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Testastretta mit 52000 km - Motorrevision


lunschi

Empfohlene Beiträge

Hallo,

zur allgemeinen Belustigung stelle ich hier mal ein paar Bilder von den Innenteilen unseres 1198S-Motors ein den ich jetzt mit 52000 km auf der Uhr geöffnet hatte weil mich die ganzen Nachrichten über Lagerschäden nervös gemacht hatten.

Der Motor war wirklich angenehm zu zerlegen es gibt wenn man den Gegenhalter für den Limarotor und den Schlüssel für die Nutmutter der Zwischenwelle hat keine besonderen Spezialwerkzeuge die man braucht (Abzieher oder dergl.) - vorausgesetzt man hat die Kupplung schon ausgebaut.

Also die Kurbelwelle sah schon mal äußerlich soweit ok aus, keine eingelaufenen Lagerzapfen o. ä.
Kurbeltrieb.jpg
Um die Pleuelschrauben zu lösen braucht man eine 10mm 12kant-Nuß oder einen guten Ringschlüssel mit Verlängerung. Dann sieht man die Teile um die es hier eigentlich überhaupt ging nämlich die Pleuellagerschalen. Erstmal die Unterschalen:
Pleuellager.jpg
Das rechte Lager (was zuerst mit Öl versorgt wird) hat etwas Dreck schlucken müssen was eine Riefe mittig bis aufs Kupfer erzeugt hat. Die eigentliche Laufschicht hat auch einige eingebettete Fremdkörper sieht aber insgesamt meiner Einschätzung nach noch gut aus. Die Schale vom stehenden Zylinder (unten) ist wirklich noch recht gut, nur ganz leicht poliert und hat nur wenig Dreck schlucken müssen. Die kritischeren "oberen" Schalen sitzen im Pleuel und sehen so aus:
Pleuel.jpg
Wie zu erwarten etwas mehr Verschleiß als in den unteren Schalen aber auch hier noch weit weg von kritischem Zustand. Das Lager vom liegenden Zylinder (rechts) hat sichtbar Dreck bzw. Späne abbekommen die eine ordentliche Riefe bis in die Kupferschicht gezogen haben trotzdem wie ich denke noch ein brauchbares Tragbild.

Der Hubzapfen sieht dann so aus:
Kurbelzapfen.jpg
Man sieht beim Lager des liegenden Zylinders (rechts) eine kleine Kratzspur die ist aber mit dem Fingernagel nicht spürbar.

Jetzt zum Schaltgetriebe - hier erstmal die Schaltgabeln.
Schaltgabeln.jpg
Eine der drei Schaltgabeln (die linke) hat deutliche Einlaufspuren und sollte wohl sinnvollerweise ersetzt werden die anderen würde ich für noch gut halten.

Der Zahnradsatz macht finde ich einen recht guten Eindruck:
Zahnr%C3%A4der.jpg
Man sieht Tragspuren, ja aber nichts von Pitting oder echtem Verschleiß, auch beim kritischen 5. und 6. Gang.

Mein Plan wäre nach jetzigem Stand die eine Schaltgabel zu ersetzen; ansonsten wird der Motor neu gelagert, die Welle feingewuchtet und das Ganze wieder zusammengebaut damit es weiter in Richtung 100000 km gehen kann.

Kai

Bearbeitet von lunschi
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vor 9 Stunden schrieb lunschi:

Hallo,

zur allgemeinen Belustigung stelle ich hier mal ein paar Bilder von den Innenteilen unseres 1198S-Motors ein den ich jetzt mit 52000 km auf der Uhr geöffnet hatte weil mich die ganzen Nachrichten über Lagerschäden nervös gemacht hatten.

Der Motor war wirklich angenehm zu zerlegen es gibt wenn man den Gegenhalter für den Limarotor und den Schlüssel für die Nutmutter der Zwischenwelle hat keine besonderen Spezialwerkzeuge die man braucht (Abzieher oder dergl.) - vorausgesetzt man hat die Kupplung schon ausgebaut.

Also die Kurbelwelle sah schon mal äußerlich soweit ok aus, keine eingelaufenen Lagerzapfen o. ä.

Um die Pleuelschrauben zu lösen braucht man eine 10mm 12kant-Nuß oder einen guten Ringschlüssel mit Verlängerung. Dann sieht man die Teile um die es hier eigentlich überhaupt ging nämlich die Pleuellagerschalen. Erstmal die Unterschalen:

Das rechte Lager (was zuerst mit Öl versorgt wird) hat etwas Dreck schlucken müssen was eine Riefe mittig bis aufs Kupfer erzeugt hat. Die eigentliche Laufschicht hat auch einige eingebettete Fremdkörper sieht aber insgesamt meiner Einschätzung nach noch gut aus. Die Schale vom stehenden Zylinder (unten) ist wirklich noch recht gut, nur ganz leicht poliert und hat nur wenig Dreck schlucken müssen. Die kritischeren "oberen" Schalen sitzen im Pleuel und sehen so aus:

Wie zu erwarten etwas mehr Verschleiß als in den unteren Schalen aber auch hier noch weit weg von kritischem Zustand. Das Lager vom liegenden Zylinder (rechts) hat sichtbar Dreck bzw. Späne abbekommen die eine ordentliche Riefe bis in die Kupferschicht gezogen haben trotzdem wie ich denke noch ein brauchbares Tragbild.

Der Hubzapfen sieht dann so aus:

Man sieht beim Lager des liegenden Zylinders (rechts) eine kleine Kratzspur die ist aber mit dem Fingernagel nicht spürbar.

Jetzt zum Schaltgetriebe - hier erstmal die Schaltgabeln.

Eine der drei Schaltgabeln (die linke) hat deutliche Einlaufspuren und sollte wohl sinnvollerweise ersetzt werden die anderen würde ich für noch gut halten.

Der Zahnradsatz macht finde ich einen recht guten Eindruck:
Man sieht Tragspuren, ja aber nichts von Pitting oder echtem Verschleiß, auch beim kritischen 5. und 6. Gang.

Mein Plan wäre nach jetzigem Stand die eine Schaltgabel zu ersetzen; ansonsten wird der Motor neu gelagert, die Welle feingewuchtet und das Ganze wieder zusammengebaut damit es weiter in Richtung 100000 km gehen kann.

Kai

Geil, wenn man sowas selber machen kann👍 Ich glaube mit etwas Ahnung ist das auch kein Hexenwerk, wenn nix groß dran ist.

Und wenn man es selber gemacht hat, dann weiß man, was man gemacht hat.

Würde ich auch gerne können aber in diesem Leben wird das nix mehr :D 

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vor 9 Minuten schrieb Janis:

Ich glaub ein Hauptthema ist halt auch die Beurteilung der einzelnen Komponenten. Mir würde da völlig die Erfahrung fehlen, was noch gut ist und was besser getauscht werden sollte. 

Aber super hier im Forum immer wieder sowas mal gezeigt zu bekommen... 

Die meisten Teile werden doch eh ersetzt (Lager, Kolben usw.)

Die Beurteilung läuft doch dann auf Zylinderlaufbahnen, Kurbelwelle, Pleuel und diverse Getriebeteile hinaus.

 

Kurbelwelle scheint ja wohl das letzte zu sein, was kaputt geht. Getriebeteile kostet nicht die Welt.

 

Aber du hast recht, die Beurteilung macht den Unterschied. Im Zweifel können aber auch die Experten nicht in die Teile hineinschauen und ersetzten die Teile im Zweifel eh. Wie der Halbprofi

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vor 12 Minuten schrieb Janis:

Ich glaub ein Hauptthema ist halt auch die Beurteilung der einzelnen Komponenten. Mir würde da völlig die Erfahrung fehlen, was noch gut ist und was besser getauscht werden sollte. 

Aber super hier im Forum immer wieder sowas mal gezeigt zu bekommen... 

Das finde ich auch. Vielen Dank @lunschi

Ich wüsste wirklich gerne, weshalb viele 11er so früh ausfallen, so wie meiner. Ich bin der Überzeugung, dass es am Wuchten lag. Bin mal sehr gespannt, was Deine KW an UNwucht mitbringt, Kai

vor 1 Minute schrieb turbostef:

Kurbelwelle scheint ja wohl das letzte zu sein, was kaputt geht. Getriebeteile kostet nicht die Welt.

Das kann man bei den 11ern nicht sagen. Bei meiner war es zwar sekundär wg des Pleuellagerschadens, aber such mal nach 1198 last pulse. Da stehen Dir die Haare zu Berge....

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Je mehr ich solche Beiträge von 1198ern Motoren sehe, umso größer wird meine Sorge...

Die meine hat aktuell auch 42k auf dem Tacho. Sicherlich bretter ich damit nicht so rum wie ihr auf der Renne damit.
Fahre sportlich leicht STVO gedehnt damit auf kurvigem Geläuf.

Dennoch wünschte auch ich mir ich hätte die Skills wie lunschi, den Motor selbst so weit auseinander bauen zu können.
Tiefer in den Motor wie Zahnriemen oder mal ne Ventildeckeldichtung wechseln, traue ich mich nicht.

@lunschi Machst du das auch nebengewerblich für andere Patienten? Frage für einen Freund 🙃

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vor 23 Minuten schrieb motomio:

Je mehr ich solche Beiträge von 1198ern Motoren sehe, umso größer wird meine Sorge...

Die meine hat aktuell auch 42k auf dem Tacho. Sicherlich bretter ich damit nicht so rum wie ihr auf der Renne damit.
Fahre sportlich leicht STVO gedehnt damit auf kurvigem Geläuf.

Dennoch wünschte auch ich mir ich hätte die Skills wie lunschi, den Motor selbst so weit auseinander bauen zu können.
Tiefer in den Motor wie Zahnriemen oder mal ne Ventildeckeldichtung wechseln, traue ich mich nicht.

@lunschi Machst du das auch nebengewerblich für andere Patienten? Frage für einen Freund 🙃

Sieht bei mir nicht anders aus. Bis zum Zahnriemenwechsel alles gut, aber tiefer in den Motor traue ich mich nicht. Größter Umbau für mich am Motor war der Umbau auf Trockenkupplung.

Ich denke zerlegen des Motors wäre kein Thema bei mir aber dann …..

 

Also @lunschi schön weiter mit Bildern dokumentieren! 😉

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Aus ein paar Erfahrungen mit Ducati kann ich dir sagen..  entweder er hält oder er hält nicht.

magische Grenzen hab ich mir gesteckt  1000km

12000km 

von 20000 bis 40000

 

alles über 40000 ist ein Wunder und geht vielleicht bei 100000 kaputt

 

Die 11er sind ein bissel anfälliger, da Rotieren auch mal die Kurbelwellenhauptlager im Gehäuse ;(

 

Bearbeitet von UXO
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vor 11 Stunden schrieb motomio:

Je mehr ich solche Beiträge von 1198ern Motoren sehe, umso größer wird meine Sorge...

Die meine hat aktuell auch 42k auf dem Tacho. Sicherlich bretter ich damit nicht so rum wie ihr auf der Renne damit.
Fahre sportlich leicht STVO gedehnt damit auf kurvigem Geläuf.

Dennoch wünschte auch ich mir ich hätte die Skills wie lunschi, den Motor selbst so weit auseinander bauen zu können.
Tiefer in den Motor wie Zahnriemen oder mal ne Ventildeckeldichtung wechseln, traue ich mich nicht.

@lunschi Machst du das auch nebengewerblich für andere Patienten? Frage für einen Freund 🙃

Nein ich habe natürlich noch einen "normalen" Job zum Geldverdienen und neben zwei Autos (Daily Driver bei denen ich nach Möglichkeit nur wenig selbst mache) zwei 1198, eine 800er Scrambler und ein Oldtimer-Wohnmobil auf Mercedes-LKW-Basis zu betreuen. Ich bin ausgelastet. Ich kann gerne mit schlauen Ratschlägen und/oder dummen Sprüchen unterstützen aber für viel mehr reichts nicht. Ich behaupte auch nicht ein Motoren-Guru zu sein das ist auch mit ein Grund warum ich die Bilder hier einstelle. Ich hab halt schon zwei bis sieben Motoren zerlegt und auch wieder zusammengebaut und dabei schon einiges gesehen aber vielleicht hat ja noch jemand einen Aspekt an den ich gar nicht gedacht habe. Man lernt ja gerne dazu.

Und für den ruhigeren Schlaf könntest Du vielleicht beim nächsten Ölwechsel eine Ölanalyse machen lassen das hilft vielleicht. Hatte ich bei diesem Motor zuletzt vor 10000 km auch machen lassen die war ohne Auffälligkeiten was sich ja jetzt hier auch bestätigt hat.

Kai

Bearbeitet von lunschi
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So und weiter gehts mit Zylinder und Kolben...

Hier erstmal die Zylinder (jeweils nur ein Bild, sozusagen das "worst case"-Bild):
Zylinder2.jpg
Zylinder4.jpg
Man sieht minimale Riefen in Längsrichtung die sind aber mit dem Fingernagel nicht spürbar. Das Honbild / Schliffbild ist zum Teil fast weg und die Oberfläche da wie poliert. Ich werde aber natürlich die Zylinder noch mal genau ausmessen und auf Ovalität und Konizität prüfen.

Jetzt die Kolben:
Kolben3.jpg
Da ist schon ein wenig Kruste da obwohl der Motor praktisch keinen Ölverbrauch hatte. Ich hab zwischen den Ölwechseln (12000 km) vielleicht einen Viertelliter nachgefüllt... Na ja die Dinger laufen halt auch ziemlich fett was man am Verbrauch sieht vielleicht ist das auch zum Teil eher "Benzin-Kohle".

Und die Kolbenhemden:
Kolben1.jpg
Kolben2.jpg
Man sieht am Kolbenhemd noch die Drehriefen von der Herstellung nur ganz am unteren Rand ist etwas Verschleiß erkennbar auch am Feuersteg haben die Kolben leicht gerieben (daher kommen wohl dann auch die in den Zylindern sichtbaren leichten Riefen).

Zum Abschluss noch ein Blick auf die Kolbenbolzen:
Bolzen.jpg
Kein nennenswerter Verschleiß, gerade mal "Tragspuren" zu sehen. Man sieht auch schön das die Bolzen im Pleuel und nicht im Kolben rotiert sind - genau so soll es sein.

Eine erste grobe Vermessung des Kolbenlaufspiels ergab einen Wert innerhalb der Verschleißgrenzen im WHB (deutlich unter 0,1 mm). Jetzt wäre eigentlich noch mal ein genauerer Blick auf den Zustand der Kolbenringe (Nut- und Stoßspiel) angebracht. Da der Motor aber quasi kein Öl gebraucht hat dürften da keine Überraschungen lauern. Wie an anderer Stelle schon geschrieben habe ich entschieden in Pistal-Kolben zu investieren ansonsten würde ich bei engem Budget die Zylinder mit der Honbürste durchbürsten um das Schliffbild wieder zu erzeugen und die Kolben so wieder einbauen und denen noch mindestens weitere 40000 km zutrauen.

Ohne den zu erneuernden Anlasserfreilauf und die Edel-Kolben habe ich allerdings schon Teile (Lager, Dichtungen und sonstigen Kleinkram) für ca. 1200€ auf der Liste also das summiert sich schon noch.

Kai

Bearbeitet von lunschi
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vor 21 Stunden schrieb motomio:

Je mehr ich solche Beiträge von 1198ern Motoren sehe, umso größer wird meine Sorge...

Die meine hat aktuell auch 42k auf dem Tacho. Sicherlich bretter ich damit nicht so rum wie ihr auf der Renne damit.
Fahre sportlich leicht STVO gedehnt damit auf kurvigem Geläuf.

Dennoch wünschte auch ich mir ich hätte die Skills wie lunschi, den Motor selbst so weit auseinander bauen zu können.
Tiefer in den Motor wie Zahnriemen oder mal ne Ventildeckeldichtung wechseln, traue ich mich nicht.

@lunschi Machst du das auch nebengewerblich für andere Patienten? Frage für einen Freund 🙃

Das auseinander ist weniger die Kunst als wieder ordentlich zusammen 😂🙈

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vor 14 Stunden schrieb lunschi:

So und weiter gehts mit Zylinder und Kolben...

Hier erstmal die Zylinder (jeweils nur ein Bild, sozusagen das "worst case"-Bild):
Zylinder2.jpg
Zylinder4.jpg
Man sieht minimale Riefen in Längsrichtung die sind aber mit dem Fingernagel nicht spürbar. Das Honbild / Schliffbild ist zum Teil fast weg und die Oberfläche da wie poliert. Ich werde aber natürlich die Zylinder noch mal genau ausmessen und auf Ovalität und Konizität prüfen.

Jetzt die Kolben:
Kolben3.jpg
Da ist schon ein wenig Kruste da obwohl der Motor praktisch keinen Ölverbrauch hatte. Ich hab zwischen den Ölwechseln (12000 km) vielleicht einen Viertelliter nachgefüllt... Na ja die Dinger laufen halt auch ziemlich fett was man am Verbrauch sieht vielleicht ist das auch zum Teil eher "Benzin-Kohle".

Und die Kolbenhemden:
Kolben1.jpg
Kolben2.jpg
Man sieht am Kolbenhemd noch die Drehriefen von der Herstellung nur ganz am unteren Rand ist etwas Verschleiß erkennbar auch am Feuersteg haben die Kolben leicht gerieben (daher kommen wohl dann auch die in den Zylindern sichtbaren leichten Riefen).

Zum Abschluss noch ein Blick auf die Kolbenbolzen:
Bolzen.jpg
Kein nennenswerter Verschleiß, gerade mal "Tragspuren" zu sehen. Man sieht auch schön das die Bolzen im Pleuel und nicht im Kolben rotiert sind - genau so soll es sein.

Eine erste grobe Vermessung des Kolbenlaufspiels ergab einen Wert innerhalb der Verschleißgrenzen im WHB (deutlich unter 0,1 mm). Jetzt wäre eigentlich noch mal ein genauerer Blick auf den Zustand der Kolbenringe (Nut- und Stoßspiel) angebracht. Da der Motor aber quasi kein Öl gebraucht hat dürften da keine Überraschungen lauern. Wie an anderer Stelle schon geschrieben habe ich entschieden in Pistal-Kolben zu investieren ansonsten würde ich bei engem Budget die Zylinder mit der Honbürste durchbürsten um das Schliffbild wieder zu erzeugen und die Kolben so wieder einbauen und denen noch mindestens weitere 40000 km zutrauen.

Ohne den zu erneuernden Anlasserfreilauf und die Edel-Kolben habe ich allerdings schon Teile (Lager, Dichtungen und sonstigen Kleinkram) für ca. 1200€ auf der Liste also das summiert sich schon noch.

Kai

Machst du auch Carrillo Pleuel rein oder bleibst du wie ich bei den Serien-Pleuel?

Bearbeitet von schedde
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Am 27.11.2023 um 12:15 schrieb UXO:

Aus ein paar ERfahrungen mi tDucati kann ich dir sagen..  entweder er hält oder er hält nicht.

magische Grenzen hab ich mir gesteckt  1000km

12000km 

von 20000 bis 40000

 

alles über 40000 ist ein Wunder und geht vielleicht bei 100000 kaputt

 

Die 11er sind ein bissel anfälliger, das Rotieren auch mal die Kurbelwellenhauptlager im Gehäuse ;(

 

Hach …dann bin ich ja mit meinen knapp 60000 beruhigt 😊👍 @lunschi, ich mach obligatorisch jedes Jahr nen Ölwechsel mit Filter ( gut für die Psyche 😂) und fahre so zwischen 4 und 7000 km pro Jahr. Würde da ne Öl Analyse überhaupt Sinn machen oder wird da das Ergebnis etwas verfälscht da Öl noch „zu frisch“ ? 

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vor 34 Minuten schrieb Stephan:

Hach …dann bin ich ja mit meinen knapp 60000 beruhigt 😊👍 @lunschi, ich mach obligatorisch jedes Jahr nen Ölwechsel mit Filter ( gut für die Psyche 😂) und fahre so zwischen 4 und 7000 km pro Jahr. Würde da ne Öl Analyse überhaupt Sinn machen oder wird da das Ergebnis etwas verfälscht da Öl noch „zu frisch“ ? 

Immer wieder schön, wenn man nach ein paar Stunden sieht, was man am Handy eingetippt hat.

 

Ölanlayse macht auch keinen Sinn. Hatte bei Ducati auch schon fast alles durch am Motor.

 

Von abgebrochenen Kurbelwellen, über sich mitdrehende Hauptlager, Mikrorisse im Zylinder, gebrochene Kolben, Motorgehäuse riss.,achso und schwitzende Ventildeckel ;)

 

Pleuellager vergessen... Klassiker

Bearbeitet von UXO
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Ja der Anlasserfreilauf... Bei den alten 900er Zweiventilern hat der noch über 100000 km gehalten aber der hoch verdichtete Testastretta fordert dem Teil wirklich alles ab. Bei dieser 1198 war der bei ziemlich genau 50000 km am Ende bei meiner schon deutlich früher bei ca. 43000. Das Problem ist das ein verendender Anlasserfreilauf eine ziemliche Späneschleuder ist und man halt doch nicht so genau weiß wieviel davon evtl. den Weg bis zu den Pleuellagern findet...
Ansonsten sieht man doch hier das so ein Motor auch für sag ich mal mindestens 70000 km ohne Generalrevision gut sein kann.

Kai

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vor 14 Minuten schrieb lunschi:

Ja der Anlasserfreilauf... Bei den alten 900er Zweiventilern hat der noch über 100000 km gehalten aber der hoch verdichtete Testastretta fordert dem Teil wirklich alles ab. Bei dieser 1198 war der bei ziemlich genau 50000 km am Ende bei meiner schon deutlich früher bei ca. 43000. Das Problem ist das ein verendender Anlasserfreilauf eine ziemliche Späneschleuder ist und man halt doch nicht so genau weiß wieviel davon evtl. den Weg bis zu den Pleuellagern findet...
Ansonsten sieht man doch hier das so ein Motor auch für sag ich mal mindestens 70000 km ohne Generalrevision gut sein kann.

Kai

Woran kann man denn einen verendenden Anlasserfreilauf erkennen?

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Die Laufleistung bei einer DUC ist schon eine Ansage, aber wenn du den Motor aufmachst werden dir die Augen raus fallen was alles nimmer so ist wie es sein soll.

Ich habe zum Beispiel das Problem mit dem Anlasser-Freilauf bei mir nicht bemerkt. Und ich bilde mir ein recht sensibel und genau hin zu hören.

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vor 2 Stunden schrieb schedde:

Die Laufleistung bei einer DUC ist schon eine Ansage, aber wenn du den Motor aufmachst werden dir die Augen raus fallen was alles nimmer so ist wie es sein soll.

Das denke ich mir bei meiner 748 mit mehr als 100tkm auf der Uhr auch - alles andere wie Getriebe, Fahrwerk, Etc. ist ja ebenso gealtert - und das merke ich auch. Wenn also der Motor einmal das zeitlich segnet, wird sie nicht revidiert, sondern kommt ins Wohnzimmer.

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vor einer Stunde schrieb jhf:

Das denke ich mir bei meiner 748 mit mehr als 100tkm auf der Uhr auch - alles andere wie Getriebe, Fahrwerk, Etc. ist ja ebenso gealtert - und das merke ich auch. Wenn also der Motor einmal das zeitlich segnet, wird sie nicht revidiert, sondern kommt ins Wohnzimmer.

748 mit mehr als 100Kilo.

 

Das musst du Ducati melden, das glaubt dir keiner:)

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vor 2 Stunden schrieb idaka:

Doch,

Ich kenne mehrere 748/916 die die 100k Marke  überschritten haben,ohne den Motor zu öffnen. Alles nur Landstraßen-Fahrer. 

Zeig mir eine Ducati, die ohne zu murren 100tkm auf der Renne zurückgelegt hat … Ist ja schon auf der LS schwierig, das hinzubekommen. 

Bearbeitet von jhf
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vor 30 Minuten schrieb jhf:

Zeig mir eine Ducati, die ohne zu murren 100tkm auf der Renne zurückgelegt hat … Ist ja schon auf der LS schwierig, das hinzubekommen. 

Na ja gibts wirklich so viele Japaner die das schaffen würden? Ich finde die Latte liegt dann doch etwas zu hoch.

Ich hab auf der Renne auch schon kaputte S1000RR und Fireblöds mit viel weniger km gesehen. 100000 km Kringel ist halt schon eine richtige Tortur ich denke das kann man nicht als selbstverständlich voraussetzen.

Kai

 

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vor 44 Minuten schrieb jhf:

Zeig mir eine Ducati, die ohne zu murren 100tkm auf der Renne zurückgelegt hat … Ist ja schon auf der LS schwierig, das hinzubekommen. 

Da hab ich mich evtl. missverständlich ausgedrückt. 

Es sind reine LS Fahrer,auch nicht zum Spaß mal auf die Renne.

Also eher gemütlich, soweit es die 748/916 zulassen.

Kein Motor dieser Welt hält 100k RS.

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In Sportmotorrädern sind Sportmotoren. Das ist kein MB 200D mit 54 PS. Artgerechte Bewegung, also nicht untertourig den Hahn aufreißen und nicht ständig vorn Begrenzer landen, dann hält das auch meist. Wenn Leistung abgerufen wird, verschleißt was.  AMG, RS4…, M3…die haben alle unterschiedlichste Probleme. Schlimm ist, das Brot und Butter Motoren heute kaputt gehen. VAG als Beispiel. Ab 100k verrecken TFSI reihenweise. 

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vor 2 Stunden schrieb idaka:

Da hab ich mich evtl. missverständlich ausgedrückt. 

Es sind reine LS Fahrer,auch nicht zum Spaß mal auf die Renne.

Also eher gemütlich, soweit es die 748/916 zulassen.

Kein Motor dieser Welt hält 100k RS.

Bei meiner 748 kann ich zumindest sagen, dass sie die RS kennengelernt hat - aber da sie damals schon knapp 60tkm auf der Uhr hatte, musste sie nicht mehr in den Begrenzer drehen - musste meine 998 mit damals nur 6tkm  aber auch nicht. Die 1098 schon - ich habe sie aber verkauft, bevor sie ein 2. Mal vom Pleuellager-Schicksal heimgesucht wurde.

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Meine 748R hat 33000km drauf. 50er Endrohr mit Chip und Begrenzer bei 12500 Touren. 12 mal Oschersleben auf der letzten Rille. Wenn man da nicht ab und zu am Begrenzer war, kam man nie an na 1000er vorbei. Auch etliche Autobahnvollgasfahrten. Aber überwiegend zwischen 4000 und 8000 U min bewegt. 2mal Kipphebelverchromung, sonst nix.

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vor 2 Stunden schrieb bob748:

Meine 748R hat 33000km drauf. 50er Endrohr mit Chip und Begrenzer bei 12500 Touren. 12 mal Oschersleben auf der letzten Rille. Wenn man da nicht ab und zu am Begrenzer war, kam man nie an na 1000er vorbei. Auch etliche Autobahnvollgasfahrten. Aber überwiegend zwischen 4000 und 8000 U min bewegt. 2mal Kipphebelverchromung, sonst nix.

12500 ist nicht ganz ohne - Die 11500 des Standardmodells habe ich schon sehr selten ausgenutzt (einmal 50km Dauervollgas 2001 mit meiner ersten 748, damals noch auf einer deutschen Autobahn), da mir die nicht geheuer waren.

Heute drehe ich die Kleine kaum mal über 8000, meistens zwischen 4000-5500. Dank sehr kurzer Übersetzung völlig ausreichend.

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So weiter gehts im Text. Jetzt mal ein manchmal unterschätzter "Nebenkriegsschauplatz" nämlich die Ölpumpe.

Von außen ist da in aller Regel nie was dran zu erkennen es sei denn sie wäre geplatzt. Im Werkstatthandbuch steht auch quasi nichts dazu drin die empfehlen nur das Bypassventil und das Antriebszahnrad visuell zu prüfen.
%C3%96lpumpe.jpg
So auch in diesem Fall. Also aufmachen das Ding.

Es handelt sich um eine Zahnradpumpe (wie man sieht):
%C3%96lpumpe_offen.jpg
Soweit sieht erstmal alles gut aus...

Also schauen wir erstmal nach dem Zahnspitzenspiel auf der kritischen Seite nämlich der angetriebenen (dazu mehr später):
Zahnradspiel.jpg
Ich messe da 0,03 mm was recht gut (also wenig) ist.

Leider gilt das nicht mehr uneingeschränkt für den Zustand des Gehäuses wenn man da mal reinschaut:
Riefen.jpg
Man sieht schon recht deutliche Riefen wo die Pumpe offensichtlich Späne durchgezogen hat. Glücklicherweise ist dies die "schlechte" Seite - die Seite wo das andere Zahnrad läuft ist quasi jungfräulich.
Ein gewisses Maß an Spänen muss so eine Pumpe leider immer schlucken weil sie das Öl durch das eher grobmaschige Ansaugsieb bekommt und im Öl halt vor allem aus dem Schaltgetriebe immer mal ein paar Stahlbröckchen drin sein können die dann ggf. auch den Weg durch das Sieb finden das ist unvermeidlich. Die Zahnräder selbst sehen genauso jungfräulich aus wie die axialen Anlaufflächen der Zahnräder im Gehäuse. Die Welle hat auch kein merkbares Spiel im Gehäuse. Reparieren kann man da am Gehäuse aber natürlich nichts wenn man also was dran machen will kauft man für 300 Euronen eine komplette neue Pumpe. Eigentlich denke ich die ist noch mal für 50000 km gut aber ich schlafe da noch mal drüber...

Noch mal ein Update zur Kurbelwelle: Kämna (der die Welle zum Wuchten bekommen hatte) hat natürlich gesagt der Kratzer im Lagerzapfen müsse weg d.h. der Zapfen geläppt und neu nitriert werden. Das kommt dann auf ca. 220 Euronen die ich hier noch investieren werde. Ich glaube zwar nicht das der Mini-Kratzer wirklich was ausmacht und vermutlich ist sowieso bald wieder ein neuer Kratzer drin wenn der Motor erstmal wieder ein paar km gelaufen ist aber was solls... Man lebt halt nur einmal und damit schläft es sich einfach besser.

Man sieht aber schon - wenn man so einen Motor aufmacht und mal so richtig in alle Ecken schaut dann kommt doch eins zum anderen und die 6000 Euro sind schnell erreicht ohne das man wirklich weit in den Tuning-Bereich geht.

Kai

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  • 3 Wochen später...
vor 3 Stunden schrieb lunschi:

Es sollen ja Pistal-Kolben rein. Ob die Zylinder neu beschichtet werd müssen oder nicht hängt vom Kolbenlaufspiel ab das kann ich aber erst messen wenn ich die Kolben habe...

Kai

ah, o. k. hab ich wahrscheinlich überlesen. 

Mich interessiert noch ob es vielleicht sinnvoll ist wieder die Hohnspuren in den Laufflächen aufzufrischen, wegen Schmierung. 

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vor 40 Minuten schrieb Janis:

ah, o. k. hab ich wahrscheinlich überlesen. 

Mich interessiert noch ob es vielleicht sinnvoll ist wieder die Hohnspuren in den Laufflächen aufzufrischen, wegen Schmierung. 

Auf jeden Fall ist das sinnvoll; wenn die Zylinder noch gut sein sollten werden sie mit einer Honbürste wieder aufgefrischt. Das kriege ich selbst hin...

Kai

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