerkstatt gehen dort jedes Jahr einige Bikes über die Bühne. Ich kann verstehen, dass man als Unternehmer nicht auf Mechanikerstunden sitzenbleiben möchte. Dennoch hätte ich mehr Weitsicht / Kombinatorik in dieser Situation erwartet, dass ein ähnliches Problem auch im zweiten Zylinder vorliegen könnte, was mir 2 Wochen erspart hätte. Vorallem, weil ich so einen wichtigen jährlichen Motorradtreff verpasst habe, da besagter Händler/Vertragswerkstatt sich geweigert hat mir irgendeine Form von Ersatzmotorrad bereitzustellen.

Was mich zuletzt stutzig macht ist die Anzahl der AWs (Bei Duc 1/12h oder 1/10h?) (Total: 450 AWs) für das Alles (siehe kompletten Umfang in den Snips unten). Leider fehlen mir hier Referenzwerte allerdings würde ich mich über eine Einschätzung von anderen 1299(S) Besitzern natürlich freuen.

Schlussfazit:

Am meisten stören mich ehrlicherweise nicht die Gesamtkosten sondern vielmehr die fehlende Weitsicht der Werkstatt bei der zweiten Nasslaufbuchse sowie die Verweigerung eines Leihmotorrads auch nur für ein Wochenende nach zu dem Zeitpunkt >2.5 Monaten Servicedauer. Ich mein jetzt mal ehrlich, wenn ich mein KfZ bei einem Premiumhersteller in den Service gebe, mein KfZ zwar von 2016 ist, jedoch damals die leistungsstärkste / teuerste Modellinie war, dann erwarte ich doch a.) einen kompetenten Mechaniker und b.) zumindest einen Leihwagen zu bekommen wenn unbedingt nötig oder habe ich hier einen falschen Leistungsanspruch? 

 

Würde mich natürlich freuden, zu hören, was ihr so zu dem Thema denkt. Gerade, wenn ihr ähnliche Erfahrungen gemacht habt, oder vergleichbare Leistungen von Vertragshändlern durchführen lassen habt, freue ich mich über eurer Kommentar.

Beste Grüße,
Sharelock

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Der Arbeitsumfang:

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Rechnung Seite 1 von 2:

image.thumb.png.d8eef8f19f531a8f5f44cee67a53ff09.png

Rechnung Seite 2 von 2:

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Bearbeitet von Sharelock
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vor 4 Minuten schrieb DesmoRider:

Puh, das ist schon ne Hausnummer. Ich hatte selbst einen ähnlich umfassenden Motorservice an der V4. Waren 35h für die Motorinstandsetzung inkl. kompletter Demontage und nochmal rund 7h für das Ventilspiel. 45h scheint mir also nicht völlig abwegig.

Danke dir, das hilft schon einmal gut weiter!

 

vor 4 Minuten schrieb VE:

wow, so eine Rechnung würde mich ja fertig machen.
Wobei sich mir die Frage stellt, warum du nicht den Großteil selbst gemacht hast..

Natürlich ein guter Punkt, da fehlt mir allerdings etwas die Zeit für, weshalb ich auf eine gute Vertragswerkstatt angewiesen bin. Die Maschine steht zudem auch in Deutschland und mich hat es durch den Job mittlerweile nach London gezogen. Somit ist Schrauben am Wochenende nicht wirklich möglich.

Wirklich frustriert hat mich am Ende primär das Verhalten der Werkstatt bzgl. Ersatzmotorrad und die fehlende Weitsicht bei der Nasslaufbuchse. Beides hätte man m.M.n. kundenfreundlicher lösen können.

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Stramme Rechnung...sieht man auch nicht jeden Tag und muss erst mal verdaut werden.

Mein Vorgehen in solchen Fällen: Kostenvoranschlag bei einer Referenz für eben diese Arbeiten anfordern z.B. bei Ducati Aprilia Kämna.

Dann kannst Du zumindest übersehen, ob die Rechnung im Rahmen oder eben außerhalb ist. Gffs. dann die Werkstatt damit konfrontieren und eine Anpassung anregen. So einen Kunden möchte eigentlich keine Werkstatt verlieren.

Diese Salami-Taktik erinnert ein wenig an U-Turn - das wäre dann aber ein etwas anderes Thema.

 

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vor 46 Minuten schrieb Flotter Otto:

Wenn ich mir die Rechnung anschaue wurden nur Zylinder/Kolben getauscht, keine Lager insbesondere Hauptlager?

Ich gebe zu, ich habe keine Ahnung von Pani-Motoren, da könnte @Gegi sicherlich was zu sagen, aber es ist ein Motor mit Steuerkette, was ist da das große Hexenwerk um solche Kosten bzw Arbeitswerte zu legitimieren? 

Kurbelwellenlager stehen auf der Rechnung (s. Arbeitsumfang). 

Bearbeitet von ducster
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Danke euch für die Rückmeldungen. Ich habe die Werkstatt nun zum einen darum gebeten, die AWs gemäß dem Mechaniker Tagebuch/Log auf die Arbeitsschritte zuzuteilen um mehr Klarheit zu haben und eventuellen Fehl-/Doppelbuchungen einhalt zu gebieten. Zum anderen macht mich die "M: 16" hinter den Arbeitseinheiten stutzig, weshalb ich auch darum gebeten habe, die Zeiteinheit bei den AWs zu klarifizieren.

Mal sehen, womit die Werkstatt zurück kommt - Alles in allem hat die Erfahrung mit Sicherheit ein paar Lerneffekte erzeugt... 🙂

 

vor 10 Minuten schrieb Georg70:

Ohne Kostenvoranschlag natürlich ein Fass ohne Boden und dann noch nicht mal ein popliges Leihmoped, Versicherungstechnisch eigentlich  ein Totalschaden, bei der Summe 🤕

Gute Besserung 🍀

Danke dir - Kostenvoranschlag gab es leider nur iterativ und belief sich am Ende auch auf €8,000 - 9,000. Teilweise habe ich Sympathie, dass man beim Desmoservicekostenvoranschlag natürlich nicht wissen kann, wie die Nasslaufbuchsen aussehen. Dennoch besteht natürlich selbst am Ende immernoch ein Delta von 10%+ zur iterativen Veranschlagung.

Versicherungstechnisch hast du sicherlich Recht. Dennoch baut sich mit der Zeit ja auch Sympathie für die eigene Italienerin auf. 🙂

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vor 3 Minuten schrieb Sharelock:

Teilweise habe ich Sympathie, dass man beim Desmoservicekostenvoranschlag natürlich nicht wissen kann, wie die Nasslaufbuchsen aussehen.

Für den Desmoservice braucht man keinen Kostenvoranschlag, der ist von Ducati mit 10,5 AW definiert. 1 Aw = 1/10h

Beim Desmoservice macht man keine Insprektion der Zylinderlaufbahn. Ich gehe davon aus dass mir Nasslaufbuchse die Zylinderbuchse gemeint ist?

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vor 28 Minuten schrieb Flotter Otto:

Achso, nochwas zum Thema Arbeitswert (oder Arbeitseinheit) bei Ducati

Ein AW ist lt. Servicevorgaben von Ducati eigentlich eine 1/10-Stunde

Stutzig macht mich das m:16, was bedeuten könnte dass es 3min 45s sein könnte. Dies wäre zu klären.

Danke für deine Einschätzung. Deine Meinung teile ich.

 

vor 25 Minuten schrieb Flotter Otto:

Für den Desmoservice braucht man keinen Kostenvoranschlag, der ist von Ducati mit 10,5 AW definiert. 1 Aw = 1/10h

Beim Desmoservice macht man keine Insprektion der Zylinderlaufbahn. Ich gehe davon aus dass mir Nasslaufbuchse die Zylinderbuchse gemeint ist?

Danke dir - Gut zu wissen, das diese von Ducati fest definitiert sind. Diezbezüglich sollte ja die Aufteilung der AWs auf die einzelnen Arbeitsschritte/Servicepunkt Einsicht gewähren. 

Ja genau, mit der Nasslaufbuchse ist die Zylinderbuchse gemeint. Der Ablauf war, dass die Werkstatt nach dem Desmoservice einen Kompressionstest der Zylinder gemacht hat, ob diese den Druck halten. Hierbei ist aufgefallen, dass der stehende Zylinder dies nicht tut. Die erste Diagnose war, dass ein Ventil offen steht. Beim Austausch des tatsächlich fehlerhaften Ventils ist der Verschleiß an der Zylinderlaufbahn vom stehenden Zylinder aufgefallen. Während des behebens diesem ist dann selbiges am liegenden Zylinder aufgefallen.

Für mich als relativer Laie klingt dies erstmal hinreichend Plausibel. Auch, dass man diese Erkenntnisse nicht zu Beginn vor verschraubtem Motor treffen kann, ist mir schlüssig. Am Ende will ich jedoch nicht ausschließen, dass die Fachmänner hier meine Unkenntnis gewittert, und dementsprechend geltend gemacht haben.

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Bitte entschuldige wenn ich das so sage, aber wenn ich denke ein Ventil steht offen (was bei Desmodromik (Zwangssteuerung) schwierig wäre !!!!) nehme ich dann nicht kurz den VD ab und schaue kurz nach? Wir reden hier ja nicht von einem kaputten Stößel oder einer gebrochenen Ventilfeder, sondern Desmodromik...

Und wenn der Stehende im Test passte, wieso wurde der auch gemacht?

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vor 12 Minuten schrieb Flotter Otto:

Bitte entschuldige wenn ich das so sage, aber wenn ich denke ein Ventil steht offen (was bei Desmodromik (Zwangssteuerung) schwierig wäre !!!!) nehme ich dann nicht kurz den VD ab und schaue kurz nach? Wir reden hier ja nicht von einem kaputten Stößel oder einer gebrochenen Ventilfeder, sondern Desmodromik...

Und wenn der Stehende im Test passte, wieso wurde der auch gemacht?

Um ehrlich zu sein, war diese erste Diagnose telefonisch, deshalb habe ich den genauen Wortlaut leider nichtmehr parat. 

Der Stehende passte im Test nicht, deshalb wurde bei diesem die Zylinderbuchse erneuert. Beim Demontieren des Motors zwecks Tausch der Zylinderbuchse hat der Mechaniker einen gleichen Verschleiß auch beim liegenden Zylinder festgestellt. Konfrontiert damit, habe ich mich entscheiden dann direkt auch die Buchse des Liegenden zu erneuern um eventuelle Motorschäden vorzubeugen. 

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vor 8 Stunden schrieb Sharelock:

Um ehrlich zu sein, war diese erste Diagnose telefonisch, deshalb habe ich den genauen Wortlaut leider nichtmehr parat. 

Der Stehende passte im Test nicht, deshalb wurde bei diesem die Zylinderbuchse erneuert. Beim Demontieren des Motors zwecks Tausch der Zylinderbuchse hat der Mechaniker einen gleichen Verschleiß auch beim liegenden Zylinder festgestellt. Konfrontiert damit, habe ich mich entscheiden dann direkt auch die Buchse des Liegenden zu erneuern um eventuelle Motorschäden vorzubeugen. 

Um Dir deutlich zu machen weshalb das Thema mit den Hauptlagern wichtig ist:

Wechselt man die Zylinder und Kolben kann man das machen ohne den Motor zu trennen. Das ist eine vergleichsweise banale Sache, der Aufwand erheblich geringer. Der Aufwand von 45h wäre nur zu legitimieren wenn der Motor tatsächlich auseinander gerissen wurde, komplett

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Erneut natürlich vielen Dank für eure Meinungen. Den Punkt bezüglich der Kurbelwelle als auch dem Zylinder-Kolbenset werde ich mal als Fragen an die Werkstatt weitergeben.

In der Zwischenzeit hat sich diese auch mit einer AW Einteilung gemeldet (AW = 6 mins):

  • 140 AW für Desmoservice mit Ventilspielkontrolle, Kühlflüssigkeitswechsel, Zündkerzen- und Luftfilterwechsel
  • 15 AW für Kettenkitwechsel
  • 15 AW für Reifenwechsel
  • 280 AW für das Instandsetzen des Motors

Hat jemand zufällig eine aktuelle Instandsetzungstabelle für Ducati parat? Ich konnte im Internet leider nur veraltete Tabellen finden.

BG

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vor 22 Minuten schrieb VE:

140 AW für Desmoservice inkl. Wechsel Kühlmittel, Zündkerzen und Lufi?? das wären dann ca. 1500 Euro, da ist ja 280 AW für Motorzerlegung noch preiswert...

Hierzu muss ich einwerfen, dass die Werkstatt den Desmoservice ja genau genommen zwei Mal durchgeführt hat. Beim ersten Mal habe sie ja dann die Kompressionsthematik festgestellt und mussten daraufhin nach beheben diesem noch einmal einstellen. Das ich deshalb die Serviceleistung auch doppelt bezahlen soll, weil beim ersten Mal etwas übersehen worden ist, ist natürlich auch gut...

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vor 8 Minuten schrieb RolandH.:

90 Minuten für´s Kettenkit und nochmal 90 Minuten für neue Reifen .... das ist alles sehr merwürdig.
Gruß
Roland

Wollte ich auch schon kommentieren, hinten dauert max 10min mit ein und Ausbau. Vorne einen ticken länger wegen der Sättel aber trotzdem bin ich da in 30-40min komplett fertig. Kette dauert auch max 45min. mit Ritzel und Kettenblatt.

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... und Chuck Norris wechselt beides in 5 Minuten mit verbundenen Augen.

Nur weil es schneller gehen kann heisst es nicht dass schneller gehen muss. Die AWs werden hier vermutlich von Ducati vorgegeben sein. Da würde ich erstmal die Kirche im Dorf lassen.

 

EDIT: Will sagen, die Fragen die sich bzgl. KW-Lager und Kopfdichtungen ergeben sind imo spannender.

Bearbeitet von nilo
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Die Positionen für Reifen- und Kettenwechsel ist natürlich zu hinterfragen. 

10,5 h sind die Vorgabe für den Desmoservice von Ducati. Ich meine jedoch einmal gehört zu haben: einstellen kostet extra. Das wäre zu hinterfragen. 

Die Zeit für die Motorinstandsetzung finde ich nun nicht so abwegig. 

So wie ich das verstanden habe, ist die nicht optimale Kommunikation der Werkstatt problematisch.

Bearbeitet von bu2tler
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vor 2 Stunden schrieb RolandH.:

90 Minuten für neue Reifen .... das ist alles sehr merkwürdig.

So lange hat's bei mir und meinem Mechaniker auch schon gedauert. Da war ich zuständig für das Fleisch zum Grillen und habe im Scherz zu ihm gesagt: Du heizt den Grill ein, und ich kümmere mich um den Reifenwechsel an meinem Motorrad. Er nahm mich beim Wort, und deswegen hat's so lange gedauert. Nach 90 Minuten waren wir aber ca. mit allem durch: Fleisch auf dem Grill, Reifen gewechselt (inkl. meinen 45min herumgefummel) und bereits das erste Bier gekippt. 

Aber ernsthaft: Der Preistag ist heftig, und zeigt so gar nichts von entgegenkommen. Egal bei welcher Werkstatt: Wenn's im 4stelligen Bereich war haben die immer irgendwas noch kostenlos gemacht (z.B. Motorrad gewaschen, Reifen aufziehen kostenlos oder irgend sowas) und das auch so ausgewiesen. Meinen jetzigen Schrauber kenne ich auch persönlich recht gut. Da fallen auch mal Aussagen wie: "1h effektive Arbeitszeit um eine Glühbirne zu wechseln, aber das kann ich doch dem Kunden nicht verrechnen." Mein Bauchgefühl sagt mir, dass es bei diesem NRW-Händler wohl gegenteilig aussieht.

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vor 26 Minuten schrieb DrJones:

Ist gemäss Sharelock im Grossraum NRW. Hätte sonst natürlich den Namen des Händlers nochmals genannt, damit auch die Google-Suche drauf aufmerksam wird. 

Keine Sorge, den Namen des Händlers werde ich nach Abholung meines Motorrads hier teilen. Ich möchte nur erst mein Schäfchen ins Trockene bringen. 

 

Des Weiteren habe ich gerade mit dem Händler gesprochen und ein paar weitere Infos erhalten:

  • Desmoservice ist mit 10.5h sprich 105 AWs angesetzt. Wie @bu2tler vermutet hat, beinhaltet dies kein Einstellen. Der Händler wird mir im übrigen die letzte Instandhaltungstabelle schicken. Ich teile diese dann gerne auch hier
  • Insgesamt wurden anscheinend sogar 520 AWs auf meinem Motorrad gearbeitet - lediglich 450 davon waren jedoch Rechnungsfähig
  • Kettenkit / Reifenwechsel kann sich teilweise leicht unterscheiden können je nach Modell etc.

Nach Relativierung der Desmoservice AW Zahl und aufgrund der Generalisierung beim Thema "Motorinstandsetzung" fehlt mir leider auch der Anhaltspunkt um für niedrigere AWs zu argumentieren. Der Service scheint in der (AW) Höhe (oder sogar mehr) wirklich erbracht worden sein. Ich vermute nach wie vor, einen extra Neukundenpreis bekommen zu haben. Die benötigte Energie, jetzt triftig nachzuweisen, dass man den 10% - 20% Neukundenaufschlag bekommen hat, stecke ich jetzt allerdings lieber in eine bessere Auswahl meiner nächsten Werkstatt und schließe dieses Kapitel ab.

Danke auf jeden Fall euch allen für eure Kommentare und Meinungen.

Beste Grüße,

Sharelock

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Gerade eben schrieb Flotter Otto:

Soweit verständlich. Aber wie gesagt, Dir wurden 4 Kopfdichtungen in Rechnung gestellt...

Ja, ich glaube das hängt mit der Thematik zusammen, dass der Desmoservice im Prinzip zwei Mal durchgeführt worden ist. Das man dies tun musste ist ja auf den Umstand zurückzuführen, dass ein tieferes Problem (Zylinderbuchsen) bestand. Das die Werkstatt das vor dem verschlossenen Motor nicht sehen kann, verstehe ich. Dass man sich etwaige AWs dann nicht kulanter weise zwischen Händler und Kunde teilt, verstehe ich weniger. 

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